2013/01/27

F.D.P. - Fick Die Politik

Boah. Ich könnte kotzen. Das mit dem ganzen nun rollenden Stein der da vom Netz aus durch die Gesellschaft dauert in meinem Kopf noch an. Das ist noch nicht fertig und wird es wohl auch noch eine Weile nicht sein. Aus persönlichen wie medialen Eindrücken und Gründen.

Das ganze Ding ist ja letztlich aus einer Richtung hochgekocht aus der man sowieso nur politische Flatulenz erwarten darf. Man möchte das Ganze eigentlich trennen wollen. Weil dieses Sexismusthema nicht zu einer Partei gehört sondern zu so ziemlich Allem ringsrum. Was aber der getroffene Hund da gerade anstellt ist unter aller Gürtellinie. Die Herrenriege (Herrenmensch war mir jetzt zu sehr, naja...) klopft sich gegenseitig auf die Schultern, poltert in Richtung Medien und politischem Gegner, diffus, verallgemeinernd, um den heissen Brei.

Wie viel Offenbarung steckt da drin? Dieses Bild von der - was hatten wir da nicht schon alles? - Partei der Besserverdienenden nun zur Partei der totschweigenden Altherrenverbündeten? Man schiesst gegen "die Anderen":   

...seine Lieblingsgegner Peer Steinbrück und Jürgen Trittin - überhaupt um die grünen "Tugendwächter" und deren "Öko-Schickeria". Von dort ist es dann allerdings nicht mehr weit zu dem einzigen Satz, den sich Brüderle im weitesten Sinne zum Thema Sexismus erlaubt, er lautet: "Sie können uns schlagen, beschimpfen, mit Dreck bewerfen, aber sie können uns unsere Überzeugungen nicht nehmen."

Spiegel

Okay, wir lernen also gerade:

1. es ist lediglich der böse politische Gegner, der uns hier angreift. Wir stehen zusammen und überdauern das.

2. es gibt kein Thema, dem man sich stellen muss, und wenn betrifft es uns nicht.

3. wir haben Überzeugungen.

Wenn diese Überzeugungen bedeuten, was 1. & 2. beinhaltet, stellt sich die FDP damit schon wieder als Übermenschenpartei da, die Besserwissenden.

Es kotzt mich an, welch Affentheater da aufgeführt wird. Mit welchem Willen diese Herren sich da repräsentieren. Spätestens jetzt müsste diese Partei für jede Frau und jeden empathiebegabten Menschen unwählbar geworden sein.

Und für die gedankliche Vergewaltigung der Politik, sich hinter dieser zu Verschanzen, die eigentliche anstehende Debatte zu ignorieren wünsche ich hier ein paar kräftige Eiertritte in Richtung blaugelb.

1 Kommentar:

schuehsch hat gesagt…

Antisexismus als Wahlkampfinhalt. Das wärs doch.