Es wird Zeit, diese Sache von vor über einem Jahr nochmal zu bewerten.
Auslöser war ja die Unzufriedenheit über den Ami-Murks. Nun, wie verhält es sich mit dem Franzosen? Der Sattel kommt ja schon mit einem vergleichsweise heftigen Leder einher. Wie wird man damit Freund? Was sollte man tun, was vermeiden? Rezepte zum Sattel einfahren sind so alt wie Pferde geritten werden und so zahlreich wie es radelnde Chinesen gab.
Ich kann hier nur festhalten was für meinen am besten funktioniert hat.
Zunächst macht es Sinn den Sattel zu fetten. Und nicht fünf Minuten vor der 5.000km-Tour, sondern rechtzeitig und mit Ruhe. Für die erste Ladung habe ich die Lederdecke runtergenommen, zerlegt hatte ich ihn ja eh aus Neugier. Das Leder sollte nicht kalt oder feucht sein, einfach vorher in die Sonne oder auf die Heizung legen und etwas aufwärmen lassen. Das Leder ist grundsätzlich recht trocken, es wird ziemlich saugfähig sein. Trotzdem sollte man anfänglich ein dünnflüssiges Fett bevorzugen, dieses ebenfalls leicht angewärmt. Auftragen tu ich ich das bevorzugt mit ner alten Zahnbürste. Und zwar auf Ober- und Unterseite. Hier gehen die meinungen auseinander - was mir aber Wurscht ist, schliesslich sind 7mm starkes Leder zu fetten. Beim ersten mal habe ich das Leder dann zwei, drei Tage ruhen lassen. Bevor ich es mit einer Heissluftpistole auf der niedrigsten Heizstufe sanft überblasen habe. Das wärmt das Teil ordentlich durch und transportiert das Fett in tiefere Hautschichten. Danach habe ich wieder gefettet. Nur von oben, aber reichlich. Das ganze dann vielleicht sechs oder siebenmal, man merkt es sehr gut wieviel aufgenommen wird und wann eine gesunde Sättigung erreicht ist.
Dann heisst es fahren, fahren fahren. Und ich hab mich nicht beschwert. Kein Aua, kein Wäh. Und auch keine Labbrigkeit. Nach der größten zusammenhängenden Tour wurde einmal nachgefettet, aber das ist im wesentlichen den Regentagen und der Benutzung zuzuschreiben. Er ist jetzt nachgiebig dass er sich entspannt fährt und immer noch robust genug um das auch lange zu tun.
Man darf es einfach nicht überstürzen, dann wird man's wie ein Cowboy machen können - den Sattel mit aufs nächste Pferd nehmen.
09 Januar 2013
04 Januar 2013
Frühjahrsputz
Ich hab hier mal im Hintergrund aufgeräumt. Vorne bleibt das alles erstmal so - ich würds genauso wieder aussehen lassen. Wer hier grobe Schnitzer findet darf die gerne melden, ich hab da recht ungekonnt im Template rumgewuselt. Ich will mich da aber auch nicht zu sehr einmischen, wichtig ist was vorne raus kommt.
Und wenn Google böse wird und das zu sehr nervig wird auf blogspot rumzumachen zieh ich das Ding hier ab und pflanz nen neuen Baum.
Mehlsorten:
Internet
Wie Tchibo den Osten eroberte
Es war einmal..... eine Kaffeebude die eine grooooßen Markt dazubekam, quasi über Nacht. Sie hieß Tchibo und er hieß DDR.
Irgendwie tauchten diese Teile an jeder Ecke auf. jedes Kind pappte sich damals zwei, drei, zehn solcher Aufkleber auf das Mifa-Rad und hoffte heimlich ein bisschen darauf einen der zehn (oder waren es elf?) Mercedes 190 zu gewinnen. das war der Deal - papp dir einen dieser gelben runden Sticker irgendwo sichtbar hin und gewinne einen Mercedes! Hallelujah, Briefkästen, Bollerwagen, Trabbis ... irgendwie wurde alles beklebt was nur irgendwo für alle sichtbar war. Keine schlechte Werbeidee. Jeder wusste das derjenige der dieses "Oh, frische Bohnen!" spazierentrug vielleicht bald mit einem Benz rumfuhr. Ich habe nie mitbekommen ob die Autos wirklich verlost wurden, aber gefühlt waren die gelben runden Aufkleber noch Jahre später auf jedem Dorf, Pferdewagen oder Schulhof zu sehen. Verblichen zwar aber mahnend - "hey, wir haben Euch so richtig schön instrumentalisiert und ihr habt euch gefreut wie sonstewas. Ihr habt gedacht ihr könnt n Auto gewinnen, theoretisch schon. Aber viel wichtiger - eure Oma trinkt jetzt den richtigen Kaffee.".
So richtig viel mach ich mir nicht auf diesem Kaffee, wenn dann genieß ich was besseres oder Tee, aber eine tolle Lehrstunde in Sachen Marketing war es damals allemal. Und die Benz sind bestimmt schon verschrottet oder in Afrika zerbastelt worden.
src
Irgendwie tauchten diese Teile an jeder Ecke auf. jedes Kind pappte sich damals zwei, drei, zehn solcher Aufkleber auf das Mifa-Rad und hoffte heimlich ein bisschen darauf einen der zehn (oder waren es elf?) Mercedes 190 zu gewinnen. das war der Deal - papp dir einen dieser gelben runden Sticker irgendwo sichtbar hin und gewinne einen Mercedes! Hallelujah, Briefkästen, Bollerwagen, Trabbis ... irgendwie wurde alles beklebt was nur irgendwo für alle sichtbar war. Keine schlechte Werbeidee. Jeder wusste das derjenige der dieses "Oh, frische Bohnen!" spazierentrug vielleicht bald mit einem Benz rumfuhr. Ich habe nie mitbekommen ob die Autos wirklich verlost wurden, aber gefühlt waren die gelben runden Aufkleber noch Jahre später auf jedem Dorf, Pferdewagen oder Schulhof zu sehen. Verblichen zwar aber mahnend - "hey, wir haben Euch so richtig schön instrumentalisiert und ihr habt euch gefreut wie sonstewas. Ihr habt gedacht ihr könnt n Auto gewinnen, theoretisch schon. Aber viel wichtiger - eure Oma trinkt jetzt den richtigen Kaffee.".
So richtig viel mach ich mir nicht auf diesem Kaffee, wenn dann genieß ich was besseres oder Tee, aber eine tolle Lehrstunde in Sachen Marketing war es damals allemal. Und die Benz sind bestimmt schon verschrottet oder in Afrika zerbastelt worden.
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Mehlsorten:
Augenblick,
Konsum,
Zeit
02 Januar 2013
Account Scheduled for Deletion
2013, gute Vorsätze hin oder her - man kann ja mal aufräumen. 2012, war nicht viel los hier - 'tschuldigung. Das lag wahrscheinlich daran, dass ich viel unterwegs war. Mehr auf dem Fahrrad gesessen als über das Fahrrad geschrieben. Mehr gereist als über das Reisen geschrieben. Mehr gearbeitet als über das Arbeiten geschrieben. Ich muss mich dafür nicht rechtfertigen, noch muss ich mir solche großen Gedanken machen wie Ronny. Ich muss einfach mal ausmisten und sortieren. Und dann ab und zu wieder was in die Tasten klimpern.
Aber vorher ausmisten. In 14 Tagen hat Herr Zuckerberg ein wenig mehr Platz auf seinen Servern und ein deaktiviertes Profil weniger in der Statistik.
Aber vorher ausmisten. In 14 Tagen hat Herr Zuckerberg ein wenig mehr Platz auf seinen Servern und ein deaktiviertes Profil weniger in der Statistik.
Mehlsorten:
Internet
Magura HS33 - Butterschrauben und Käsenippel
Nein. Wir stellen jetzt mal nicht die Scheibenbremsenfrage. Glaubenskriege bitte draussen bleiben. Ich fahre mit HS33 EVO aus 2008 am Reiserad. Das ist bisher alles superprima ausreichend und auch nicht so verschleissfördernd wie manch einer predigt. Ausserdem isses ne gute Bremse. Wenn da nicht diese grottigen Details wären. Da kannst Du ne hydraulische Felgenbremse für nen dreistelligen Eurobetrag erwerben und dann packen die dem Stück Schrauben bei, mit denen man in der Volkswirtschaft nicht mal Luftschlösser montiert hätte. Ehrlich - die Flachkopfschraube zur Befestigung der EVO-Adapter ist ein Witz. Die ist, gerade falls man unterwegs mal da ran muss und nicht superduper Werkstattbedingungen hat, extrem schnell verschlissen weil ihre Inbustiefe etwa nur halb soviel wie bei einer herkömmlichen Schraube beträgt. Das enttäuscht.
Und lässt einen die Dinger rausschmeissen und nicht gegen die unverschämt teuren Ersatzschrauben von Magura ersetzen, sondern gegen V2A Schrauben nebst V4A-U-Scheiben. Bei den Teilen vergniddelt nix so schnell wie beim Orginalspielzeug.
Wo wir zum zweiten Schwachpunkt kommen - der roten TPA-Bremsbelagsnachstellrad. Das Rad ist eine Mutter. Aus Kunstsoff. In dieser Mutter steckt eine kleine Gewindestange die den Bremskolben "vorspannt". So weit ja ganz okay. Aber auch hier - warum Kunststoff? Wenn die Teile ne Weile in Benutzung sind sehen die versifft und zerkratzt aus und sind nicht wirklich griffig, sollte mal etwas Öl oder Fett an den Fingern sein (kommt ja beim Bauen mal vor). Noch viel nerviger ist es, sollte man mal die Nachstellung einen Tick zu weit gedreht haben und dabei die Gewindestange aus dem Rädchen oder auf dessen letzten Gewindegang gekommen sein - gute Nacht. Das Gewinde war dann mal. Und genau dann wenn man natürlich kein Ersatzrädchen dabei hat (ein Schelm der Arges dabei denkt, dass auch diese vom Hersteller in einem nicht billigen Ersatzteilset angeboten werden) kann man die Bremsbeläge nicht nachstellen. Man hat dann gerade unterwegs mal wieder die Arschkarte gezogen. Und sucht nach einer besseren Lösung. Die könnte so aussehen - Verstellrädchen aus Aluminium. Gibts von Chorrillas. Links die Magura-Kunstoffteilchen, rechts die Alternative:
Und lässt einen die Dinger rausschmeissen und nicht gegen die unverschämt teuren Ersatzschrauben von Magura ersetzen, sondern gegen V2A Schrauben nebst V4A-U-Scheiben. Bei den Teilen vergniddelt nix so schnell wie beim Orginalspielzeug.
Wo wir zum zweiten Schwachpunkt kommen - der roten TPA-Bremsbelagsnachstellrad. Das Rad ist eine Mutter. Aus Kunstsoff. In dieser Mutter steckt eine kleine Gewindestange die den Bremskolben "vorspannt". So weit ja ganz okay. Aber auch hier - warum Kunststoff? Wenn die Teile ne Weile in Benutzung sind sehen die versifft und zerkratzt aus und sind nicht wirklich griffig, sollte mal etwas Öl oder Fett an den Fingern sein (kommt ja beim Bauen mal vor). Noch viel nerviger ist es, sollte man mal die Nachstellung einen Tick zu weit gedreht haben und dabei die Gewindestange aus dem Rädchen oder auf dessen letzten Gewindegang gekommen sein - gute Nacht. Das Gewinde war dann mal. Und genau dann wenn man natürlich kein Ersatzrädchen dabei hat (ein Schelm der Arges dabei denkt, dass auch diese vom Hersteller in einem nicht billigen Ersatzteilset angeboten werden) kann man die Bremsbeläge nicht nachstellen. Man hat dann gerade unterwegs mal wieder die Arschkarte gezogen. Und sucht nach einer besseren Lösung. Die könnte so aussehen - Verstellrädchen aus Aluminium. Gibts von Chorrillas. Links die Magura-Kunstoffteilchen, rechts die Alternative:
30 Dezember 2012
Ich steh auf Latex [updated]
Mein Weihnachtsgeschenk über dass ich mich am meisten gefreut hab - ein Stück Latex. Okok, nein ich meine nicht etwas für gewisse Stunden sondern einen Überzieher für mein bestes Stück - den Sattel meines Reiserades. Ebenfalls von Gilles Berthoud - der Sattelschützer "Rub-ber". Ich glaub das Teil is cool. Vielleicht bekomm ich ja zu Ostern noch einen für's Dreckrad. ;)
Auf nem Gilles Berthoud Mente.
[update 10.11.2013]
So. Nach einem Jahr Benutzung war's das wohl mit dem Teil. In den letzten Wochen hatte ich einen kleinen Riss in dem Schutz entdeckt, vorn an der Sattelnase. Ich habe das Teil hauptsächlich auf dem Aspin genutzt. Der hat eine aufgeschraubte Lederdecke, an den Schrauben findne sich kleine Messingunterlegscheiben. Nun habe ich dasmal genauer angeguckt und finde auf der Innenseite des latexüberziehers Abdrücke die genau auf die Scheiben passen. Innerhalb dieser Abdrücke ist das latex sehr porös geworden und hat die Risse, mittlerweile zwei größere bekommen. Hm, wenn man ein wenig sucht bekommt man genügend Hinweise darauf, dass Latex durch den Kontakt mit kupferhaltigen Metallen zerstört wird. Vor dem Kontakt mit Messing wird an vielen Stellen in den Benutzungs- und Pflegehinweisen gewarnt - hier oder hier. Ich bin enttäuscht und werde mich mal mit Gilles Berthoud in Verbindung setzen. mal sehen was die Franzosen dazu meinen.
Für Sie und Ihn.
Auf nem Gilles Berthoud Aspin.
[update 14.02.2014] dazu findet sich hier: Gilles Berthoud latex saddle cover "rubber" - better call it "rubbish"
11er Ritzel vs. Lock Ring - Shimano failed
So'n richtiger Shimano-Fan war ich noch nie. Ich benutz den Kram halt. Und ich renne nicht jedem neuen Trend hinterher. Bissl bekloppt jedes Jahr neue Systeme auf den Markt zu schmeissen. Aber in der Modebranche ist daswohl so. Jedenfalls fahre ich am Dreckschwein mit ner 8fach-Gruppe. Kurbel und Blätter sind LX, das große Blatt mittlerweile durch ein Blackspire ersetzt. Naben, Schaltung, Umwerfer sind günstig geschossene Auslaufmodelle in XT, Ritzel waren mal HG70. Da ich die Kiste haupsächlich im Flachland einsetze war es klar von der üblichen 11-28 oder 11-30 abzurücken. Also hab ich mir die 8 Ritzel als 11-12-13-14-15-16-17-18 zusammengestapelt. Anfangs wahllos, später dann ordentlich, so dass die Schaltgassen auch passen. Irgendwann waren die aber fällig und so bin ich auf der Suche nach ein sisschen Haltbarkeit bei den Dura Ace Ritzeln aus der Rennreihe hängen geblieben. XT und XTR schieden aus, da ich diese Spideraufnahme zu unflexibel fand.
Beim letzten Wechsel hat mich dann aber genervt, dass die Kette richtig Lärm gemacht hat sobald sie auf dem 11er lief. Die Ursache dafür ist so typisch Shimano-inkonsequent wie nur irgendwas.
Die haben doch tatsächlich dem Abschlussring nen größeren Aussendurchmesser verpasst als es das 11er Ritzel zulassen würde. Ergo hebt sich jedes Mal die Kette hoch und der Bock rumpelt wie ein Panzer. Verschleiss und Krach sind nich so meins, also musste da nachgearbeitet werden:
Lockring aussen.
Lockring steht über den Kettenrollenkreis des 11er über.
Durchmesser 11er Ritzel Richtung 12er.
Durchmesser 11er Ritzel-Vertiefung - da haben die Shimano-Leute sogar drüber nachgedacht dieses Problem zu umschiffen und hier ne Rille vorgesehn!
11er von der Seite.
Klar zu erkennen - der Lock Ring ragt zu sehr über. Da wo jetzt zuviel Fleisch ist wird die kette mühsam das Metall weghobeln. Muss ja nich sein. Tut der Kette ja nicht wirklich gut.
Von der Seite wird der Spass gut sichtbar - am Ritzel alles schick, am Verschlussring Kopfschütteln.
Ran an den Schleifbock.
Vertretbarer Durchmesser - zuviel nähme einiges mehr an Anpressfläche der Verschraubung weg.
Bündig.
Im montierten Zustand rollt die Kette hörbar und spürbar sanfter ab. Sei gut zu Deinem Rad, dann ist es gut zu Dir.
24 Dezember 2012
05 November 2012
Zwei Räder, zwei Monate, eine Tour
... und ein paar Bilder gibts hier
Mehlsorten:
Augenblick,
Fahrrad,
Realität,
Zeit
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