05 Oktober 2026

Tinte...

 ...ist dicker als Blut.



Kraken krakeln um Tentakel & Kragen. Und durch die Ohren fließt es neonschwarz.

04 Oktober 2026

Leben, lassen

Vor drei Sommern dieses Buch. In der Fahrradtasche, mit am Strand, mit beim Bäcker. Das wird immer an "dort" erinnern. Und es sind bestimmt noch ein paar Sandkörner zwischen den Seiten.

Jasmin Schreiber schreibt. Auch wenn es nicht gerade um Krabbelgetier aller Arten geht. Aber wenn - dann wie alles mit allem zusammenhängt, auch und ganz besonders direkt vor den eigenen Füßen, dort wo man das Leben einfach mal machen lassen sollte.


nirgends...

...reinzupassen.

Niemand zeigt einem wie das geht, diese zig Seelen in einer Brust auszuhalten. Bitte ganz tief mittendrin und so weit bitte draußen wie möglich. Immer das Gefühl "zu" irgendwas zu sein. Ruhe finden im Chaos und die Stille im Nichts einem innerlichen Sturm gleich.

Triff mich leise losheulen wenn sich Lieder durch mich wühlen, sieh mich mit nassen Augen zwischen Bäumen, Bergen,... ...Wassern ohne Ufer. Wie sehr mich dieses Sein schlaucht. Manchmal wünschte ich, ich hätte mehr konkrete Baustellen um das alles nicht mehr so intensiv wahrnehmen zu müssen. (jaja, irgendwas mit Privileg aushalten)

Trinkflaschen füllen, zwei, drei Sachen geschnappt, durch die Schluchten der Stadt, raus, ins Dunkle wo die Sterne heller werden und nur noch ein paar verspätetet Gänse einen Ruheplatz suchen.

[Vielleicht ist dieses im-Schlafsack-Fühl einfach das Geborgenheitsähnlichste was mich gerade ruhig schlafen lässt.]

03 Oktober 2026

OK ̶B̶̶O̶̶O̶̶M̶̶E̶̶R̶ KID

Gibt Tage da ist mir alles egal. Da weiß ich nicht, ob ich gerade da sein möchte wo ich bin. Und wenn ich dann dort bin ist da immer noch dieses egal. Dann hab ich nen Abend lang Kloß im Hals beim Mitsingen, Tränen im Strobo, Seufzen im Krach.

Stadt ohne Meer, Hoffnung Stirbt, Schwimmen, Kaffee warm, Cold Brew, Verschwende mich, Die Kids sind alright, Es ist wieder Februar, Wie ein echter Mann, Farbfilm, Rave on

<3


und eben Hör nie auf.


28 September 2026

no otter

Wie oft bis Tradition? Wecker, Haferflocken, Trinkflaschen, Armlinge, Mond im Rücken, Sonnenaufgang voraus, leere Straßen, rote Ampeln, Nebelfelder, .... raus.







Sich treiben lassen, mit den Wellen schaukeln, Augen zu. [but there's not otter]




Ab?baden.






26 September 2026

Doch!

Irgendwie kleben manche Gewohnheiten stärker als andere. Ich koche für mehr als einen Magen, irgendwie seit ewig, irgendwas mit Schluffen. Tickets kleben döller. Und dann stehst du kurz vor dem Konzert da und grübelst warum du da jetzt zwei Tickets hast. Weil aufwärmen is bei Tickets nich. Wehmut, du alte Arschkrampe.

Worte und Beats. Kein Theater, keine großen Gesten, kein Pathos. Ein bisschen kleiner Club, nur ein bisschen voller.




Danke, Dende.


(was auf dem Kiez passiert, bleibt...




...manchmal nur bruchteilhaft in Erinnerung.)

20 September 2026

Bauchgefühl

Ich hatte eine schwarze Tafel an der Wand, vom Boden bis über meinen Kopf, von der Tür bis zum Fenster. Und jede Menge bunte Kreide. Nervig war immer, die abgewischte Kreide, bzw. die kunterbunte Soße von der Scheuerleiste aufzuwischen. Aber es war prima. Wildeste Dschungel oder Prärie mit Geiern - alles was gelesen, gehört und irgendwie aufgeschnappt wurde, kam irgendwann da drauf. Ich hatte es zu oft gesehen, im Atelier, dieses Zurücktreten, das Augenzusammenkneifen, den Pinsel zwischen die Lippen gepresst. Das sah irgendwie dazugehörend aus. Also hab ich das dann auch so gemacht, auch wenn da der Pinsel grad zu nix anderes benutzt wurde. Abstand, Überblick, wirken lassen.

