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11 Oktober 2026

[ambivaˈlɛnts]

Tage, an denen sie schwerer auszuhalten ist.

Grautöne, Grautöne sind. Immer und in allem. Abstufungen, Schattierungen, Nuancen. Und irgendwie nicht nur grau, sondern Farben, unendlich viele. Ein Bunt fürs Leben. Schön, wie alle Wellenlängen so nebeneinander existieren, vielleicht ergänzen, vielleicht aufheben, vielleicht Kontrast oder eben einfach verschiedene Möglichkeiten sind.

Die guten Momente vermissen und über die schmerzhaften weinen. 
Jemanden lieben und nicht geliebt fühlen machen.
Von jemandem geliebt werden und nicht geliebt fühlen.
Das gleiche sagen und nicht das gleiche hören.




09 Oktober 2026

laut.los

Immer noch Niemandsland. Der Zug hält, außer mir steigt niemand ein oder aus. Es ist nass, windig und noch halbdunkel. Ein Kilometer hinter dem Ortsschiild, in die Schneise abbiegen, der weiche Waldboden schluckt alles was vom Reifengeräusch noch übrig blieb.

Stunden zwischen Bäumen, Sträuchern, Wiesen und Waldwegen. Spechte, Krähen, ein paar Kraniche in näherer Entfernung. Sonst nichts. Stille. Nur das Tropfen von Blatt zu Blatt,ab und an das Knacken eines Zweiges unter den nassen Schuhen.

Augen am Boden, Kopf voller Gedanken. Ab und an eine Pause, in den Himmel gucken. Die Sonne und die Pilze kommen raus. Ein bisschen Farbe im grau. Tut gut gerade. Heute. Hier. 

Es fällt nicht auf, dass es sich irgendwann zugezogen hat, dass es regnet, zu sehr ist der Körper vom Wald verschlungen, zu sehr der Kopf am Sortieren.

Irgendwo zwischen den herbstlichen Spinnennetzen haben sich die schlechten Erinnerungen verfangen. 

Der Rückweg fühlte sich leichter an.








04 Oktober 2026

nirgends...

...reinzupassen.

Niemand zeigt einem wie das geht, diese zig Seelen in einer Brust auszuhalten. Bitte ganz tief mittendrin und so weit bitte draußen wie möglich. Immer das Gefühl "zu" irgendwas zu sein. Ruhe finden im Chaos und die Stille im Nichts einem innerlichen Sturm gleich.

Triff mich leise losheulen wenn sich Lieder durch mich wühlen, sieh mich mit nassen Augen zwischen Bäumen, Bergen,... ...Wassern ohne Ufer. Wie sehr mich dieses Sein schlaucht. Manchmal wünschte ich, ich hätte mehr konkrete Baustellen um das alles nicht mehr so intensiv wahrnehmen zu müssen. (jaja, irgendwas mit Privileg aushalten)

Trinkflaschen füllen, zwei, drei Sachen geschnappt, durch die Schluchten der Stadt, raus, ins Dunkle wo die Sterne heller werden und nur noch ein paar verspätete Gänse einen Ruheplatz suchen.

[Vielleicht ist dieses im-Schlafsack-Fühl einfach das Geborgenheitsähnlichste was mich gerade ruhig schlafen lässt.]

03 Oktober 2026

OK ̶B̶̶O̶̶O̶̶M̶̶E̶̶R̶ KID

Gibt Tage da ist mir alles egal. Da weiß ich nicht, ob ich gerade da sein möchte wo ich bin. Und wenn ich dann dort bin ist da immer noch dieses egal. Dann hab ich nen Abend lang Kloß im Hals beim Mitsingen, Tränen im Strobo, Seufzen im Krach.

Stadt ohne Meer, Hoffnung Stirbt, Schwimmen, Kaffee warm, Cold Brew, Verschwende mich, Die Kids sind alright, Es ist wieder Februar, Wie ein echter Mann, Farbfilm, Rave on

<3


und eben Hör nie auf.


20 September 2026

Bauchgefühl

Ich hatte eine schwarze Tafel an der Wand, vom Boden bis über meinen Kopf, von der Tür bis zum Fenster. Und jede Menge bunte Kreide. Nervig war immer, die abgewischte Kreide, bzw. die kunterbunte Soße von der Scheuerleiste aufzuwischen. Aber es war prima. Wildeste Dschungel oder Prärie mit Geiern - alles was gelesen, gehört und irgendwie aufgeschnappt wurde, kam irgendwann da drauf. Ich hatte es zu oft gesehen, im Atelier, dieses Zurücktreten, das Augenzusammenkneifen, den Pinsel zwischen die Lippen gepresst. Das sah irgendwie dazugehörend aus. Also hab ich das dann auch so gemacht, auch wenn da der Pinsel grad zu nix anderes benutzt wurde. Abstand, Überblick, wirken lassen.

Abstand ist ja immer ein Blumenstrauß an Möglichkeiten. Zum Vermissen, zum Ruhe genießen, zum Überblick verschaffen, zum Wahrnehmen was wirklich ist. Und eben auch um festzustellen, wo man alle Antworten schon hatte. Wo das Bauchgefühl schon längst wusste, was kommt.

Der Move mit dem Streichfett - Chapeau - hatte funktioniert. In dem Moment hatte ich gegen mein Bauchgefühl gestimmt.

Ich glaub, es gibt keinen idealen Zeitpunkt. Ich schätze die Vorsicht, mit der versucht wurde, mir die Augen zu öffnen. Das ist lieb, war aber eben zu spät. Ich schätze auch die Geduld, sich endlose Zeilen und Ausschnitte durchzulesen und diplomatisch damit umgehen zu wollen. Letztlich alles völlig unnötig, weil der wichtigste Ratgeber ja immer an Bord ist. Bauch, so wichtig.

[Hier stehen jetzt Dinge über Körper, jemandes Selbstbild und Unsicherheiten, Bodyshaming dritter und warum ich da so sensibel bin und mir das sofort auffällt, ganz bewusst nicht.]

Manchmal sollte ich mehr auf mein Bauchgefühl achten.

Ich mag Mathematik, sogar Statistik und Wahrscheinlichkeit (wenn das mein Mathe-Prof wüsste...). Und doch gibt es manchmal Momente, bei denen da noch etwas anderes wirkt. Ich kenne Menschen, die dann instantan mit Schwurbeldimensionen anfangen, oder Schwingungen oder dem Universum. Ich bleib bei Zufall.

Ebendieser, gerade jetzt. "Es ist halt was sehr anderes, wenn Du vieles miteinander durchgestanden hast." - nicht meine Worte, aber von jemandem, der es wissen muss. "Respektvolles Loslassen" trifft's ganz gut. Geht nämlich alles ohne verbrannte Erde. Und dann ist es einfach ein Zufall der passiert und sein darf. Und wenn da in einer Bio ein "let go of what was, accept what is, have faith in what will be" steht und man dazu nicken kann dann ist das in Ordnung so. Und dann kann man sich fragen und antworten und weiß, wie gut es war und ist, sich diesen Respekt zu erhalten. Das ist (Zitat) "irgendwie schön" und dabei ist das ein Stück Eigenlob, wegen des gelebten Verzeihens.

Ich hab da sehr genau zugehört, wie jemand über seine Vergangenheiten spricht - nicht nur über die Details, sondern was davon geblieben ist, welche Einstellung, welche Haltung. Das erzählt einfach alles was ein Bauchgefühl so braucht.

[Hier stehen jetzt Dinge über die formulierten Bilder und Äußerungen über Vergangenheiten, ob Menschen, Jobs oder Situationen und warum mein Bauch da ebenfalls Alarm geflüstert hat, ganz bewusst nicht.]

Und wenn schon Zufall, dann eine ordentliche Portion für mich bitte. Keine 48 Stunden später eine Seite Papier, handgeschrieben. Von wegen "es ist ja so ein Generationsding, das können die nicht", so ein bisschen "so war das eben und das ist so". Da hat jemand Ü70 ihren Mut in wenige Worte gepackt und gezeigt was leid tut und welcher Wunsch damit verbunden ist.

"Wie geht's Dir damit? Und was machst Du jetzt?" - ich mag Menschen, die die richtigen Fragen stellen. Es ist "irgendwie schön" und der Bauch regelt.

loser Gedanke 1 - "Ich kann hier nicht weitermachen, der Job macht mich zu einem unemphatischeren Menschen." Wie oft in mir dieser Satz von vor etlichen Jahren aufploppt. Der war so dahingesagt damals. Unscheinbar, aber bis heute haften geblieben, wegen der Bauchgefühligkeit. Und alles was da dran hing und dann kam - die Angst, das Ungewisse, die Veränderungen - umzudrehen zu einem "Bock drauf was gutes draus zu machen" - das hat ganz schön abgefärbt.

loser Gedanke 2 - "...da hast Du aber ganz schön getrödelt..." oder "...ist ja kein Wunder, wer fährt denn noch nicht-Tubeless...". Da ziehen mich Leute mit voller Absicht auf und ich mag's. Leute, die in sich ruhen und keine Angst ob anderer Leute Fitness haben. Alle machen ihr Ding, so wie es für jeden passt, ohne Neid, ohne Angst, ohne Vergleicherei - und ohne jegliche Abwertung.

loser Gedanke 3 - der Genmaicha is alle, hoffentlich gibt's die 1-Kilo-Packungen noch

loser Gedanke 4 - Abstand 

loser Gedanke 5 - Bauchgefühl 

15 September 2026

07 September 2026

Herz, dran

Klebt dran.

Braucht halt Zeit und Vertrauen sich anzulehnen, einzulassen und in etwas aufzugehen.

Ich war und bin nicht gut darin, Dinge wegzuwerfen und Verbindungen zu kappen. Mir ist diese Schnelllebigkeit zuwider, die da im Wegwerfen liegt. Ich habe nie verstanden, warum man kaputtmachen soll, was einem etwas bedeutet, nur weil ein Teil wegbricht. Vielleicht auch, weil ich gesehen habe, was diese destruktive Verbitterung mit Menschen anrichtet. "Hass ist das Gift, dass Du trinkst, während Du darauf wartest, dass der andere stirbt." - diesen Satz hat mir jemand vor sehr vielen Jahren einmal mitgegeben und ich bin diesem Menschen immer wieder dankbar dafür.

Und so klebt es da, an so vielen Ecken und Momenten. Mit Duosan Ambivalenz+.




[wie schwer es mir fällt, mein Herz abzuknibbeln von jemandem - trotz all der bösen Worte

vielleicht aber gerade deswegen

um genau das zu lernen und weil Hass nie gewinnen darf]

21 Juli 2026

16 Juli 2026

08 Juli 2026

~~~

Es geht nicht darum, ob da Wellen sind oder wie hoch die sind. Es geht auch nicht darum, wohin man treibt. Irgendwas mit Ottern.

still floating
still floating

05 Juli 2026

diffuskonkret

Langweilende Wochenstunden, Wochenend-Nichtstun, routiniertes Kram-Erledigen. Lange Gespräche mit ähnlichen Gedanken - wozu das alles?

Dinge von der schlechtes-Wetter-Liste abarbeiten, neue Dinge dazuschreiben. Mit gebremstem Elan die Lamello einrichten, ein paar Verbindungen mit Restholz üben.

Lamellofräse
Lamellofräse

Den wahrscheinlich letzten Rhabarber des Jahres verbacken und das Rezept endlich auf die richtige Balance aus Säure, Sysse, Quark und Frucht abgeändert.

Rhabarber-Quarkkuchen
Rhabarber-Quarkkuchen

Zwei Dutzend Accounts irgendwelcher online-Shops gelöscht, zwei weitere Dutzend auf die neuen Mails aktualisiert, Postfächer aufgeräumt und umgezogen.

Strassenfest mit Regen und Wind, linker lokaler Deutschrap, später herdenweise umherirrende  Helene-Fischer-Ultras und Fremdscham-Kostümierte.

Nachts dem Igel bei der Würmersuche am Kompost zuhören, gespeicherte Zugverbindungen buchen. 

Kino-Zeitreise zurück in die Zivi-Zeit. Kelly Slater, Jack Johnson, Ben Harper. Die Musik, die Wellen, die Filme, die Boards und wie ich Jahre später staunend vor deren Original Formen bei Cobra Int. stand. 

SURFILMUSIC
SURFILMUSIC

Unangenehme Aufgeräumtheiten, die sauber gestapelte Wäsche, keine Spüle ein- oder auszuräumen, nix zu putzen, nix zu reparieren, Essen für die Arbeitswoche fertig. Das fühlt sich alles so endlos langweilig an (wann werd' ich endlich von K.I. ersetzt?). Eine diffuskonkrete Traurigkeit.

Ach, Sommermelancholie, wann Du wohl wieder abhaust?

03 Juli 2026

nicht die lauten Momente

Die ganze Rumtreiberei, das ganze Entdecken fremder Orte, das rastlose Reisen - und am Ende bleiben unspektakuläre, fast zerbrechlich zarte Momente. Es sind nie die großen Ziele auf der Landkarte, die man da vorher hinlegt auf die Strecke. Es ist nicht der bestimmte Punkt, dieser besondere Berg, diese eine Stadt, oder jene tolle Sehenswürdigkeit - wo das Fühl dran kleben bleibt.

Der sonnenglitzernde See im Wald, die Libellen am Ufer auf den Zweigen im Wasser. Das Rauschen der Blätter des Küstenwindes. Die Wärme der Sonne im Holz des Steges im Rücken. Der Geruch des klaren Wassers und das leise Plätschern. Die zufriedene Ruhe, die uns dort überkam und sanft festhielt. Wenn ich die Augen schließe liegen wir wieder dort.

Seeufer mit Libellen
Seeufer mit Libellen

Es ist egal wo. Es ist egal wann. Diese leisen Momente, die einfach so passieren, die sich einfach so dazulegen und mitkommen. So entstehen sie wohl - all die Stunden, die man nicht vergisst. Von denen man keinem erzählen kann, weil niemand so fühlt wie es in diesem Moment da war. Geteilte Zeit - das wertvollste in der inneren Schatztruhe.

22 Februar 2026

MeckPomm

Kriegst mich aus MeckPomm aber MeckPomm nich aus mir.

Seit ner ganzen Weile immer wieder dieses MeckPomm-Gefühl wenn ich mir die Hinterlandgang auf die Ohren packe. Diese langen Wege, die durchfahrenden Fernzüge, die Schwalben und die Seen, der Strand und die Stallanlagen. Und die Suche nach den stabilen Leuten, der von der Geschichte weggewischten Identität, dem Sommergefühl zwischen den Touristen und der Tristesse abseits des Trubel. Besserer Opener als "Für alle" hätte es nicht geben können. Die Reise danach war so bunt wie die Erinnerungen an all die Dörfer und Städte, die Straßen und die Felder dazwischen. Tausende Radkilometer ziehen im Kopf nochmal vorbei, Jarmen, Loitz, Demmin, Tribsees, ach einfach alles. 

Gefühlt jede*r im molotow war nur irgendwie hier gestrandet und hat die Verbindung zu diesem Fleck auf der Erde nie fallen lassen. Ein Schnaps mit einem Micha aus damals drei Dörfer weiter. Textsicherheit in den lauten und leisen Zeilen. Ach MeckPomm, wie Du so an meinem Herz ziehst. Bitte hör nie auf damit.



Passt ganz gut auf den heutigen Regentag - diese Sehnsucht auf nen Sommerabend unter Sternen. Wir sehen uns, Du traurige Schönheit. Flauscht sich in den neuen "Sport im Osten" - Hoodie. 

21 Januar 2026

[ˈʊnɡədʊlt]

Mit mir. Mit nicht-mir. Mit wie es ist. Mit wie es sein soll.

Wann hört das endlich auf? Wann fängt das endlich an? Der Zeit bin ich egal.

20 Januar 2026

Hohe Wellen

Es fühlt sich alles so roh an. Da ist keine Schutzschicht mehr übrig, kein Zaun, keine Mauer. Dieses zerfetzte Herz so durch den Tag zu tragen - ein ständiges Navigieren, Ausweichen, behutsam sein. Innen wackelig, vulnerabel. Zerrissen und andere Worte, auf *issen endend. Versuche, diese Wellen nicht über mir zusammenschlagen zu lassen, nicht unterzugehen. Nicht gegen den Wind, mit den Wogen. Hoffen. Darauf, eines Tages ans ruhige Ufer gespült zu werden. Warmer Sand und ein bisschen Sonne dann, bitte. Und behutsames Auftreten zwischen dem scharfkantigen Muschelbruch, ein Festhalten um nicht abzurutschen auf den glatten Steinen.



19 Januar 2026

Eigentlich...

....müsste es mir gut gehen. Das ganze Außenleben meint es gut mit mir. Das mit Zeit gegen Geld eintauschen, auch wenn ich nicht weiß wofür. Das mit dem dabei auch Freude und Sinn zu haben. Das mit dem Auszeit davon nehmen, auch wenn es noch keine Pläne für die vier Wochen im Sommer gibt. Das mit dem dann immer noch ein Dutzend freie Tage im Jahr unterbringen zu können. Das mit den 18 Konzerten, die da in den Kalender gekrümelt sind und manche davon laut seufzen. Das mit groben Ideen für lange Kilometer, auch wenn mir lieber wäre der Tracker hätte einen Sinn. All das im außen wartet fragend ab. Ob es so überhaupt gut sein kann. Ob es aufwiegen kann was für innen fehlt. 

Mal wieder in Geborgenheit einschlafen. 💤

#wasfehlt 

[ich weiß es doch auch nicht]



Shocking Blue - Daemon Lover


Drei Stunden Dauerschleife, Kopf an die Fensterscheibe gelehnt, Sonnenaufgang, die vorbeifließenden Bilder haben das richtige Tempo.

18 Januar 2026

woher, wohin

Im halbdunkel eins von den Büchern gegriffen die da schon ein paar Tage warten. Zwischen den Seiten eine Reise zurück in ein Land dass es nicht mehr gibt, passend "Fabelland". Orte, Namen, Zeitpunkte. Alles irgendwie vertraut und doch als ob es irgendwo verschütt gegangen ist. Unter all dem Wahn dieser Zeiten, dem Geeile durch die Jahre. Die Unterschiede, zwischen dem wie es eine eigene Ästhetik, Formsprache gab, die durch Seelenlosigkeit der landauf landab gleichlackierten oder feuerverzinkten Bushaltestellen ersetzt wurde. Was bleibt, wenn es noch nicht einmal einen Namen hat, kein Bewusstsein gibt? 


Eine Reise auf der Suche nach dem woher. Harte Flashbacks flackern auf der Leinwand. Betretenes Schweigen im Saal und gedämpfte Sätze auf dem Weg im Dunkeln.

Menschen, deren Geschichte ich nicht kenne und deren Erinnerungen dann so viel ähnliches erzählen. Eine Nacht im nichtostalgischen Zurücktasten.

Ich weiß nicht genau, warum mich das gerade alles so suchen lässt. Und wonach genau eigentlich. Vielleicht weil ich etwas wiedergefunden habe in den letzten zwei Jahren. Vielleicht weil es etwas nichtsichtbares Verbindendes gab, eine Vergangenheit die sich nicht in den Vordergrund drängt aber immer Teil war, sein wird. Vielleicht weil ich schon lange danach gesucht habe, einem zuhause-Gefühl, wie ein fehlendes Puzzleteil. All das macht gerade nichts leichter. Das Vermissen guckt mit mir in die Sonne. Keine Ahnung wieviel Leben noch kommen, das hier ist vor zehn Jahren verlängert worden.

16 Januar 2026

nichts hält

Die Waage fragt ob es mir gut geht. Vielleicht soll ich in den Bergen fahren. Ich koche, gerne und mit Geduld. Allein - es will mich nicht zusammenhalten. Was das Herz verbrennt. Liebe geht durch den Magen, nur anders als gedacht. Hoffentlich bleiben noch 21 Gramm übrig. Ins Leere treten, im nichts anhalten. Der Fluss bleibt stumm. Ich möchte schreien. Bin neidisch, wie nah sich Eisschollen einander kommen. Alles leer, alles ohne. Zwei Käuzchen, eine Maus, ein paar dampfende Pferde. Ich wäre jetzt gern nicht hier. Nicht ohne.