2015/07/01

#bundesjugendspieleweg - my 2 cents

#bundesjugendspieleweg - Bundeswas? Nachdem der # neulich immer mal wieder in der Timeline rumwaberte hab ich mich dann mal aufgerafft das nachzulesen. Ich kann da immer noch nix mit anfangen. Zum Allerersten weil ich das sowieso in Richtung AufregereiPetitionsSelfie verorte (wir müssen heutzutage immer gegen und über alles petitieren und klick-revolutionieren um uns öffentlichkeitswirksam zu profilieren). Ich ignorier sowas mittlerweile aus Prinzip. Abseits davon mein Versuch dem Ding ne eigene Sicht zu geben: ich finde das Blödsinn. Aus Gründen.

Gemessen an dem kritisierten Event war die Schulspartakiade damals wirklich Dreck, nicht weit weg vom teutonischen Scheiss der ne Runde vorher abging, so richtig politisch nämlich. Doch ich mag jetzt nich mit Systemvergleichen anfangen, das ginge an der Sache vorbei. Zum Sport, zur Schule. Ich war ne Niete im Sport, so richtig. Wenn ich meine alten Zeugnisse angucke hatte ich wohl nur ein Halbjahr mit ner 2. Sonst 3 wenn's prima lief undin der Regel ne 4. Was irgendwie ein Würgen und Biegen (auch seitens der Lehrer) war um nicht ne 5 abgreifen zu müssen (kam trotzdem vor, Noten gabs damals 1 bis 5). Insofern müsste ich ja beipflichtend jegliche erniedrigende Beurteilungsmethodik im Schulsport verurteilen. Tue ich aber nicht. Weil ich dann aus Fairnessgründen gegen jegliche Bewerungen oder Benotungen sein müsste. Und für mich gesprochen ganz besonders im Musikunterricht und im Fach Deutsch. Das Vortragen von auswändig gelernten Gedichten oder Vorsingen war für mich die exakt gleiche seelische Folter wie das alljährliche Vesagen bei Weitsprung, Sprint oder Geräteturnen. Du musst da nach vorne und machst Dich zum Esel vor aller Augen. Du hast null Bock auf Schulsport und deswegen auch kein Interesse daran. Keine fancy Sportklamotten, sondern nur irgendwas um den Mist absolvieren zu können.

Aber. Es wurden immer die ersten drei gelobt, ausgezeichnet oder mit Medaillen/Urkunden bedacht. Genauso wie die die an Musikwettbewerben teilgenommen hatten oder bei x-beliebigen anderen Bereichen. Ich hatte mit Schach meins gefunden. Irgendwann lief das so geil dass ich zweimal unter der Woche zum Training musste. Damit war meine Woche voll. Mo bis Sa Schule und am Sonntag Wettkampf. Und dort habe ich kapiert warum Wettkampf gut ist. Und das diese Scheissnoten im Sport, in Musik eben nicht das Ende der Welt sind. Das gehört dazu, Bämm!

Und mit der Zeit hab ich auch meine kleine Lücke im Sport gefunden. Lange Strecken laufen, je länger desto besser. Oder Crosslauf. Und dann fängst Du eben an Dich darauf zu konzentrieren wo Du stark bist, langsam und schrittweise merkst Du dann sogar dass Du Dich auf diese Momente freust. Und dann verlieren die Scheissmomente die Tragik, die Wichtigkeit. Und Du lernst zu fokussieren, Stärken weiterzuentwickeln und über den Rand zu gucken. Manchmal auch unfreiwillig. Crosslaufen ist nicht gerade das Beste für die Knie. Und manchmal heisst das dann auch gewisse Dinge gar nicht mehr machen zu dürfen, Attest für Ballspiele, Sprünge, Sprints. Bleibt also - Langstrecke laufen und - Radfahren. (Darauf reite ich jetzt nicht näher rum, Radfahren hatte sich schnell zu einer Sache mit fünfstelligen Kilometerzahlen schon zu Schulzeiten entwickelt. Aber das schweift hier zu sehr ab.)