Abstand ist ja immer ein Blumenstrauß an Möglichkeiten. Zum Vermissen, zum Ruhe genießen, zum Überblick verschaffen, zum Wahrnehmen was wirklich ist. Und eben auch um festzustellen, wo man alle Antworten schon hatte. Wo das Bauchgefühl schon längst wusste, was kommt.

Der Move mit dem Streichfett - Chapeau - hatte funktioniert. In dem Moment hatte ich gegen mein Bauchgefühl gestimmt.

Ich glaub, es gibt keinen idealen Zeitpunkt. Ich schätze die Vorsicht, mit der versucht wurde, mir die Augen zu öffnen. Das ist lieb, war aber eben zu spät. Ich schätze auch die Geduld, sich endlose Zeilen und Ausschnitte durchzulesen und diplomatisch damit umgehen zu wollen. Letztlich alles völlig unnötig, weil der wichtigste Ratgeber ja immer an Bord ist. Bauch, so wichtig.

[Hier stehen jetzt Dinge über Körper, jemandes Selbstbild und Unsicherheiten, Bodyshaming dritter und warum ich da so sensibel bin und mir das sofort auffällt, ganz bewusst nicht.]

Manchmal sollte ich mehr auf mein Bauchgefühl achten.

Ich mag Mathematik, sogar Statistik und Wahrscheinlichkeit (wenn das mein Mathe-Prof wüsste...). Und doch gibt es manchmal Momente, bei denen da noch etwas anderes wirkt. Ich kenne Menschen, die dann instantan mit Schwurbeldimensionen anfangen, oder Schwingungen oder dem Universum. Ich bleib bei Zufall.

Ebendieser, gerade jetzt. "Es ist halt was sehr anderes, wenn Du vieles miteinander durchgestanden hast." - nicht meine Worte, aber von jemandem, der es wissen muss. "Respektvolles Loslassen" trifft's ganz gut. Geht nämlich alles ohne verbrannte Erde. Und dann ist es einfach ein Zufall der passiert und sein darf. Und wenn da in einer Bio ein "let go of what was, accept what is, have faith in what will be" steht und man dazu nicken kann dann ist das in Ordnung so. Und dann kann man sich fragen und antworten und weiß, wie gut es war und ist, sich diesen Respekt zu erhalten. Das ist (Zitat) "irgendwie schön" und dabei ist das ein Stück Eigenlob, wegen des gelebten Verzeihens.

Ich hab da sehr genau zugehört, wie jemand über seine Vergangenheiten spricht - nicht nur über die Details, sondern was davon geblieben ist, welche Einstellung, welche Haltung. Das erzählt einfach alles was ein Bauchgefühl so braucht.

[Hier stehen jetzt Dinge über die formulierten Bilder und Äußerungen über Vergangenheiten, ob Menschen, Jobs oder Situationen und warum mein Bauch da ebenfalls Alarm geflüstert hat, ganz bewusst nicht.]

Und wenn schon Zufall, dann eine ordentliche Portion für mich bitte. Keine 48 Stunden später eine Seite Papier, handgeschrieben. Von wegen "es ist ja so ein Generationsding, das können die nicht", so ein bisschen "so war das eben und das ist so". Da hat jemand Ü70 ihren Mut in wenige Worte gepackt und gezeigt was leid tut und welcher Wunsch damit verbunden ist.

"Wie geht's Dir damit? Und was machst Du jetzt?" - ich mag Menschen, die die richtigen Fragen stellen. Es ist "irgendwie schön" und der Bauch regelt.

loser Gedanke 1 - "Ich kann hier nicht weitermachen, der Job macht mich zu einem unemphatischeren Menschen." Wie oft in mir dieser Satz von vor etlichen Jahren aufploppt. Der war so dahingesagt damals. Unscheinbar, aber bis heute haften geblieben, wegen der Bauchgefühligkeit. Und alles was da dran hing und dann kam - die Angst, das Ungewisse, die Veränderungen - umzudrehen zu einem "Bock drauf was gutes draus zu machen" - das hat ganz schön abgefärbt.

loser Gedanke 2 - "...da hast Du aber ganz schön getrödelt..." oder "...ist ja kein Wunder, wer fährt denn noch nicht-Tubeless...". Da ziehen mich Leute mit voller Absicht auf und ich mag's. Leute, die in sich ruhen und keine Angst ob anderer Leute Fitness haben. Alle machen ihr Ding, so wie es für jeden passt, ohne Neid, ohne Angst, ohne Vergleicherei - und ohne jegliche Abwertung.

loser Gedanke 3 - der Genmaicha is alle, hoffentlich gibt's die 1-Kilo-Packungen noch

loser Gedanke 4 - Abstand 

loser Gedanke 5 - Bauchgefühl 

15 September 2026

13 September 2026

Vom Feeling her

Was ein Abriss. Eine volle Freiheit ist schon muggelig, aber ne volle Freiheit am Abgehen ist vom Feeling her ein gutes Gefühl.

Das April-Ticket ist gut nachgereift, dieses Warten hat sich so richtig derbe gelohnt. Einfach nice, inklusive liebevoller Moshpits. Stellenweise war's knapp mit der angekratzten Stimme. Weil Kiez = Business = früher Beginn & Party danach. Und ich bin immer noch unentschlossen ob ich das gut oder doof finde. Bleibt so auf jeden Fall noch was vom restlichen Abend.





Alles ohne Drama, niemand stört sich an nicht an ihrem Platz verharrenden Menschen, Leuten die kreuz und quer auf dem Weg zu und von den Bars sind und random Leuten die asynchron bewegt einfach Spaß hatten. Sogar verlorene Brillen wurden vorsichtig über die Köpfe weitergereicht.

07 September 2026

Schönes gegen Doofes

Vor einem Monat mit Freunden aus Berlin, Hamburg und Dresden hier zum Konzert getroffen und dann mit Umwegen nach Hause geradelt. Weil es damals zeitlich nicht gepasst hatte, endlich mal wieder die Langzeitfreunde besucht. Großgewordene und ausgezogenen Kinder, Fachabi-Alter und Kinder der Kinder vom Bruder. Eine PV-Anlage die mittlerweile fast nur noch Schattenspender im Garten ist und mit der Grund war, dass ich das studiert was es dann wurde. Fachsimpeleien über Erdwärmesonden und Bohrgestänge, Elbpaddeleien und die Zeiten vor, während und nach der Wende.

Ein Samstag zusammen durch wilde Buntheiten und baufällige Fotomomente




K wie Kleingeldprinzessin. Die Ordner auf dem NAS sind halt schon etwas älter. Und jedes mal spring ich zwischen K und D. Schön, endlich mal in echt und draußen und bunt. und so passend zu Ort und Fühl als eins von drei älteren Liedern. Es war das letzte Konzert zum aktuellen Album das irgendwie ja drei sind - wie kann ein Mensch so Energie und gute Hoffnung verbreiten wie Dota? Oder bin ich da nur besonders empfänglich weil ich einfach so müde bin, von negativer Energie, schlechter Laune und ständigem Aufregen über alles? Vielleicht gerade deswegen so gut, da gewesen zu sein.



Ein Sonntag in Kernzonen, durch matschige Felswiesen und über Sandstein, ein mehrfaches Springen zwischen tschechischen und deutschen Funknetzen. Eine zufällige Begegnung an einer Engstelle, jemandin eine Höhenangst weggespottet und kurz darauf miteinander drüber gelacht und sich später zufällig wieder getroffen, eine schöne Unterhaltung über das woher und das Leben auf der Rückfahrt.


Die Rück- und Heimwege haben dann alle wieder zusammen geführt, auch den Rest der Verreisten und Arbeitenden. Eine schöne Sonntagsabendstimmung.

Ein Morgen fast in Routine, wie so oft - nur anders.


Ein Kaffee, ein Himmel, ein Ballon. Ein Moment.