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12 Juli 2026

Draußendrinnen

Bisschen Garten-Gedöns, bisschen chillen, bisschen Zeug ausmisten, bisschen Papierkram, bisschen Essen für die Arbeit preppen, bisschen kompletten Tag Radio hören...

Bitte wegschauen!

Mal wieder aus Langeweile Theaterprogramme gestöbert. Meistens ärgere ich mich dann weil wieder mal irgendwas interessantes ausverkauft ist. Glück - zwei freie Plätze erste Reihe.

Keine Ahnung, keine Erwartung, keine Spoiler. Das meiste ist damals glücklicherweise an mir vorbei gegangen, ganz vermeiden ließ sich das aber leider nicht. Drei "Akte" - "TIMMY, DIE HOPE STIRBT ZULETZT". Ernst-Deutsch-Theater enttäuscht nie. Das Stück war ein auf den Punkt wilder Ritt durch diese cringe Mischung aus Projektion, Schwurbelei, Religiösitätigkeiten mit reichlich überspitztem Blick auf das ganze bekloppte Spiel um ein sterbendes Tier. Stellenweise harte Arbeit der DarstellerInnen, nicht loszulachen und auch ein bisschen Uraufführungsaufregung, hach.

Peta-Plakat in U-Bahn-Haltestelle "wenn ich groß bin, möchte ich kein Nugget werden"
Peta-Plakat in U-Bahn-Haltestelle "wenn ich groß bin, möchte ich kein Nugget werden"

Timmy am Kreuz
Timmy am Kreuz

Zweiter Akt, Podiumsdiskussion. Tierschutz, Empathie, Massentierhaltung, Vereinnahmung der "Rettung" durch Rechts, warum und wie wir wegschauen. Toll, dass Franca Parianen in der Runde dabei war und klar auseinander genommen hat, wie wir da funktionieren. Oder eben nicht. Die beiden Tierrechtler Anna Schubert und Hendrik Haßel, wie sie durch die Prozesse kämpfen weil sie gezeigt haben, wie Millionen Schweine mit CO2 getötet werden - einfach nur uff. Der dunkle Raum, die Sekunden Bewegtbilder, aber am heftigsten der Sound. Man möchte jeden Menschen, der meint, Tiere essen wäre okay, da durchschleifen. Ich war das lange in meinem Leben, und ich schaue auch immer noch weg. Kognitive (Rest-)Dissonanz.

Motto der Fleischindustrie
Motto der Fleischindustrie

Mord
Mord

Der letzte Akt - Tulpe. Klar, "Sprengt den Wal!" - beste Antwort auf all die Identifizierungen, Vereinnahmungen, Pseudohilfen und Auswüchse um ein sterbendes Tier. So in der Kombination mit Stück und Diskussion sicherlich nicht noch einmal zu erleben. Und abseits der viralgängigen Hits gab's noch ein paar Perlen wie "Enfant Sensible" und "Verglühn".

Tulpe -Sprengt den Wal!
Tulpe -Sprengt den Wal!

edit: NDR

(es gibt auf der 80km-längerer Heimweg-Runde diese eine Stelle, durchzogen von Wassergräben, Schilfränder, Wasservögel, halbtote Bäume, im Winter kalter Wind über das flache Land, dichte Nebelbänke im Herbst und eben ganz besonders grüne weiche Weidewiesen dazwischen. Vorgestern mit den Gedanken noch bei dem vom Rad gekippten Alki und den erst aufgefrischten Automatismen und der Blick bleibt an den Rindern auf der Weide hängen. Manchmal vergehen da nur Sekundenbruchteile und doch sind das Ewigkeiten, wenn sich die Blicke treffen. Die sind dort so in ihrem Element, chillen und weiden durch das Gras und alles nur um als Menschenfutter zu sterben. Ich weiß nicht so richtig, woher das kommt, dass ich immer öfter solche Gedankenfetzen während der Draußenkilometer bekomme, und ich weiß auch nicht so richtig wohin damit.)

03 Juli 2026

those nights

Lange Abende. Wetter, das irgendwann lange Shirts verlangt. Lange Gespräche, die irgendwann lange Pausen verlangen. 

Mangold
Mangold

Mangold, getrocknete Tomaten, Parmesanschlonze
Mangold, getrocknete Tomaten, Parmesanschlonze

Quiche im Ofen
Quiche im Ofen 

01 Juli 2026

Wie Erinnerungen schmecken

Diese Jahreszeit in der die Natur sich selbst überholt und sich jeden Tag bunt in die Küche wirft. Ich weiß noch, dass ich mal drei Eimer Johannisbeeren gepflückt habe und man es den Sträuchern überhaupt nicht angesehen hat. Es dann aber gefühlt jede Woche ein Glas Gelee zu leeren galt - monatelang. Tomatenjahre, an denen die Decke in der Küche vom Ketchupkochen rote Flecken bekam, oder es monatelang Kartoffeln in jeder Variante gab. Gurken und Zucchini, die dann doch nur auf dem Kompost landeten weil es schlicht zu viel war, was da reifte. 