Wenn man also wie gefordert diese Spiele oder Sportunterricht oder Wettbewerb in selbigem angreift ist das am falschen Ende rumgedoktert. Es gibt keine Welt die frei ist von Vergleich, kein Weiterentwickeln das frei ist von Vergleich ist. Ich kann behaupten genug solcher schulischen Drecksmomente bei verkackten Sportstunden, zusammengestammelten Gedichten oder völlig schräg geträllerten Liedern erlebt zu haben. So what?! Es ist egal. Solange Du Dinge findest in denen Du Deins siehst, in dem Du Deine Stärken entdeckst, ausbaust und Dich messen kannst. Ob das nun Schach bis rauf zu den DDR-Meisterschaften war, der tägliche 58km-Ritt zur Schule auf'm Rad oder die Entdeckung von Musik, Musikalität an den Plattenspielern. Und dann verschwindet der vermeintliche Gegner schulischer Benotung oder Wettbewerb von ganz alleine.

In lediglich einem Aspekt des Petitionsgeschwurbels sehe ich einen echten Kritikpunkt - die Teilnahmeurkunde. Den Quatsch sollte man wirklich weglassen. Es gibt drei erste Plätze, der vierte ist immer der Gearschte, der zweite immer der erste Verlierer. Aber alle anderen mit einer leeren Teilnahmeurkunde zu bedenken ist für diese ersten Verlierer so nutzlos wie für die sowieso nichts ausrichten Könnenden erniedrigend. Und für alle Veranstaltenden einfach nur sinnloser Aufwand den man sich sparen kann. Ein Ergebnis dieses irrsinnigen wie falschen Gedanke jeden Wettbewerb zu einem Erfolgserlebnis für jeden Teilnehmenden machen zu wollen. Das funktioniert nicht bei Pflichtveranstaltungen, das kann dort durchaus erniedringend werden. Nehme ich freiwillig an so etwas teil und verliere kann ich einer solchen Bestätigung durchaus was abgewinnen, aber ich habe mich schon mit meinem Start dazu selbst in den Wettbewerb begeben. Insofern - Verlieren gehört dazu, sehr sogar. Und das lernt niemand wenn durch eine Teilnahmeurkunde Erfolg vorgegaukelt wird. Also bei Pflichtteilnahme entweder komplett weglassen oder nur bei Wunsch des Teilnehmers ausstellen statt pauschal und somit auch unglückliche Erinnerungen auszuteilen. Dann erübrigt sich der große Angriff auf das böse Bildungssystem nämlich ganz automatisch und wir können uns wieder um den wichtigen Kram kümmen.

2015/06/26

Radspiegel - gute Idee schlecht umgesetzt

Es gibt diese Momente, die einem so richtig das Adrenalin durchs Gebälk jagen, diese Momente wenn Dich ein Auto mal wieder so dicht überholt dass ein Windhauch von rechts gereicht hätte Dich in Spur des Autos zu blasen. Und manchmal gibt es auch diese Situationen wo die hinter Dir einfach nur Scheisse bauen. Wie der Pick-Up in Schweden der unbedingt den Holz-LKW überholen musste als der schon am Ausscheren war um mir Platz beim Überholen zu geben. Das Ganze konnte ich im Rückspiegel am Panzer sehen, wie der LKW schlingernd in seine Spur zurückkehrte und ich noch gerade so zwei Hand breit weiter nach rechts ausweichen konnte damit alle drei ohne Berührung aneinander vorbeipassten. Das ist sechs Jahre her und immer noch bildlich präsent. Seitdem mag ich Rückspiegel irgendwie sehr. Auch weil es genügend ähnliche Situationen gab. Am Panzer werkelt ein B+M-Spiegel mit 6cm Durchmesser. Vorteil am Reiserad - bei der Größe kann man sich auch bequem rasieren. Und am Rennrad? Da braucht es ein deutlich kleinere Option. Gerne hätte ich den genommen, doch leider in Verbindung mit nem Aeroaufsatz nicht ganz ideal, der Positionswechsel bedingt einen anderen Blickwinkel, so das ein klein wenig Spielraum bei der Spiegelausrichtung prima wäre. Käme also der Radspiegel in Frage. Das Ding wird so auch bei Rose angeboten. Die Größe und der durch die Krümmung abgebildete Bereich groß genug. Soweit könnte man mit dem Teil eigentlich zufrieden sein. Eigentlich.

