23 Februar 2023

SISU Trailer (2023)

Fast zwei Jahre ist es her, dass ich die Kolonne mit dem Nazi-Panzer während der Ruska2021 getroffen habe - nun ist er endlich da, der Trailer zu SISU - und bald auch der Film. Ich werd ihn definitiv gucken. 

Schon weil die Spitzhacke im Boden des Flugzeugs an Guitar Wolfs Attacke auf das Raumschiff in Wild Zero erinnert. Ja, ich mag C-movies. 

05 Februar 2023

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Das fühlt sich schön an, vertraut ein bisschen. Irgendwann muss mir das wohl abhanden gekommen sein. Dieses "in den Seiten verloren gehen" , dieses "die Zeit vergessen". Und so wachsen sie, die Stapel, mit den gelesenen und den ungelesenen Büchern. Ich freue mich auf den Teil des Jahres, wo Grashalme zwischen die Seiten rutschen, Ameisen über das Papier krabbeln. Im Moment ist da eher die heimelige Vorfreude während der Kilometer, dass da am Ende noch ein paar Kapitel warten, gelesen zu werden.

23 Januar 2023

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Hmpf. So geht es der Produktion wohl auch ein bisschen. 90 Millionen, große Namen, eine opulente Story um die Zeit des Übergangs zum Tonfilm herum ... und dann ein langer Film mit Längen, mit tollen Bildern und Farben, sicheren Witzen und trauriger Selbstreferenz. Was bleibt davon? Erstaunlich wenig. Ein Film den man sicher anschauen kann, der aber nicht sonderlich hängenbleiben wird. Schade irgendwie.


15 Januar 2023

Hand.Werk

Was mich immer wieder überrascht, ist, wenn Menschen denken das dieses eine Werkzeug, dieser eine Kurs oder dieses eine Mal etwas auf Youtube, Insta oder TikTok angeguckt zu haben automatisch dafür sorgt, etwas zu können. Selbst mit der allerbesten, pädagogisch saubersten Lehre wird man in der Regel in die Lage versetzt, etwas leidlich gut nachzumachen. Ungefähr so wie ein Rezept lesen und danach kochen. Das ist niemals so gut wie das Ergebnis des zum hundertsten Mal zubereiteten Lieblingsgerichts. Man segelt nicht automatisch gut wenn man einen Segelschein gemacht hat, kann im allgemeinen nicht klettern wenn man nen Kletterkurs gemacht hat. Oder wenn jemand etwas baut, bastelt - handwerklich erschafft. Wir sehen immer nur das Ergebnis, nur einen klitzekleinen Ausschnitt aus dem Leben der Person der wir da zuschauen. Wir wissen nichts davon wie lange es gedauert bis jeder Handgriff so sitzt, jede Bewegung so abläuft wie wir es sehen können.

Was uns dann immer noch verborgen bleibt - wie lange es gedauert hat bis die Person das, was sie da tut, fühlen oder spüren konnte. Wie sich ein Gewindeschneider in zähem Edelstahl kurz vor dem Abreißen anfühlt, wie der Unterschied zwischen einem Schliff mit 200er Korn und leichter Kraft gegenüber einem 240er Korn mit mehr Kraft nur allein unterschiedlich warm auf der Rückseite des Schleifpapiers wahrzunehmen ist. Es gibt tausende solcher Beispiele - das richtige Schmatzen einer Farbrolle auf der Wand, der saubere Zuschnitt eines Schnittmusters, usw.. In Videos, deren Länge unsere konditionierte werbegerechte Aufmerksamkeitsspanne nur nicht überfordern darf, sehen wir die zusammengeschnittenen Momente mit dem just fertig gestellten Ergebnis. Wie viele erliegen dabei dem Irrglauben mit ein bisschen gucken und einer Erläuterung schaffen sie das ebenfalls.

In der Regel sehen wir Menschen zu, die das, was sie da tun, mit einer Leidenschaft und Hingabe etliche Jahre perfektioniert haben. Oder aus einem Arbeitsdruck und einer steten Wiederholung eben auf das effizienteste optimiert haben. In allem stecken etliche Stunden an Fehlschlägen, an Ausschuss, an Frust, an tausenden kleinen Schritten hin zu einer Qualität die wir in der Regel nie erreichen werden.

Ich mag selbst unheimlich vieles ausprobieren. Die nötige Neugierde hatte ich schon immer, den Zwang schnell "brauchbare Resultate" zu bringen habe ich in meiner Jugend über mich ergehen lassen müssen. Die Kehrseite davon beschäftigt mich noch heute und wird es wohl immer. Der Nebeneffekt davon - vieles doch recht gut zu können. Einiges sogar ein bisschen besser. Wenn ich zurückschaue, beherrsche ich die Dinge, die ich besonders oft wiederholt habe, wahrscheinlich am Besten. Es ist bei mir vielleicht nicht so sehr Talent sondern eher die Ausdauer und der Wille zur Verbesserung des Könnens. Wenn ich mir die Streubüchsen mit Talent, Neugierde, Ausdauer so anschaue werden die wahrscheinlich in einer Normalverteilung über der Menschheit ausgekippt. Wir alle können die meisten Dinge halt so einigermaßen mittel. Ausdauer ist schon etwas, das mir liegt und vielleicht gerade deshalb kann ich ein paar Dinge dadurch ein klitzekleines Stückchen zum besseren verschieben. Niemand weiß, wie viele Stunden dafür notwendig waren, um dahin zu kommen. Die meisten Menschen haben dazu aber auch einfach keinen Bezug, haben keine Vorstellung von dem Tun der Mitmenschen.

Wenn ich auf Anlagen unterwegs bin, ertappe ich mich dabei, einfach mal anzuhalten und den Leuten zuzugucken. Ich mag das. Der Isolierer an seiner Industrienähmaschine der die Matten für eine Maschine näht, der Fliesenleger wie er Quadratmeter für Quadratmeter Industriefußboden mit Spaltplatten macht, der Schweißer der eine Naht in 40mm Wandstärke mit ruhiger Hand über Kopf Raupe für Raupe legt. Die könnten mir das alle zeigen und mir erklären - ich hätte trotzdem nie den Anspruch das je so gut zu können. Und genau deswegen arbeiten all diese unterschiedlichen Menschen mit ihren Stärken ja auch zusammen. Und je weiter der Begriff des Handwerks gedacht wird gilt das irgendwie für alles um uns und zwischen uns.

Wenn mich das eines gelehrt hat, ist es, das eigene nicht mit dem Ergebnis eines anderen Menschen zu vergleichen. Vielleicht noch, um den Respekt davor einordnen und ermessen zu können, aber bitte nicht, um seine eigene Leistung ins Verhältnis zu setzen. Es birgt so weniger Gefahr, enttäuscht zu sein. Auf das eigene Können von vor ein paar Jahren zu schauen ist einfach die gesündere Variante. Und wird in den seltensten Fällen ein Grund für ein Hadern sein. Ohne die Bereitschaft zur Ausdauer wird ein durchschnittlich talentierter Mensch halt einfach nicht dahinkommen. Ich hab mir das irgendwann so hingelegt, nur so hohe Ansprüche an mich selbst zu setzen, wie ich auch bereit bin, die nötige Ausdauer mitzubringen.

Und andere Menschen haben halt andere Ansprüche an sich an gleicher Stelle und gleiche Ansprüche an sich an anderer Stelle.

02 Januar 2023

draußen

Für die Sterne über dem Schlafsack. Für die Sonne am Morgen.

Für das drinnen.

24 Dezember 2022

can't get no sleep

"Festflucht und Bassbescherung", so nannten sie das damals in Berlin, diese Reihe Parties, jedes Jahr zu Heiligabend. Hartcore und Gabba, prekäre Kids aus Hohenschönhausen, Marzahn und Fhain-Kreuzkölln. Ende der Neunziger war das die gleiche Stimmung in dieser bestimmten Nacht auf den linkspunkigversifften Technoparties zu denen wir immer so früh wie möglich mit unseren Plattenkisten aufgebrochen sind, wegen der weiten Wege und der kaputten Familien.

Safe spaces für alle, die zuhause nicht sein durften wie sie sein wollten. In dieser bestimmten Nacht waren die Clubs mehr als sonst unsere Kirchen. Und werden es irgendwie bleiben. Amen. 


Schlaf gut, Maxi... 




12 Dezember 2022

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Letzten Donnerstag mal wieder in den einladensten Sesseln der Stadt versunken Nach all den guten unterhaltenden Filmen der letzten Monate einer über genau die Branche in der all die Unterhaltung nicht ohne kaputte Strukturen und auf Machtgefällen zwischen alten weißen Männern und Frauen aufbaut. She Said. Auf der Sachebene war da jetzt nicht viel unbekanntes, dazu hatte ich das zu sehr verfolgt damals. Aber die Geschichten dahinter gehen halt unmittelbar immer total unter, fallen der Sensationslust zum Opfer und nach ein paar Monaten erinnert sich niemand außerhalb der betroffenen Leben und der Gerichte daran was das mit den Menschen gemacht hat.


Ein Film zum sich ernsthaft auf die Hand beißen und schämen. Weil wir alle von ihm produzierte Filme gefeiert haben. War uns wahrscheinlich egal, das wer und vor allem das mit welchem Verhalten.
Toll wie Maria Schrader das Ganze umgesetzt hat, das Interview mit ihr u.a. darüber in der aktuellen und letzten gedruckten dbmobil lohnt sich.

Re: that feeling never gets old

Re wie revidieren. 

Klein wie ein Wohnzimmer, für ein AJZ zu sauber aber angenehme Menschen und doch tatsächlich mal das was dieser Stadt so fehlt. Schon voll praktisch, klitschnass durchgefeiert mit den Öffis ins eigene Bett fallen zu können.

11 Dezember 2022

📖

Bei diesen Büchern, so halb mittendrin, wo man anhalten muss und den Finger zwischen den Seiten lässt um ins Nichts zu gucken, wo doch bitte bitte die Seiten nie aufhören sollen, bei denen man so dringend weiterliest.

05 Dezember 2022

Luxus

2x7W. Mal gucken ob das den kringeligen Hasis gefällt. Bei dem Mordorwetter ein bisschen auf die Bremse treten damit sie im Frühjahr nicht allzu viel Grün gemacht haben. Und vielleicht fangen sie so ja auch an, sich richtig einzurollen bzw. einzudrehen. Mit seinen Pflanzen zu reden ist ja hoffentlich mittlerweile gesellschaftlich akzeptierte Norm, oder?