Und dann sind da noch die kleinen Erinnerungen, so wie an die Schale mit der kleingewiegten Kresse, mit Butter und hart gekochtem Ei, ein bisschen Salz, Pfeffer und Muskat. 

Gartenkresse, Wiegeeisen, Butter, Ei
Gartenkresse, Wiegeeisen, Butter, Ei

Brotaufstrich
Brotaufstrich





21 Januar 2026

Irgendwo...

...muss sie ja hin, die Energie. Die kleinen guten Dinge, das schöne Wetter aus Richtung Ost, paar Seiten lesen abends. Die Eichhörnchen kommen wieder öfter vorbei.

"für" die freien Radikale

Kartoffelklöße
Rotkraut mit Wellant
Kräutersaitlinge in Pfefferbutter
karamellisierte Schalotte
(parallel die Lasagne für auf Arbeit im Ofen)

Buntes gegen Doofes

der Wind zuppelt aus Richtung Osten 


16 Januar 2026

Tüften

So'n bisschen schön gerade, festzustellen, dass der Mitgründer einer meiner früheren Stationen immer noch einer von den Guten ist. Und er die Kartoffeln nicht in die Biogasanlage gehen lässt. Er war damals der erste, der ging als Ellenbogen ausgefahren wurden. Ich mag Leute, die sich in solchen Situationen ihren Anstand erhalten. Das ganze Beef war auch einer der Gründe, warum ich dann ein halbes Jahr später gekündigt habe. Wir haben uns dann noch ein- zweimal in den Jahren danach gesehen und gequatscht über dass was es braucht in Zukunft. Irgendwie hat er mir damals gezeigt, dass Vertrauen in Menschen wichtiger ist als deren Können. Das kommt dann nämlich mit der Zeit von ganz alleine. So wie bei meinem Studi jetzt und den anderen, die hier über die letzten Jahren dazugekommen sind.

29 November 2025

02 August 2022

dystopisch normal

Samstag. Als langjähriger Fanboy musste ich einfach den kurzen Vortrag von Mark Benecke auf dem veganen Straßenfest auf dem Spielbudenplatz erwischen. Das letzte Mal sind wir irgendwo in Berlin auf nem Sara Noxx - Konzert ineinander gelaufen. Gefühlte Ewigkeit her.

Es ging in einem kurzen, gewohnt pointierten Abriss um die Fragen der Zeit - grob "Wer bzw. Was überlebt hier eigentlich noch?"


1,5°C-Ziel? LOL. 4°C? Wird auch gerissen werden. Insgesamt macht mich das nicht wirklich nervös, die Zahlen und Fakten sind ja da. Die gefühlten Anzeichen auch. Ich habe so gut wie keine Nachtfahrt mehr auf der ich die Brille aufsetzen muss. "Time's up" -der Titel sagt es ja schon sehr treffend. Keine Zeit um sich mit müßigen Diskussionen zu beschäftigen ob da eine Windkraftanlage hinter dem Dorf Sinn macht oder stört. "Okay, du hast kein Bock drauf, dann können wir aufhören weiterzureden und ne Limo trinken.". Letztlich ist es immer ein "kein Bock drauf".

Und damit bleibt es bei der letzten Entscheidung die da im Selbst getroffen werden muss - was mache ich persönlich? Ich bin kein Veganer, noch nicht einmal Vegetarier. So als Bestandsaufnahme heute. Ich habe in den letzten Jahren vllt. 4...5 mal im Jahr Fleisch gegessen, Fisch sicherlich öfter. Milch, Eier, Käse, Joghurt... alles ständiger Bestandteil dessen was ich esse. Was ich sehr verändert wahrnehme, ist der steigende Anteil an Gemüse und Vegetarischem/Veganen. Warum? Weil es mittlerweile überall leicht verfügbar ist, weil ich so sehr viel flexibler bin in der Küche und weil es mehr Möglichkeiten gibt zu experimentieren beim Kochen. Insgesamt also weil es eine Bereicherung ist. Aber irgendwie bin ich gespannt darauf, den Rest tierisch basierter Teile zu verkleinern. Der Kopf weiß das ja schon länger, weil es eben eine energetische Bilanzierung ist die erschreckend schlecht ausfällt. Die ganze Thematik der Ethik habe ich wahrscheinlich schon immer ein Stück weit ignoriert. Weil man sich halt auch einfach davon distanzieren kann. Ja, ich hab mal mitgemacht beim Wild aufbrechen, selbst Fische ausgenommen, aber eben nie im totalen Kontext, mit der Geräuschkulisse des Tötens, dem Geruch von Blut und allem was dazugehört. An großen Tierställen vorbeizuradeln lässt mich oft würgen weil es so konzentriert einfach olfaktorisch nicht aushaltbar ist. Beim Fleisch oder der Wurst fehlt mir tatsächlich nichts, die Alternativen sind geil. Und wahrscheinlich auch beim Rest. Letztlich ist es immer ein "kein Bock drauf".