Zunächst musste ich aber um den Spiegel überhaupt ordentlich nutzen zu können, das Kugelgelenk aus der Kunststoffhalterung drücken und eine Nut in das Plasteteil fräsen. Nur so war es möglich den Spiegel hinreichend weit nach oben kippen zu können um etwas zu sehen. Vom Kunststoffrand habe ich dann noch ne Fase abnehmen müssen. Damit hätte ich ja auch lange glücklich werden können, wenn da nicht die mangelhafte Verarbeitung des Spiegelglases gewesen wäre.

Nach einem Jahr mit Spiegel (23tkm) sieht man leider nicht mehr ungetrübt was hinter einem droht. Der Hersteller hat den Glasspiegel einfach in den Metallhalter geklebt, roh wie geschnitten. Solange man ein Schönwetter- oder Sonntagsradler ist mag das ja vielleicht ein paar Jahre gut gehen. Wenn man aber täglich unterwegs ist oder eben auch bei jedem Wetter rächt sich diese Sparmentalität. Wer einmal mit Spiegelherstellern zu tun gehabt hat - und ich hatte das Vergnügen mehrfach - der weiss, das Themen wie Rückseitenschichtaufbau und Kantenversiegelung extreme Auswirkungen auf die Lebensdauer und Funktionalität eines Spiegels haben. Bei der Abwicklung von Chargen größer 40.000m² ist das ein essentieller Bestandteil der Lasten- und Pflichtenhefte, daraus abgeleitet der Produktionsprozesse, Qualitätskontrollen, Dokumentationen und letztlich auch der Zuverlässigkeit und Effizienz des Gesamtsystems. Temperaturwechsel, Taubildung, Niederschläge und Luftfeuchte haben extremen Einfluß auf einen Glasspiegel. Jeder kennt die alten beschlagenen, stumpf und fleckig gewordenen Teile bei Oma oder auf dem Flohmarkt.


Die Umgebungsanforderungen an einen Spiegel der an einem Fahrrad zum Einsatz kommt sind vergleichbar hoch zu denen die in einem solarthermischen Kraftwerk arbeiten. Vibrationen, Feuchte, Temperaturunterschiede. Und genau deshalb ist es unerklärlich, weshalb ein Spiegel für knapp 15€ keine Kantenversiegelung erhält. Das ist ein Standardprozess der für wenige Cent beim Hersteller eingekauft werden kann. Da wurde beim Radrückspiegel am falschen Ende gespart. Das Ergebnis sind umlaufend wachsende Blindflecken.




Die schnellste Lösung ist, die Kante selbst mit einem dünnflüssigen Lack oder Kleber zu schützen. Sekundenkleber tut es auch. Aber eben nur bevor die Spiegelkorrossion eingesetzt hat.

Da das allerdings nicht einem ausgereiften Produkt entspricht hatte ich gehofft etwas dazu vom Hersteller zu erfahren - leider sehr enttäuschend. Gespielte Überraschung ob der Tatsache, das Spiegelkanten überhaupt eine zu beachtende Thematik beim Außeneinsatz von Spiegeln sind. Herausreden das dies bei 7...9tkm im Jahr sowas nicht auftritt ist eigentlich unter Ulk zu verbuchen. Im Großen und Ganzen - einfach nicht durchdacht. Wo im Kraftwerk der Betreiber die vertraglich garantierten Leistungen zur finanziellen Wiedergutmachung rausholt und der Hersteller schleunigst gehalten ist die Mängel zu beseitigen wird hier der offensichtliche Herstellungsfehler kleingeredet.

Also - Radspiegel.de ist nichts was lange hält. Für regelmässig Wegwerfen einfach dreist zu teuer.

