2022/08/29

­čÄ×️ Everything Everywhere All at Once

Wieder zur├╝ck und deshalb gern noch einmal ins drau├čen-Kino die Stra├če runter. "Everything Everywhere All at Once" mit der gro├čartigen Michelle Yeoh. Die vielleicht erste frische Nacht des nahenden Herbstes, dank der 5mm Evazote aber prima muggelig. Eine sch├Âne Geschichte, gebastelt um parallele Universen und verletzte Seelen, Miefigkeit und B├╝rokratie, der Kampf Gut gegen B├Âse - rundum prima. Und dann noch die tolle Mischung aus Witz und Choreographie in den Kampfszenen. Mir hat er Spa├č gemacht und war eine tolle ├ťberraschung.


Weil genau am Tag 1 des Urlaubs angelaufen musste ich unbedingt schnell noch "Bullet Train" nachholen. Bevor er nicht mehr auf Leinwand zu sehen ist. Der Vorteil der Nachmittagsvorstellung wieder einmal - leer, perfekter Sitzplatz und drau├čen ein bisschen ungem├╝tliches Wetter. Insgesamt wie zu erwarten, viele neu durchgemischte Szenen wie man sie schon oft gesehen hat. Aber keinesfalls langweilig. Sehr dicht gepackt, die Zeit fliegt. Wie ein Schnellzug in Japan. Der blutige Teil war okay und nicht zu bestimmend. Ich bin immer noch am auflisten wo ich ├╝berall Anleihen und Zitate sehe.... Die Liste ist lang. Insgesamt hat der gro├če Pott Popcorn genau gepasst. 

2022/08/02

dystopisch normal

Samstag. Als langj├Ąhriger Fanboy musste ich einfach den kurzen Vortrag von Mark Benecke auf dem veganen Stra├čenfest auf dem Spielbudenplatz erwischen. Das letzte Mal sind wir irgendwo in Berlin auf nem Sara Noxx - Konzert ineinander gelaufen. Gef├╝hlte Ewigkeit her.

Es ging in einem kurzen, gewohnt pointierten Abriss um die Fragen der Zeit - grob "Wer bzw. Was ├╝berlebt hier eigentlich noch?"


1,5°C-Ziel? LOL. 4°C? Wird auch gerissen werden. Insgesamt macht mich das nicht wirklich nerv├Âs, die Zahlen und Fakten sind ja da. Die gef├╝hlten Anzeichen auch. Ich habe so gut wie keine Nachtfahrt mehr auf der ich die Brille aufsetzen muss. "Time's up" -der Titel sagt es ja schon sehr treffend. Keine Zeit um sich mit m├╝├čigen Diskussionen zu besch├Ąftigen ob da eine Windkraftanlage hinter dem Dorf Sinn macht oder st├Ârt. "Okay, du hast kein Bock drauf, dann k├Ânnen wir aufh├Âren weiterzureden und ne Limo trinken.". Letztlich ist es immer ein "kein Bock drauf".

Und damit bleibt es bei der letzten Entscheidung die da im Selbst getroffen werden muss - was mache ich pers├Ânlich? Ich bin kein Veganer, noch nicht einmal Vegetarier. So als Bestandsaufnahme heute. Ich habe in den letzten Jahren vllt. 4...5 mal im Jahr Fleisch gegessen, Fisch sicherlich ├Âfter. Milch, Eier, K├Ąse, Joghurt... alles st├Ąndiger Bestandteil dessen was ich esse. Was ich sehr ver├Ąndert wahrnehme, ist der steigende Anteil an Gem├╝se und Vegetarischem/Veganen. Warum? Weil es mittlerweile ├╝berall leicht verf├╝gbar ist, weil ich so sehr viel flexibler bin in der K├╝che und weil es mehr M├Âglichkeiten gibt zu experimentieren beim Kochen. Insgesamt also weil es eine Bereicherung ist. Aber irgendwie bin ich gespannt darauf, den Rest tierisch basierter Teile zu verkleinern. Der Kopf wei├č das ja schon l├Ąnger, weil es eben eine energetische Bilanzierung ist die erschreckend schlecht ausf├Ąllt. Die ganze Thematik der Ethik habe ich wahrscheinlich schon immer ein St├╝ck weit ignoriert. Weil man sich halt auch einfach davon distanzieren kann. Ja, ich hab mal mitgemacht beim Wild aufbrechen, selbst Fische ausgenommen, aber eben nie im totalen Kontext, mit der Ger├Ąuschkulisse des T├Âtens, dem Geruch von Blut und allem was dazugeh├Ârt. An gro├čen Tierst├Ąllen vorbeizuradeln l├Ąsst mich oft w├╝rgen weil es so konzentriert einfach olfaktorisch nicht aushaltbar ist. Beim Fleisch oder der Wurst fehlt mir tats├Ąchlich nichts, die Alternativen sind geil. Und wahrscheinlich auch beim Rest. Letztlich ist es immer ein "kein Bock drauf".

Warum dystopisch wenn es doch das normal sein wird? Der Vortrag im EU-Parlament: