2026/01/18

woher, wohin

Im halbdunkel eins von den Büchern gegriffen die da schon ein paar Tage warten. Zwischen den Seiten eine Reise zurück in ein Land dass es nicht mehr gibt, passend "Fabelland". Orte, Namen, Zeitpunkte. Alles irgendwie vertraut und doch als ob es irgendwo verschütt gegangen ist. Unter all dem Wahn dieser Zeiten, dem Geeile durch die Jahre. Die Unterschiede, zwischen dem wie es eine eigene Ästhetik, Formsprache gab, die durch Seelenlosigkeit der landauf landab gleichlackierten oder feuerverzinkten Bushaltestellen ersetzt wurde. Was bleibt, wenn es noch nicht einmal einen Namen hat, kein Bewusstsein gibt? 


Eine Reise auf der Suche nach dem woher. Harte Flashbacks flackern auf der Leinwand. Betretenes Schweigen im Saal und gedämpfte Sätze auf dem Weg im Dunkeln.

Menschen, deren Geschichte ich nicht kenne und deren Erinnerungen dann so viel ähnliches erzählen. Eine Nacht im nichtostalgischen Zurücktasten.

Ich weiß nicht genau, warum mich das gerade alles so suchen lässt. Und wonach genau eigentlich. Vielleicht weil ich etwas wiedergefunden habe in den letzten zwei Jahren. Vielleicht weil es etwas nichtsichtbares Verbindendes gab, eine Vergangenheit die sich nicht in den Vordergrund drängt aber immer Teil war, sein wird. Vielleicht weil ich schon lange danach gesucht habe, einem zuhause-Gefühl, wie ein fehlendes Puzzleteil. All das macht gerade nichts leichter. Das Vermissen guckt mit mir in die Sonne. Keine Ahnung wieviel Leben noch kommen, das hier ist vor zehn Jahren verlängert worden.

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