2015/06/21

regarding #TCR2015

Well, I'm not in this year.
I must admit that Lee's idea is really nice, but I won't make it in time with recovery, being back in shape before the Alps will see snow.

But I was planning a bit on the route before I left home for the TransAm. And I wonder a bit if there's someone out there (besides Mikko - will be worth to watch his scenic ride I'd say) who would give it a try to make use of the bold NOT:

"There will be 4 mandatory checkpoints in the 2015 Transcontinental. Visit in number order is NOT
mandatory (but their scheduled operation is in order and they will close as indicated)."


One can say that using a ferry during the race is for lazy bumps and the "real shit" is riding it completely. Well, I fully respect such an approach from the sports perspective. Nevertheless, since the manual clearly indicated that specific ferries are allowed within the race (and one specific is still not ;-) ) it's worth to consider them in planning. We will see most of the riders following the number order of the checkpoints. For the part Start > CP1 > CP2 everyone will do so, we'll see a bit variation but they'll all head the same way. So far one can't gain much from choosing it's route a bit differently. Out of the Alps most riders will try to make a beeline to CP3, which is pretty flat in the first half. Italy is generally okay to ride, maybe not so nice in the Venice area with lot of traffic. Then one has to go a long stretch to Vukovar, a bit hilly and many options to pick a route. This will be by end of the first week (or second half of it), so one might not be the freshest. It's pretty warm during summer down there so having a few hours of rest might be heaven.

How about heading from CP2 down to the ferry in Ancona? This would be a downhill ride along the river Po and cost. Roads are pretty empty inlands. Okay, mosquitos are out there at night since they water all the peach and pear trees (take care where you snooze, these sprinklers start sometime in the middle of the night). So if the timing is right you can catch a ferry at early eveing in Ancona, book a cabin for yourself, either pick some food on the way or eat on the cruise. Having a 10 hours break and maybe 8 hours of babylike sleep (that ferry moves smoothly with the sea) and arriving in Split at 6 in the morning. Fresh and recovered you'll pedal along the beautiful coast, full of fruit shops along the road, no problem to get something to eat, proper road with guardrail. You will be in Kotor in the evening, refueling and then climbing the Mt. Lovcen in the darkness avoiding the heat of the day. Either you stay there and snooze at the rest area or you go down again. Next would be the part between CP4 and CP3 - a piece that requires some climbing - but no matter which way you do it, CP3>CP4 or CP4>CP3 it's a challenging section. And for those who take the ferry I would expect the first dog fights along that part, until here everything should be "dog-free". Once you make it to Vukovar the remaining part is then CP3>Finish. On the map it looks a bit weird going north from CP4 (away from the Finish) but in the end it seems less climbing in total than the way from Lovcen to Istanbul, especially the southern Greece option. But, one has to take into account the road warnings and traffic conditions. It might not be everyone's choice to cycle the Bulgarian route. So, by distance swapping CP3 and CP4 and incorporating a ferry ride probably won't be (much) shorter than the common route. The major benefits in my eyes are recovery break and less climbing.

Whoever now might start to consider this, don't throw away your initial planning. Keep both routes on your device. Once finished CP2 it's the right moment to check weather, legs and timing. That's the moment you should decide and book the ferry (if not booked already).

I don't upload or share any details or *.gpx-files - that's everyones own task. But if you feel lazy riding at the moment or it doesn't make more sense to train more - why not playing with the maps. Have fun! ;-)

2015/06/19

wasting time

Don't get me wrong, I'm just writing this because I got the time to.

