2010/02/08

Was sich heute alles so Bestseller-Autorin

nennen lassen darf...

@Helene Hegemann: Wenn Du zu jung bist um ins Berghain zu kommen, dann schreib über Bravo-TV oder Top of the Pops und hör auf zu klauen - es wird sowieso nicht authentisch.

@Literaturkritiker: Könn ihr mal aufhören nach Hypes zu hecheln, ist ja widerlich.

@Ullstein-Lektorat: Penner! (im wahrsten Sinne des Wortes)

Ansonsten - kaufen Sie bitte das Original

Kommentare:

schuehsch hat gesagt…

Ach Gott naja, abgeschrieben worden ist schon immer. Ist halt Intertextualität und es ist einfach nur dummdreist von ihr, es bei der einen Quelle anzugeben und bei der anderen (die sie offensichtlich in _erheblichem_ Maße genutzt hat) nicht. Das ist die einzige Schlamperei, die ich da sehe.

bemme51 hat gesagt…

schlampig ist auch der verlag - weil er eben ne 17jährige frei walten lässt - ich schau meinen praktikanten immer auf die finger - schon weil ich es sonst wieder ausbaden darf. und ja - ich weiss das karl may nie nen bären erlegt hat und trotzdem finde ich, das die kleine den mund nicht zu voll nehmen sollte - über clubexzesse schreiben ohne selbst am kalten schweiss des morgendsounds geklebt zu haben ziemt sich eben nicht. und ich wette die hat auch keine ahnung wie sich gabbapopel anfühlen.

schuehsch hat gesagt…

Grundsätzlich finde ich, darf ein Verlag eine Autorin anders behandeln als du deine Praktikanten. Das halte ich für ganz unterschiedliche Verhältnisse (von den Altersstrukturen villeicht mal abgesehen) und Abhängigkeiten.
Und "den mund nicht zu voll nehmen" ist mal ein ganz anderer vorwurf, als der des abschreibens. finde ich aber auch n bisschen übermütig, ihr das so anzulasten. Dichterische Freiheit, sie lebe hoch.

bemme51 hat gesagt…

ach was - erst heulen die verlage so derbe rum über jedes nicht verkaufte büchlein und jedes kopierte ebook und jetzt sollen sie alle guten regeln von qualität übern haufen werfen dürfen? neenee. is noch kein meister vom himmel geplumpst und bloss weil die lütte nen nachnamen hat sollte sie keine vorschusslorbeeren reingeschaufelt bekommen. und ein verlag ist gut beraten sich um seine autoren zu kümmern - was er hier eben nicht getan hat. und ich finde sehr wohl das beides newbies sind und beide was zu lernen haben. da kann der praktikant noch so tolle noten haben - und die nachwuchsautorin noch so toll geschrieben haben - die sind noch lange nicht fertiggebacken.
und nee zum zweiten. ich find das sowas von abgedroschen über (berliner) clubleben und nachterfahrungen, drogentrips etc zu schreiben. immer derselbe kram. man kann damit nichts falsch machen. bissl schwach dadurch und bissl peinlich, wenns noch nicht mal selbst erlebt wurde. is halt einfach meine meinung.