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18 Januar 2026

woher, wohin

Im halbdunkel eins von den Büchern gegriffen die da schon ein paar Tage warten. Zwischen den Seiten eine Reise zurück in ein Land dass es nicht mehr gibt, passend "Fabelland". Orte, Namen, Zeitpunkte. Alles irgendwie vertraut und doch als ob es irgendwo verschütt gegangen ist. Unter all dem Wahn dieser Zeiten, dem Geeile durch die Jahre. Die Unterschiede, zwischen dem wie es eine eigene Ästhetik, Formsprache gab, die durch Seelenlosigkeit der landauf landab gleichlackierten oder feuerverzinkten Bushaltestellen ersetzt wurde. Was bleibt, wenn es noch nicht einmal einen Namen hat, kein Bewusstsein gibt? 


Eine Reise auf der Suche nach dem woher. Harte Flashbacks flackern auf der Leinwand. Betretenes Schweigen im Saal und gedämpfte Sätze auf dem Weg im Dunkeln.

Menschen, deren Geschichte ich nicht kenne und deren Erinnerungen dann so viel ähnliches erzählen. Eine Nacht im nichtostalgischen Zurücktasten.

Ich weiß nicht genau, warum mich das gerade alles so suchen lässt. Und wonach genau eigentlich. Vielleicht weil ich etwas wiedergefunden habe in den letzten zwei Jahren. Vielleicht weil es etwas nichtsichtbares Verbindendes gab, eine Vergangenheit die sich nicht in den Vordergrund drängt aber immer Teil war, sein wird. Vielleicht weil ich schon lange danach gesucht habe, einem zuhause-Gefühl, wie ein fehlendes Puzzleteil. All das macht gerade nichts leichter. Das Vermissen guckt mit mir in die Sonne. Keine Ahnung wieviel Leben noch kommen, das hier ist vor zehn Jahren verlängert worden.

25 April 2023

🎞️

Lieblingswohnzimmer und der für mich vielleicht beste Film des Jahres - Sisu. Wegen der Fantasy Film Nächte jede Menge Bilderbuch-Nerds im vollen Saal. Noch dazu die zweite Karte spontan an den Lieblings-Ex-Kollegen weitergegeben - der dann auch noch Zeit und auch richtig Spaß an dem Film hatte.

Nein, der John-Wick-Verweis ist irgendwie nicht passend, auch wenn der überall rausgeholt wird. Das lonesome-cowboy-revenge-artige ist an sich kein neues Thema weil etliche Male schon ähnlich erzählt. Aber noch nicht in dieser unheimlich schönen Ecke der Welt und in dieser achso typisch finnischen, mir sehr sympathischen Knarzigkeit. Insgesamt hat mich das eher an Eastwood-Western, The Hateful Eight und natürlich ein bisschen Inglourious Basterds erinnert.

Der Streifen soll Mitte Mai auch über die großen Kinos laufen, vielleicht geb ich mir den noch einmal. Auch weil mich die am Pulmankijärvi gedrehten Szenen einfach auf besondere Weise berühren. 

23 Februar 2023

SISU Trailer (2023)

Fast zwei Jahre ist es her, dass ich die Kolonne mit dem Nazi-Panzer während der Ruska2021 getroffen habe - nun ist er endlich da, der Trailer zu SISU - und bald auch der Film. Ich werd ihn definitiv gucken. 

Schon weil die Spitzhacke im Boden des Flugzeugs an Guitar Wolfs Attacke auf das Raumschiff in Wild Zero erinnert. Ja, ich mag C-movies. 

23 Januar 2023

🎞️

Hmpf. So geht es der Produktion wohl auch ein bisschen. 90 Millionen, große Namen, eine opulente Story um die Zeit des Übergangs zum Tonfilm herum ... und dann ein langer Film mit Längen, mit tollen Bildern und Farben, sicheren Witzen und trauriger Selbstreferenz. Was bleibt davon? Erstaunlich wenig. Ein Film den man sicher anschauen kann, der aber nicht sonderlich hängenbleiben wird. Schade irgendwie.


12 Dezember 2022

🎞️

Letzten Donnerstag mal wieder in den einladensten Sesseln der Stadt versunken Nach all den guten unterhaltenden Filmen der letzten Monate einer über genau die Branche in der all die Unterhaltung nicht ohne kaputte Strukturen und auf Machtgefällen zwischen alten weißen Männern und Frauen aufbaut. She Said. Auf der Sachebene war da jetzt nicht viel unbekanntes, dazu hatte ich das zu sehr verfolgt damals. Aber die Geschichten dahinter gehen halt unmittelbar immer total unter, fallen der Sensationslust zum Opfer und nach ein paar Monaten erinnert sich niemand außerhalb der betroffenen Leben und der Gerichte daran was das mit den Menschen gemacht hat.


Ein Film zum sich ernsthaft auf die Hand beißen und schämen. Weil wir alle von ihm produzierte Filme gefeiert haben. War uns wahrscheinlich egal, das wer und vor allem das mit welchem Verhalten.
Toll wie Maria Schrader das Ganze umgesetzt hat, das Interview mit ihr u.a. darüber in der aktuellen und letzten gedruckten dbmobil lohnt sich.

17 November 2022

🎞️


Lieblingswohnzimmer. Fast ein bisschen wie damals während des Studiums, donnerstags ein Labor oder ne Vorlesung sausen lassen, weil nachmittags ein ganz bestimmter Film anlaufen würde. Triangle of sadness war ja neulich schon einmal eine tolle Überraschung - prima Plottwist und dekadent-opulente Kapitalismuskritik. Dabei an der Vorschau zu the menu hängen geblieben. Boah, was ein schön makaberes Kammerspiel. Irgendwie kommt die Verzweiflung und Tragik erst nach dem Film so richtig rüber. Wie mit dem Lächeln in Slowiks (Ralph Fiennes) Gesicht beim Cheeseburger braten der unter der Brutalität liegende Schmerz sichtbar wird, freigelegt durch Margots (Ann Taylor-Joy) Präsenz in diesem abstrusen Abend. Die Köchin und der Koch mit denen ich mal eine Zeit lang zu tun hatte waren auch ein Stück darin zu finden, in der Resignation, der Erschöpfung und der Wut wie sie in Slowik die Liebe und Leidenschaft unter Besessenheit vergraben hat. Insgesamt ein etwas vorhersehbarer aber schön dicht gespielter Film und Plädoyer für mehr Spaß bei dem was man tut und weniger Menschen die einem dabei die Energie aussaugen,... ach, eigentlich steckt da noch so viel mehr drin. Toll wie viel gute Filme dieses Jahr im Kino waren - oder nur ein Zeichen dafür, dass die quasi unbegrenzte Möglichkeit von Streaming letztendlich vielleicht doch nicht so toll ist. Immer alles gucken können, oder gucken um Zeit rumzubringen.

Passend dazu die letzten Mac'n'cheese für dieses Jahr von Lieblingspartyrestaurant bekommen. Und getestet was aus dem Geburtstagsschnaps geworden ist - Absolut Melone mit Limette und Mineralwasser ^^

28 September 2022

🎞️ Don't Worry Darling

Kuchentransportbedingt mal die Öffis benutzt und dann auf dem Heimweg zwischen S- und U-Bahn das Savoy-Programm gecheckt. Ich liebe diese Momente ja sehr. Die Uhr sagte, dass die Werbung schon sechs Minuten laufen müsste, fünf bräuchte ich zum Kino - und der Film war mir in der Vorschau hängen geblieben -  Don't Worry Darling. Am Tresen keine Schlange, in der Lieblingsreihe mittig noch viel Platz, einmal Popcorn gemischt und ne Apfelschorle - und es lief noch ne Vorschau.

"please silence your mobile"

Die Bilder zunächst klischeehaft perfekt und glatt - prima zum Fremdschämen. Häppchenweise wird man an die zweite, darunterliegende Geschichte geführt, für meinen Geschmack allerdings zu zaghaft, zu unentschlossen. Ich hätte da gerne etwas mehr von der Deutlichkeit wie bei Cypher gesehen. Und so verläuft der Plot insgesamt nicht zu aufregend, nicht zu fordernd, aber deshalb eben auch leider nur so abziehbildartig wie die Szenen selbst. Die Musik und das Interieur sind hier zwar schön inszeniert und tauchen auch in der Story auf, aber immer nur halbherzig intensiv. Was schade ist, weil dadurch z.B. nichts von der Musik hängenbleibt. Und die Schauspieler? Das Schöne ist ja, wenn man nichts über einen Film, die Besetzung etc. weiß, dass ein paar Überraschungen bleiben. Dita von Teese zum Beispiel - sehr passend. Über Harry Styles kann man geteilter Meinung sein. Sicherlich zieht er ordentlich Publikum für den Film, Fangirls eh und insbesondere nach der Story mit Olivia Wilde hat der Presserummel ja was zu berichten gehabt. Aber am Ende bleibt eine eher flache Leistung. Die Connection zwischen Alice und Jack ist nicht da, zumindest nicht von Styles geliefert, Pugh ist hier einfach um Welten besser.

Nach Jahrzehnten nerdiger und dystopischer Scheinwelten im Kino darf ich erwarten, das der Exit-Point irgendwie klarer designed ist. Wir sind heute alle so techy unterwegs - da reicht mir das Hügelchen rauf und dann den verglasten Pavillon zu berühren irgendwie nicht aus, nicht wenn der so gar nicht auserzählt wird. Oder einfach etwas Originelleres.

Insgesamt bleibt von der Story aber das große Thema Selbstbestimmtheit und Gaslighting übrig. Und da hat mich sehr begeistert, wie Florence Pugh die Rolle ausgefüllt hat - solange sie das alleine tun kann. Im vermeintlichen Showdown der Offenbarung zwischen Alice und Frank fehlt da schon noch ein bisschen was, aber das liegt eher an Chris Pine. Ihr Können trägt den Film einfach über weite Strecken und lässt immer wieder Schlucken, das unvermeidliche Böse und ihren inneren Kampf der Zweifel und des Kämpfens spürbar werden.

Insgesamt eine gute Unterhaltung und bei dem beginnenden Herbst da draußen ein bisschen sonnige Auszeit.


04 September 2022

🎞️ Die wundersame Welt des Louis Wain

Draußen-Kino um die Ecke, war schön mit Dir. Es war kein grüner Platz, schon seit Monaten nicht mehr. Das gleiche verbrannte Gras wie überall. Aber irgendwie war es trotzdem prima dazuliegen, ein Kissen im Nacken, oben die Sterne und ein mittlerweile frischer Wind im Dunkeln.

Die wundersame Welt des Louis Wain. Was für ein toller Film. Cumberbatch so wie man es fast schon erwartet. Eben echt gut. Und einfach eine so schöne, herzliche und Herz zerreißende Geschichte mit ganz viel "Elektrizität" ❤️! 

An vielen Stellen sehr gefühlt was da erzählt wurde - an den traurigen und an den schönen. Ein Film der gern bleiben darf. 



29 August 2022

🎞️ Everything Everywhere All at Once

Wieder zurück und deshalb gern noch einmal ins draußen-Kino die Straße runter. "Everything Everywhere All at Once" mit der großartigen Michelle Yeoh. Die vielleicht erste frische Nacht des nahenden Herbstes, dank der 5mm Evazote aber prima muggelig. Eine schöne Geschichte, gebastelt um parallele Universen und verletzte Seelen, Miefigkeit und Bürokratie, der Kampf Gut gegen Böse - rundum prima. Und dann noch die tolle Mischung aus Witz und Choreographie in den Kampfszenen. Mir hat er Spaß gemacht und war eine tolle Überraschung.


Weil genau am Tag 1 des Urlaubs angelaufen musste ich unbedingt schnell noch "Bullet Train" nachholen. Bevor er nicht mehr auf Leinwand zu sehen ist. Der Vorteil der Nachmittagsvorstellung wieder einmal - leer, perfekter Sitzplatz und draußen ein bisschen ungemütliches Wetter. Insgesamt wie zu erwarten, viele neu durchgemischte Szenen wie man sie schon oft gesehen hat. Aber keinesfalls langweilig. Sehr dicht gepackt, die Zeit fliegt. Wie ein Schnellzug in Japan. Der blutige Teil war okay und nicht zu bestimmend. Ich bin immer noch am auflisten wo ich überall Anleihen und Zitate sehe.... Die Liste ist lang. Insgesamt hat der große Pott Popcorn genau gepasst. 

24 Juli 2022

🎞️ The Gray Man


Algorithmen fressen Kunst auf. Ein Netflix - Film ist eben leider immer nur der erwartbare Durchschnitt dessen was geguckt wird. Weder Gosling noch Thornton noch de Armas konnten zeigen was sie wirklich können. Zumindest war es der Sound und die Action von The Gray Man wert, ideal im Saal zu sitzen.  Zwischen dem Sportwerkfest.

Nachtrag: der Plot war auch wirklich mies, alles so schon zig mal gesehen, die Story auch nirgends was neues, Konsensfilm. 

Damals im Sommer als wir es nicht gewagt haben und du mir am Feldrand den kleinen Zettel mit einem "für wenn es dunkel ist" in die Hand gedrückt hast... gilt immer noch, J. 



23 Juli 2022

🎞️ Thor


"... that shitty feeling is better than feeling empty..."

Und dann tanzten sie Tango zwischen den Pennern und Dealern, den Cops und den Nutten und es war immerhin 20 Grad kälter.

Wie unglaublich unfassbar gut die letzte Amy Whinehouse - Platte doch ist. 


02 Juni 2013

18 speed bike

A Scanner Darkly - keine Ahnung wie mir der bisher entgangen sein konnte - großartigst. Anguckbefehl! Auch wegen der Frage wieviel Gänge dieses Rad denn nun hat.

23 März 2013

Riddick: Dead Man Stalking

Riddick ist schon seit Ewigkeiten in meiner Sammlung. Okay, Diesel hat auch grenzwertige Scheisse danach gemacht, aber in dem Ding passt er prächtig in die krassen Farben und Optiken. Überhaupt, wahrscheinlich hab ich den Film so gut wie nie unbeeinflusst gesehen, was den strangen Film im Kopf noch potenziert. Egal, Chroniken eines Kriegers waren okay, aber auch nicht mehr. Ich bin gespannt wieviel Rückkehr im dritten Teil denn nun so steckt. Vielleicht reicht es ja wieder für ordentlich Film schieben.


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21 März 2013

No-Brainer

Yippie. Wenn es eine Konstante des bad taste bei mir gibt ist es ja, mir so oft wie möglich Trashfilme reinzuziehen. Allerdings, bei mittlerweile Nummer 6 ist "Fast and Furious" schon fast ernst zu nehmen.


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01 März 2013

18 Januar 2013

Premium Rush

Ich hab mir den ja nicht sofort reingezogen. Neulich war es dann aber soweit, "Premium Rush". Hm. Tjoa. Wo soll man dashinstecken. Die Story is okaaaaaay. Aber auch schon dreissig Mal erzählt worden. Muss also was anderes tragen. Achja, der Kurier. Is nich wie bei Transporter ein Autofahrer, ist kein Berittener, nein - zeitgemäß ein Hipster Fahrradkurier. Und damit das gleich klar ist wird da mehrfach thematisiert, ohne Bremsen, starrer Gang und damit so viel cooler als alle. Tjoaaaaaa. Und sonst? Der verarschte NYPD-Cop mimt den Quotenbullen, 'türlich aufm Mountainbike und nicht fit genug. Klar. Und sonst? Chinatown und Einwanderer-Klischees. Bissl slow'mo hier bissl Raffer da. Dafür immer proper Wetterchen und eine zu dick aufgetragene Coolness. Wenn ein Film so dicke budgetiert wird dass da einigermaßen große Namen auftauchen, dann sollte das Buch schon stimmen.

Kennt eigentlich noch jemand "Die BMX-Bande"? Das Ding is ja auch kein supertragendes Geschichtchen, aber hey - jeder Spund wollte danach dringend ein BMX-Rad. Da wurden Klappräder umgeschweisst und ein bisschen auf down under gespielt. Das Teil hat eine Generation Kiddies auf 20-Zoll-Räder geholt.

Wird bei dem Hipster-Streifen nicht passieren. Blass. Worum ging's da nochmal?

Guns and Girls

Ich mag ja Fernoststreifen und Westernplots. Ich mag ja auch sehr wenn Ladies am Drücker sind. Ich mag gern überrascht werden. Das Thema Frauen und Kanonen ist ein altes. Und dementsprechend viele Streifen versuchen sich daran. So ziemlich alle haben's zitiert, verwurstet oder querverwiesen. Mit mal mehr oder weniger großem Erfolg.

Warum man dann aber ein Werk "Guns and Girls" - im Original "Guns, Girls and Gambling" nennen muss, dahinter dann aber einen derart müden vierten Aufguss parkt wird mir schleierhaft bleiben. Bisschen schade um die Zeit.

11 Januar 2013

Eine Frage der Romantik

Wenn ich so etwas lese wird mir schwer ums Herz. Und ich bin irgendwie froh, Filmprojektoren noch erlebt zu haben. Die sind irgendwie so menschlich. Die musst Du pflegen, die zicken mal rum, da ist nie einer wie der andere. Manche schnurren, manche zerreissen Dir ständig die Filme. Es ist schon ein gewisses Können dabei die Überblendungen richtig zu fahren, den Kasch im Blick zu haben, den Ton nicht zu vergessen. Ein Kino lebte von dem Können der Vorführer. Berlin war für mich auch Kino, muffige kleine dunkle Räume, diese kalte Stunde in der der Betrieb zum Leben erweckt wurde. Kühlschrank checken, Kasse, Filmspulen durchgehen, neue Werbung?, hat der Putztüp auch saubergemacht? Die ersten versprengten Ankömmlinge wollen ein Bier und die die im stressigsten Teil, zwischen Werbung, Trailern und Kundenandrang nen Milchkaffee wollen sind sowieso immer Deine Lieblinge. Irgendwann kanntest Du die zwei, drei Standard-CDs die immer beim Kino aufmachen durchnudelten in- und auswändig. Um Dich auf immer und ewig an den Geruch und das Licht zu erinnern. Mir gefielen Kinos wie das Intimes nie wirklich, kaum eine Vorführung ohne Fehler oder Schwächen, egal welcher Film lief. Lieber Kino Nord oder Blow Up. Moviemento, Eiszeit, Rollberg, ich wünsche Ihnen noch langes (über)leben. Bis sich dann eines Tages jedes Kino genauso steril wie der typische Musterbahnhof der Deutschen Bahn anführt und wir dieses Gefühl von 24 Momenten pro Wimpernschlag nur noch aus Büchern kennen werden. Aber wir kaufen ja Klamotten auch in den gleichgespülten Läden riesiger Ketten von Verkäufern die ja eigentlich alle was anderes machen. Und so wird am Ende Kino ebenfalls eine reine Konsumangelegenheit werden. Vielleicht wird dann dieses Wort auch irgendwann verschwinden - "Lichtspieltheater". Schade, das. 
  
 

26 Mai 2011

Märchen sind blutig - Wer ist Hanna?

Irgendwo mittendrin taucht Charles Bronson auf. Gefühlt zumindest. Und vielleicht noch Yul Brunner. Kalte Kriegerin diese Hanna. Abseits des Plots bei dem man nie so richtig weiß wie oft man nun welches Fragment nochmal wo genau eigentlich schon so ähnlich gesehen hat, abseits dieses Plots gibt es tolle Bilder. Eine richtig gute Kamera, unaufdringliches bis selbst gesehenes, keine Voyeuritäten, man kann die Bilder riechen. Und fühlen. Musik. Musik ist das was man schlecht in der Einöd, der Kälte, der inneren Gefühlsbeschnittenheit hat lernen können. Umso stärker, schreiender und bestimmender furchen die Chemical Brothers durch den Film. Ohne ihn totzuschreien. Und so bleibt eine gute Bildsprache die verdammt gut bespielt wird.

Erste dicke Kinoüberraschung für mein Jahr.