Somehow I'm sick of blogging about cycling. The whole web is full of it. It feels like running a weblog about cycling became some kind of must-have for everyone who ever rode a bike. Or owned one. Or plans to ride or buy one. Even to that weird extreme that people borrow bikes or material to blog about. Optimizing articles like companies are doing, SEO-bullshitting, scheduling weekly link-collections, video-editing-and-uploading every second round-the-block-ride-action-cam-trash. And finally - promoting every post a couple ten times via all social channels. It all has to be published, blown up to the biggest, largest, longest, hardest, what-so-ever...-est. And not just that every hour one has finally been sitting on the bike has to be exploited - even before that. To gain publicity for every planned ride - "the media machinery" has to be started with all available fancy options. Sorry, but I'm tired... yes, I'm bored to death of all this. It's all wasted time to me. I prefer riding a bike over writing about it. The only thing why I'm back on the keyboard now is that my bones will need a few weeks until I can walk without crutches. And a few more weeks until I can think about riding a bike again. Summer, or how most of these cycling-bloggers call "season", will be gone by then.

Sometimes things happen for a reason. I'm usually okay with that - if I understand the reason. At the moment I can't really see this hidden agenda. Maybe it takes some more time.

Time is what I do have more than enough at the moment. Laying in a bed, filled up with painkillers and sleeping something around 12 hours a day. Actually I should sleep less than 5h per day at the moment, somewhere along that red line across the states. This was the plan for this year. A plan which became real after last years result leaving me with a big questionmark in my head: "What would be possible.... what could I achieve if I would prepare and focus better... what could be the result of racing such a thing from the beginning?" This type of questions that leaves you restless. That makes you think it over and over again all the time sitting in the saddle. And slowly the idea was born. To do it. And to do it better. To do it with a focus on the things you've been a bit weak in. Technically, physically, mentally. And the time was right. This year I could allow for holidays for two races - the TransAm and the TransCon. Definitely a challenge. Both just 3 weeks apart, not much time to recover in between, but also both unique in their own beauty. So, preparing for each of them in parallel isn't really easy but a nice mental training for switching your focus on a specific target.

Last year I wasn't really riding with a focus on anything specific during early summer. I just tried to do a lot. Long rides mostly from A to B, visting family and friends. After the race I didn't ride for a week which was a little mistake. Back to work was no other chance than coming back to daily riding. Plus a lot of socialising with friends and family. I had to do a lot of 200+ commutes. But this gave me the chance to observe myself, improve and fine tune. It's weird to claim a 240km-ride with more than 30mins of stopping time a "bad ride" but you get the idea. I started to focus more on the gross/net-ratio than on the avg. speed. Hell, what have I been wasting time before...

I didn't really stop to ride over the winter months. It's wasn't a real winter with lots of snow and ice on one hand, but also it was more the general laziness which was to tackle. You can ride every weather. You can make some relevant miles - if it's sub zero and snow or plus one degree and rain, it's really just a mental thing. Once you're okay with that and you accept you lower avg. speed compared to those of the summer fun rides you just do what you do. If it's icy get on the spike tires and do a few hundred meter climbing in deep snow - worth a few hours of ice cream conditions. And we had wind. I mean serious wind. Wind that killed a few hundred old trees in a nearby forest, wind that forced me to pedal in low gear always jumping into the next gust and screaming for a bit mercy. Wind was a permanent coach for months. I had a weak week in February with a bit cold & fever and some coughing, but as always it takes a week with medicine and seven days without. So a nice reason to start again with a 300+ ride. And slowly you build up some mileage.

In the end it was just a matter of getting the kit together again, fixing some minor issues here and there and stripping the bike completely. I got me the same frame off a 2x10 105 setup, put some of the old 11sp Ultegra parts and some new stuff onto it. So I had enough time to build up the brave black mule with care. I gave it a conservative test ride over 3.5 days and 1,200km. It went all fine, smooth as expected. Meeting family on that trip and chatting a bit, spending time for cooking and such things made me quite confident being able to add another 3 hours per day without much stress if needed. So there was not much else to prepare. 11,000km in the first five months of the year seemed to be a good basis. Some more climbing than last year, generally more focused on wasting less time without moving. It all felt right.

