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18 Oktober 2026

💧

Stunde um Stunde. Rauschen, Pladdern. Nur dicht vor dem Fenster der immer gleiche Rhythmus. Tropfen mit Namen. 

15 Oktober 2026

nichtkalt

Und alle haben ihre Meinung, der Kopf, der Bauch, das Herz. Und der Rest vom Körper auch. Wem zuhören, wem glauben, wem Mut zuflüstern? Dann bleibt Das ist wohl Dein Platz, zwischen der zweiten und sechsten Rippe - warmweich, mietfrei, Vollpension.*

13 Oktober 2026

Mehr als....

... eine Frage: "Wie geht es Dir?"

Ich krieg Gänsehaut, wenn mich das jemand fragt. Verbindung.

🎧


 

11 Oktober 2026

[ambivaˈlɛnts]

Tage, an denen sie schwerer auszuhalten ist.

Grautöne, Grautöne sind. Immer und in allem. Abstufungen, Schattierungen, Nuancen. Und irgendwie nicht nur grau, sondern Farben, unendlich viele. Ein Bunt fürs Leben. Schön, wie alle Wellenlängen so nebeneinander existieren, vielleicht ergänzen, vielleicht aufheben, vielleicht Kontrast oder eben einfach verschiedene Möglichkeiten sind.

09 Oktober 2026

laut.los

Immer noch Niemandsland. Der Zug hält, außer mir steigt niemand ein oder aus. Es ist nass, windig und noch halbdunkel. Ein Kilometer hinter dem Ortsschiild, in die Schneise abbiegen, der weiche Waldboden schluckt alles was vom Reifengeräusch noch übrig blieb.

04 Oktober 2026

nirgends...

...reinzupassen.

Niemand zeigt einem wie das geht, diese zig Seelen in einer Brust auszuhalten. Bitte ganz tief mittendrin und so weit bitte draußen wie möglich. Immer das Gefühl "zu" irgendwas zu sein. Ruhe finden im Chaos und die Stille im Nichts einem innerlichen Sturm gleich.

03 Oktober 2026

OK ̶B̶̶O̶̶O̶̶M̶̶E̶̶R̶ KID

Gibt Tage da ist mir alles egal. Da weiß ich nicht, ob ich gerade da sein möchte wo ich bin. Und wenn ich dann dort bin ist da immer noch dieses egal. Dann hab ich nen Abend lang Kloß im Hals beim Mitsingen, Tränen im Strobo, Seufzen im Krach.

23 September 2026

Re:

Es tut mir auch leid, ich dich auch.

[<3] 

20 September 2026

Bauchgefühl

Ich hatte eine schwarze Tafel an der Wand, vom Boden bis über meinen Kopf, von der Tür bis zum Fenster. Und jede Menge bunte Kreide. Nervig war immer, die abgewischte Kreide, bzw. die kunterbunte Soße von der Scheuerleiste aufzuwischen. Aber es war prima. Wildeste Dschungel oder Prärie mit Geiern - alles was gelesen, gehört und irgendwie aufgeschnappt wurde, kam irgendwann da drauf. Ich hatte es zu oft gesehen, im Atelier, dieses Zurücktreten, das Augenzusammenkneifen, den Pinsel zwischen die Lippen gepresst. Das sah irgendwie dazugehörend aus. Also hab ich das dann auch so gemacht, auch wenn da der Pinsel grad zu nix anderes benutzt wurde. Abstand, Überblick, wirken lassen.

15 September 2026

07 September 2026

Herz, dran

Klebt dran.

Braucht halt Zeit und Vertrauen sich anzulehnen, einzulassen und in etwas aufzugehen.

Ich war und bin nicht gut darin, Dinge wegzuwerfen und Verbindungen zu kappen. Mir ist diese Schnelllebigkeit zuwider, die da im Wegwerfen liegt. Ich habe nie verstanden, warum man kaputtmachen soll, was einem etwas bedeutet, nur weil ein Teil wegbricht. Vielleicht auch, weil ich gesehen habe, was diese destruktive Verbitterung mit Menschen anrichtet. "Hass ist das Gift, dass Du trinkst, während Du darauf wartest, dass der andere stirbt." - diesen Satz hat mir jemand vor sehr vielen Jahren einmal mitgegeben und ich bin diesem Menschen immer wieder dankbar dafür.

Und so klebt es da, an so vielen Ecken und Momenten. Mit Duosan Ambivalenz+.




[wie schwer es mir fällt, mein Herz abzuknibbeln von jemandem - trotz all der bösen Worte

vielleicht aber gerade deswegen

um genau das zu lernen und weil Hass nie gewinnen darf]

21 Juli 2026

16 Juli 2026

08 Juli 2026

~~~

Es geht nicht darum, ob da Wellen sind oder wie hoch die sind. Es geht auch nicht darum, wohin man treibt. Irgendwas mit Ottern.

still floating
still floating

05 Juli 2026

diffuskonkret

Langweilende Wochenstunden, Wochenend-Nichtstun, routiniertes Kram-Erledigen. Lange Gespräche mit ähnlichen Gedanken - wozu das alles?

Dinge von der schlechtes-Wetter-Liste abarbeiten, neue Dinge dazuschreiben. Mit gebremstem Elan die Lamello einrichten, ein paar Verbindungen mit Restholz üben.

Lamellofräse
Lamellofräse

Den wahrscheinlich letzten Rhabarber des Jahres verbacken und das Rezept endlich auf die richtige Balance aus Säure, Sysse, Quark und Frucht abgeändert.

Rhabarber-Quarkkuchen
Rhabarber-Quarkkuchen

Zwei Dutzend Accounts irgendwelcher online-Shops gelöscht, zwei weitere Dutzend auf die neuen Mails aktualisiert, Postfächer aufgeräumt und umgezogen.

Strassenfest mit Regen und Wind, linker lokaler Deutschrap, später herdenweise umherirrende  Helene-Fischer-Ultras und Fremdscham-Kostümierte.

Nachts dem Igel bei der Würmersuche am Kompost zuhören, gespeicherte Zugverbindungen buchen. 

Kino-Zeitreise zurück in die Zivi-Zeit. Kelly Slater, Jack Johnson, Ben Harper. Die Musik, die Wellen, die Filme, die Boards und wie ich Jahre später staunend vor deren Original Formen bei Cobra Int. stand. 

SURFILMUSIC
SURFILMUSIC

Unangenehme Aufgeräumtheiten, die sauber gestapelte Wäsche, keine Spüle ein- oder auszuräumen, nix zu putzen, nix zu reparieren, Essen für die Arbeitswoche fertig. Das fühlt sich alles so endlos langweilig an (wann werd' ich endlich von K.I. ersetzt?). Eine diffuskonkrete Traurigkeit.

Ach, Sommermelancholie, wann Du wohl wieder abhaust?

03 Juli 2026

nicht die lauten Momente

Die ganze Rumtreiberei, das ganze Entdecken fremder Orte, das rastlose Reisen - und am Ende bleiben unspektakuläre, fast zerbrechlich zarte Momente. Es sind nie die großen Ziele auf der Landkarte, die man da vorher hinlegt auf die Strecke. Es ist nicht der bestimmte Punkt, dieser besondere Berg, diese eine Stadt, oder jene tolle Sehenswürdigkeit - wo das Fühl dran kleben bleibt.

Der sonnenglitzernde See im Wald, die Libellen am Ufer auf den Zweigen im Wasser. Das Rauschen der Blätter des Küstenwindes. Die Wärme der Sonne im Holz des Steges im Rücken. Der Geruch des klaren Wassers und das leise Plätschern. Die zufriedene Ruhe, die uns dort überkam und sanft festhielt. Wenn ich die Augen schließe liegen wir wieder dort.

Seeufer mit Libellen
Seeufer mit Libellen

Es ist egal wo. Es ist egal wann. Diese leisen Momente, die einfach so passieren, die sich einfach so dazulegen und mitkommen. So entstehen sie wohl - all die Stunden, die man nicht vergisst. Von denen man keinem erzählen kann, weil niemand so fühlt wie es in diesem Moment da war. Geteilte Zeit - das wertvollste in der inneren Schatztruhe.

22 Februar 2026

MeckPomm

Kriegst mich aus MeckPomm aber MeckPomm nich aus mir.

Seit ner ganzen Weile immer wieder dieses MeckPomm-Gefühl wenn ich mir die Hinterlandgang auf die Ohren packe. Diese langen Wege, die durchfahrenden Fernzüge, die Schwalben und die Seen, der Strand und die Stallanlagen. Und die Suche nach den stabilen Leuten, der von der Geschichte weggewischten Identität, dem Sommergefühl zwischen den Touristen und der Tristesse abseits des Trubel. Besserer Opener als "Für alle" hätte es nicht geben können. Die Reise danach war so bunt wie die Erinnerungen an all die Dörfer und Städte, die Straßen und die Felder dazwischen. Tausende Radkilometer ziehen im Kopf nochmal vorbei, Jarmen, Loitz, Demmin, Tribsees, ach einfach alles. 

Gefühlt jede*r im molotow war nur irgendwie hier gestrandet und hat die Verbindung zu diesem Fleck auf der Erde nie fallen lassen. Ein Schnaps mit einem Micha aus damals drei Dörfer weiter. Textsicherheit in den lauten und leisen Zeilen. Ach MeckPomm, wie Du so an meinem Herz ziehst. Bitte hör nie auf damit.



Passt ganz gut auf den heutigen Regentag - diese Sehnsucht auf nen Sommerabend unter Sternen. Wir sehen uns, Du traurige Schönheit. Flauscht sich in den neuen "Sport im Osten" - Hoodie. 

21 Januar 2026

[ˈʊnɡədʊlt]

Mit mir. Mit nicht-mir. Mit wie es ist. Mit wie es sein soll.

Wann hört das endlich auf? Wann fängt das endlich an? Der Zeit bin ich egal.

20 Januar 2026

Hohe Wellen

Es fühlt sich alles so roh an. Da ist keine Schutzschicht mehr übrig, kein Zaun, keine Mauer. Dieses zerfetzte Herz so durch den Tag zu tragen - ein ständiges Navigieren, Ausweichen, behutsam sein. Innen wackelig, vulnerabel. Zerrissen und andere Worte, auf *issen endend. Versuche, diese Wellen nicht über mir zusammenschlagen zu lassen, nicht unterzugehen. Nicht gegen den Wind, mit den Wogen. Hoffen. Darauf, eines Tages ans ruhige Ufer gespült zu werden. Warmer Sand und ein bisschen Sonne dann, bitte. Und behutsames Auftreten zwischen dem scharfkantigen Muschelbruch, ein Festhalten um nicht abzurutschen auf den glatten Steinen.