Warum dystopisch wenn es doch das normal sein wird? Der Vortrag im EU-Parlament:

09 November 2013

06 November 2013

25 April 2013

got milk?

So'n bisschen Klischee isses ja schon, aber was soll ich machen? Das Glas Milch am morgen is bei mir auch Standard. Für ganz Eilige gibts den passenden Tetrapackhalter für's Rad.


 

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09 April 2013

06 April 2013

Couscoussalat

Couscous
Salz
etwas Olivenöl
1 faustgroße Tomate
1/2 grüne Gurke
1 Bund Petersilie
1 Zitrone


 

Couscous mit Salz und Olivenöl vermengen, warmes Wasser drauf, quellen lassen. Tomate und Gurke kleinwürfeln, mit der gehackten Petersilie und dem Zitronensaft unter den abgekühlten Couscous heben.

27 Januar 2013

Spülkastenkruste, jawoll!

...so stell ich mir die jedenfalls vor. Ich mach ja gerne einiges mit. N' Chili in einer Hinterhofspelunke in Mexiko, frittierte Insekten in Thailand, Vegemite in down under, alles kein Ding wenn auch nicht ein tägliches Muss. Aber wie zum Teufel müssen Geschmackstester bei Lindt eigentlich drauf sein um sowas zu fabrizieren:


Ich habs versucht. Zweimal. Ohne Erfolg. Ich komm da einfach nich ran. Hier haben die echt eine Kreation der Kreation willen zusammengehauen. Schade um die Rohstoffe. Ich hab die für das Foto extra nochmal aus'm Müll gefischt.

10 August 2010

Prost!


30 Euronen plus Versand sind mir'n bissl arg viel - vielleicht lässt sich das ja aus nem alten Sattelklemmung und ner Flex selbst basteln.

26 Februar 2010

wo es anfing...

draussen vor der stadt, hinter einer selbst für licht undurchdringlichen meterdicken gestrüpphecke, hinter der ein großes gartengrundstück zumeist mit einer einzigen sorte gemüse bepflanz war - dahinter gab es einen weiteren, naja garten kann man nicht dazu sagen... wir haben einen brunnen ausgehoben, eine handpumpe draufgeschraubt, wochenlang unkraut gehackt, umgegraben, urbar gemacht. genau dort hatte ich mein erstes eigenes beet. und darauf pflanzte ich meine erste eigene kartoffel. ich hegte und pflegte, goss und häufte die erde an, behütete sie vor mäusen, kartoffelkäfern und trockenheit. und wurde belohnt. die haut war unvergleichlich zart. keine ähnlichkeit mit den erdverkrusteten graubraunen dingern aus der kaufhalle. man musste sie geradezu vorsichtig waschen, wollte man die zarte schale nicht verletzen... ich weiss nicht mehr wie ich sie gegessen habe, aber ich bin mir sicher dass ich peinlich genau darauf geachtet habe, auch ja unbedingt meine kartoffeln von meinem beet auf den teller zu bekommen.

kartoffeln sind wichtig. für einen menschen. linda, welcome back.

27 Juni 2009

Also wenn das Paradies so teuer ist,

...will ich lieber in die Hölle. Oder so. Jedenfalls ist das Frischeparadies mir'n bissl arg teuer. Also es ist ja nicht so, das ich nicht wüsste, das gute Qualität auch ihren Preis hat, dazu geb ich doch manchmal den einen oder andern Euro mehr für ... z.B. Fahrradtechnik aus. Aber ne Packung Nori-Blätter für 10€ sind ganz schön mutig wenn ringsrum n Haufen Asialäden das gleiche zu nem Viertel des Preises anbieten. Wie auch immer - mich hat da nichts begeistern können, typischer Feinkostladen, der aber - und das muss man ja mal respektvoll erwähnen - ne coole Architektur hat. Hätt man ja auch wie toom nebenan machen können - mit Wellblech und so.



Einzig die Fischtheke wird mich wohl mal wiedersehen. Schliesslich gibt es ja den typischen Fischladen wie früher nicht mehr. Und für Sushiqualität nicht mehr durch die halbe Stadt zu müssen hat ja auch was.



Naja, man findet hier schon Sachen, die man nicht überall sieht. Schon gar nicht nebeneinander.

12 Oktober 2008

Pfeffer vs. Chili



Nach viel mehr ist mir heute nicht.