But sometimes it all goes in a different direction. Boarded the plane in Hamburg, arrived in Portland and took the bus to Astoria. Snoozing, eating, assembling my bike the Wednesday went by. Weather was much better than normally in Oregon, with a lot of sunshine hours. So I had a look to downtown, up to the Column and out of town for a few hours. Riding was fun, bike did well, legs too. But just when you are about to feel fine because everything is just as planned, just as expected it hits you the hardest. And this time as a car with 55mph from behind. There is no warning, no time, not even to realize it directly. So the rest of the day was a simple story: ambulance, police, emmergency room, x-rays, CT, hospital bed, morphine, infusion. And being hungry and calming down from the traumatic shock your body feels just like a huge piece of pain.


Now, two weeks later, I'm back in Germany after a while in the hospital. After been screened and checked several times every doctor was shaking the head by the mismatch of the heavy accident and the resulting damages. Still, they are painful and they will need their time to heal, but overall - the likelihood of been killed by such an impact isn't that small. Which doesn't make me happy at all. I'm looking forward to a few weeks of sorting out paperwork - laywers, insurance companies, the whole bunch of unfunny stuff.


Coming back to the deeper meaning of what happened. I'm still lost. It's unfair. It hurts. It makes me rebel against... I don't know yet. And I don't know where I will put my focus on. Not yet. The level I was riding on was much higher than last year, my mindset much more adjusted. I don't want to speculate where I would have ended or what-if..., that really just answers a ridden competition. The only thing I can say at the moment is - I still don't know how good I really could race such a thing.

And, no worries - in case I start to put myself on a bike again - I won't bother you with writing, filming and linking 'bout. Because I do it for myself.

2015/03/05

Hermes Log(ist)ik-Fail

Okay. Wir bestellen ja heutzutage alle wie die bekloppten Zeugs im Netz, wie es so schön heisst. Und das ist alles ganz böse und macht jede Menge Jobs in Tante-Emma-Läden kapott. Tjoa. Auf jeden Fall haben ne Menge Transportfirmen ne Menge zu tun. Da sollte man meinen, dass die darauf bedacht sind so effizient wie möglich die drölfzigtausend Sendungen von A nach B zu bringen. Haha. Nicht so Hermes. Die blau-weissen haben seit kurzen irgendwelche Neuerungen eingeführt die genau das Gegenteil davon sind. Früher erreichte mich eine Hermes-Sendung im Normalfall an dem Tag an dem das Paket den Weg in meine Strasse gefunden hat. Der Fahrer mit seinem Transporter hat dann entweder mich (wenn am Wochenende zuhause) angetroffen, oder eine meiner Nachbarinnen waren da und haben die Sendung entgegengenommen. Hier wohnen 6 Parteien im Haus, zwei sind zu 80% immer da, da Rentnerinnen. Wenn diese dann doch nicht da waren hat der Fahrer die Sendung praktischerweise bei einem der drei Hermes-Paketshops im Ort (eigentlich immer bei dem bei dem der am Ende seiner Tour liegt und auch die besten Öffnungszeiten hat, 900m entfernt). Dann hatte ich die Karte im Kasten und konnte mit etwas Glück die Sendung sogar manchmal noch am gleichen Tage (bis 18Uhr) dort abholen. Eigentlich cool soweit - das meiste landete zu hause, ein paar Sachen beim Shop, maximale Verzögerung ein Werktag.

Was ist passiert? Neuerdings fährt mein Paket zu mir in die Strasse. Der Fahrer klingelt bei mir und trifft mich nicht an, wie auch? Wer arbeitet kennt das - morgens das Haus verlassen und dann Abends wieder betreten. Und jetzt kommt die ganze Schläue der Hermes'chen Log(ist)ik zum Tragen: der Fahrer klingelt nicht mehr nebenan (da wo die älteren Damen die immer anwesend sind und sich über jede Unterbrechung der Langeweile freuen) - nein, der Fahrer hinterlässt in meinem Briefkasten eine Benachrichtigungskarte. Ah, prima, also dann vom Shop abholen? Weit gefehlt! Auf der Karte steht neuerdings, dass der Fahrer morgen wiederkommt. Hä?! Also, mein Paket tuckert dann zu dem Shop wo sowieso noch Sendungen eingesammelt werden, bleibt aber im Fahrzeug. Damit fährt der Fahrer dann seine Tour zuende und zurück in sein Depot. Das liegt wiederum direkte Strecke 35km entfernt. Mit der üblichen Tour zur Auslieferung reist mein Paket dann an dem Tag locker 80km, eher 100km. Und wird dies noch zwei weitere Tage tun. Nur nochmal zum verdeutlichen - 3x80km hin & her. Und dabei drei sehr wahrscheinliche (Nachbarinnen) und drei sichere Möglichkeiten der Zustellung ignoriert.

Und dann? Laut Zettel geht die Sendung dann zum Absender zurück. WTF?!

Oh, natürlich ich kann jetzt entweder Herems anrufen (nicht kostenlos), eine Mail schreiben (wurde beim letzten Mal nicht beantwortet), oder über Twitter anschreiben. Telefonieren habe ich bei den Gebühren verweigert. Auf die Mail bekam ich keine Antwort. Und bei Twitter? Ich bat darum, die Sendung wie üblich doch im Falle von Nichtanwesenheit meiner Person oder Nachbarn im Paketshop zu hinterlegen, da hätte ich mit Glück und pünktlichem Feierabend ja noch die Chance die Sendung zügig zu erhalten. Das wurde vielleicht irgendwie durchgestellt zum Fahrer, ich fand am nächsten Tag eine Abholkarte und mein Paket beim Shop, kann aber auch sein, dass er das tat weil ich darum schriftlich auf der an den kasten geklebten Karte bat. Schwachsinnigerweise wurden nun in Folge alle weiteren Pakete an mich vom Fahrer zu mir vor die Tür gefahren, der Fahrer hat sogar sein Auto verlassen und ist bis zu meinem Briefkasten gelaufen. Dann wurde mir eine Karte in denselbigen geworfen  (ca. 40cm Abstand vom Klingelknopf) dass die Hinterlegung im Shop erfolgt ("wie beantragt bis zum Datum"). Hä? Auch das seltene Ereignis krank zu sein und somit tagsüber mal zuhause zu sein zwingt mich dann das Paket vom Shop aufzusammeln, obwohl der Fahrer hätte erfolgreich zustellen können?!

Jetzt kommts aber noch dusseliger - Hermes bietet neuerdings eine dauerhafte Zustellgenehmigung für ihre Paketshops an. Ähm? Ja, wem diese erzwungene Wir-möchten-Ihnen-gar-nicht-Ihr-Paket-zustellen-Attitüde zu blöd ist soll sich so dermaßen genervt fühlen dass er Hermes erlaubt, bei ihm zuhause vorbeizufahren, nicht zu klingeln (egal ob jemand anwesend ist oder nicht), ein Kärtchen einzuwerfen und damit denjenigen zu den Öffnungszeiten des Shops zu verdonnern. Das mag ja noch Vorteile haben wenn es sich bei den Shops um Läden handelt die entsprechend lange geöffnet haben, aber das Maximumum hier sind 18Uhr, Samstag ist 14Uhr dicht.

Also ich bestelle und bezahle über die Versandkosten für die Zustellung an meiner Adresse. Hermes verfährt lieber 240km bis 300km Sprit, raubt seinen Mitarbeitern Zeit, verzögert die Zustellung künstlich und unnötig um mehrere Tage und erhöht die Wahrscheinlichkeit von Sendungschäden. Ich finde irgendwie keinen Gewinner bei der Sache. Es sei denn ich stimme einer grundsätzlichen auf unpraktikable Zeiten reduzierten Zustellung in einen 900m entfernten Paketshop zu. Bei Sendungen der Post bzw. DHL kann ich mit einer einfachen Möglichkeit eine Zustellung auf einem Wunschtag terminieren. Wenn mir das nicht ausreichen sollte könnte ich mir dort ähnlich wie die dauerhafte Zustellgenehmigung bei Hermes eine dauerhafte Zustellung an eine Paketbox einrichten. Diese wiederum hat den unschätzbaren Vorteil 24 Stunden jeden Tag erreichbar zu sein. Bei GLS, UPS, DPD kann ich eine Sendung sogar zu mir in die Firma umleiten lassen wenn ich partout mal drei Tage am Stück tagsüber nicht zuhause sein sollte (Hi @ work).

Hermes hat mit seinen Neuerungen den Rückschritt des Jahres vollführt. Wie bitte rechtfertigt ein solches Verhalten zudem die kürzlich erhöhten Sendungsentgelte?

Während alle anderen Transportunternehmen langsam aber stetig einen immer höheren Kundenkomfort schaffen und damit deutlich an Attraktivität gewinnen werde ich wo es eben geht vermeiden durch Hermes beliefert zu werden. Ein höheres Porto muss ich zudem mittlerweile auch nicht mehr in Kauf nehmen. Sogar DPD hat es geschafft mich mittlerweile zu begeistern - das Livetracking ermöglicht mir unmittelbar am Zustellungstag unkompliziert per Mail eine Abstellgenmigung für die spezifische Sendung zu erteilen. Dazu wird der Fahrer vom Auslieferungsdepot noch während der Tour informiert, ich erhalte eine Bestätigung per Mail. Das ist sinnvoll einegsetzte Kommunikationstechnik. Währenddessen fährt Hermes Pakete spazieren.

Und nun? Ich habe diesmal wieder die Karte am Kasten hinterlassen mit der Bitte in der Nachbarschaft zuzustellen. Dazu ist die Option auf der Karte ja schliesslich gedacht. Ob es sich dabei um Altbestände handelt und der Fahrer dann wie beim letzten Mal raufkritzelt: "Sie müsen anrufen!" (nur echt mit einem "s") - es bleibt spannend.




UPDATE 

Zum einen - Danke für die Rückmeldung in Form des Kommentars. Ich gehe mal durch die Punkte:

Unser Zustellprozess sieht vor (und das ist schon etwas länger so ;), dass wenn der Empfänger einer Sendung nicht anzutreffen ist und auch eine Zustellung in der Nachbarschaft nicht gelingt, ein weiterer Zustellversuch am nächsten Werktag erfolgt.

Ähm - nein. Bisher wurden wenn niemand in der Nachbarschaft anzutreffen war die Sendungen ganz einfach im Paketshop hinterlegt. Das macht ja auch wie oben ausgeführt Sinn.

Die Umleitung an einen PaketShop ist nur über unseren Kundenservice möglich, da unseren Zustellern nicht alle Auftraggeberdetails vorliegen, die eine Abgabe im PaketShop beispielsweise verböten. Auch das ist nichts Neues.

Ähm - nein. Ich habe des öfteren vor Wochenenden an denen ich nicht zuhause bin einen Zettel am Kasten hinterlassen mit der Bitte alle Sendungen im Paketshop zu hinterlegen. Und das hat ohne Probleme funktioniert.

Der Service „dauerhafte Zustellgenehmigung für […] Paketshops“ existiert übrigens nicht, gerne können wir in einem persönlichen Gespräch mit Dir versuchen zu klären, wie es zu diesem Missverständnis gekommen ist,...

Genau dieses Statement erhalte ich vom Paketshopbetreiber.

Doch zurück zu meiner Sendung. Diese hat dann heute sinnlose 80 bis 100km im Zustellfahrzeug zugebracht und wird dies so auch morgen tun. Und dies obwohl ich heute zwei Sendungen von DHL durch meine Nachbarin habe angenommen bekommen. Der Zusteller weigert sich schlicht, die von mir auf der Benachrichtigungskarte gewählte Option zu erfüllen. Was soll eine solche Schikane? Wie können Sie ernsthaft ein System als funktionierend bezeichnen, bei dem Sie Sendungen tagelang durch die Landschaft fahren, die eigenen Benachrichtigungskarten - obwohl korrekt ausgefüllt - von den Zustellern ignoriert werden und dann die Sendungen noch nicht einmal auf dem darauf folgenden nächstpraktikablem Wege zugänglich gehalten werden. Wie wollen Sie bitte dafür die Kosten jemals wieder reinbekommen? Etwa mit den 20ct für den Anruf?: