13 September 2026

Vom Feeling her

Was ein Abriss. Eine volle Freiheit ist schon muggelig, aber ne volle Freiheit am Abgehen ist vom Feeling her ein gutes Gefühl.

Das April-Ticket ist gut nachgereift, dieses Warten hat sich so richtig derbe gelohnt. Einfach nice, inklusive liebevoller Moshpits. Stellenweise war's knapp mit der angekratzten Stimme. Weil Kiez = Business = früher Beginn & Party danach. Und ich bin immer noch unentschlossen ob ich das gut oder doof finde. Bleibt so auf jeden Fall noch was vom restlichen Abend.





Alles ohne Drama, niemand stört sich an nicht an ihrem Platz verharrenden Menschen, Leuten die kreuz und quer auf dem Weg zu und von den Bars sind und random Leuten die asynchron bewegt einfach Spaß hatten. Sogar verlorene Brillen wurden vorsichtig über die Köpfe weitergereicht.

07 September 2026

Schönes gegen Doofes

Vor einem Monat mit Freunden aus Berlin, Hamburg und Dresden hier zum Konzert getroffen und dann mit Umwegen nach Hause geradelt. Weil es damals zeitlich nicht gepasst hatte, endlich mal wieder die Langzeitfreunde besucht. Großgewordene und ausgezogenen Kinder, Fachabi-Alter und Kinder der Kinder vom Bruder. Eine PV-Anlage die mittlerweile fast nur noch Schattenspender im Garten ist und mit der Grund war, dass ich das studiert was es dann wurde. Fachsimpeleien über Erdwärmesonden und Bohrgestänge, Elbpaddeleien und die Zeiten vor, während und nach der Wende.

Ein Samstag zusammen durch wilde Buntheiten und baufällige Fotomomente




K wie Kleingeldprinzessin. Die Ordner auf dem NAS sind halt schon etwas älter. Und jedes mal spring ich zwischen K und D. Schön, endlich mal in echt und draußen und bunt. und so passend zu Ort und Fühl als eins von drei älteren Liedern. Es war das letzte Konzert zum aktuellen Album das irgendwie ja drei sind - wie kann ein Mensch so Energie und gute Hoffnung verbreiten wie Dota? Oder bin ich da nur besonders empfänglich weil ich einfach so müde bin, von negativer Energie, schlechter Laune und ständigem Aufregen über alles? Vielleicht gerade deswegen so gut, da gewesen zu sein.



Ein Sonntag in Kernzonen, durch matschige Felswiesen und über Sandstein, ein mehrfaches Springen zwischen tschechischen und deutschen Funknetzen. Eine zufällige Begegnung an einer Engstelle, jemandin eine Höhenangst weggespottet und kurz darauf miteinander drüber gelacht und sich später zufällig wieder getroffen, eine schöne Unterhaltung über das woher und das Leben auf der Rückfahrt.


Die Rück- und Heimwege haben dann alle wieder zusammen geführt, auch den Rest der Verreisten und Arbeitenden. Eine schöne Sonntagsabendstimmung.

Ein Morgen fast in Routine, wie so oft - nur anders.


Ein Kaffee, ein Himmel, ein Ballon. Ein Moment.

Herz, dran

Klebt dran.

Braucht halt Zeit und Vertrauen sich anzulehnen, einzulassen und in etwas aufzugehen.

Ich war und bin nicht gut darin, Dinge wegzuwerfen und Verbindungen zu kappen. Mir ist diese Schnelllebigkeit zuwider, die da im Wegwerfen liegt. Ich habe nie verstanden, warum man kaputtmachen soll, was einem etwas bedeutet, nur weil ein Teil wegbricht. Vielleicht auch, weil ich gesehen habe, was diese destruktive Verbitterung mit Menschen anrichtet. "Hass ist das Gift, dass Du trinkst, während Du darauf wartest, dass der andere stirbt." - diesen Satz hat mir jemand vor sehr vielen Jahren einmal mitgegeben und ich bin diesem Menschen immer wieder dankbar dafür.

Und so klebt es da, an so vielen Ecken und Momenten. Mit Duosan Ambivalenz+.




[wie schwer es mir fällt, mein Herz abzuknibbeln von jemandem - trotz all der bösen Worte

vielleicht aber gerade deswegen

um genau das zu lernen und weil Hass nie gewinnen darf]

die Abwesenheit von Frieden

In der Bahn sitzen können, rausgucken, festgucken, Kopf leerschreiben.

Vielleicht wird es einfach nur Glück gewesen sein, zur richtigen Zeit am richtigen Ende der Welt gelebt zu haben. Ostblock, Nachkriegssysteme, Wende, Europa, Frieden. Vielleicht waren diese paar Jahrzehnte die Ausnahme. Vom Krieg. Zwischen Systemen, die so kaputt sind, dass sie ihre Daseinsberechtigung irgendwann über den Weg von Konflikten versuchen aufrechtzuerhalten.

Wir kauen als Gesellschaft auf den unverdauten Brocken rum, die uns Corona hinterlassen hat. Drei Jahre in denen Verstand gegen Schwurbler, Gemeinsinn gegen Egomanie, Menschenrechte gegen Gier eingetauscht wurden. Verwerfungen die bis heute wirken. Wir taugen als Gesellschaft wenig, wenn der Maßstab ist, gemeinsam auszuhalten, solidarisch zu sein. Ohne die anderthalb-, zweitausend Kilometer zwischen hier und dort, ohne dieses Land, das seit vier Jahren aushält, gegenhält, wären wir schnell am Ende.

Vier Jahre, und immer wieder frische Gräber. Auf jedem noch so kleinen Dorffriedhof ein paar. Noch nicht verwelkte Blumen und raschelnde Folie, Schleifen, ein paar Kränze, beiderseits die Fahnen - gelb/blau und rot/schwarz. In jedem Ort. Wie auch in jedem Ort ein Platz mit reihenweise Tafeln. Aufsteller, mal ein Dutzend, mal hunderte. Die blaugrüngrauen Lichtbild-Porträts wie sie in den Militärausweisen kleben, aber auf A1. Junge Gesichter, alte Gesichter, müde und leere Augen. Namen, Alter, Dienstgrad, Einheit usw.. Es gibt in diesem Land niemanden, in dessen Familie oder Verwandtschaft nicht jemand versehrt oder getötet wurde.

Jeden morgen um 9 Uhr stehen alle still, Straßenbahnen und Müllautos, Nonnen und Frisöre. Eine Minute Gedenken. Man sieht kurz die weggewischten Tränen in manchen Gesichtern danach und staunt über geschäftiges Weitermachen. Wenn der fünfte Winter wartet, wenn Dein Leben von Luftalarm und Straßensperren, von 9-Uhr-Gedenkminuten und frischen Gräbern bestimmt wird, von Stromausfällen und zu Schutzräumen umfunktionierten Tiefgaragen, dann ist ein Sommertag abseits des Grauens nicht nur ein paar Stunden Normalität sondern voll intensivem Leben.

Das Leben geht weiter, Garten bestellen, Garage fertig mauern, Haus bauen, renovieren, Laden öffnen, zur Schule gehen, Studieren, Arbeiten. Und doch sind die Pausen und Auszeiten, die kleinen Fluchten anders. Die leichten Momente werden bewusster gelebt. Die Selfies vor dem Bergpanorama, der Wochenendausflug auf dem Motorrad, das Flanieren auf der Promenade an den Eisständen vorbei, die Abende in den Cafés und Bars. Es ist fast nicht Krieg, bis eben doch. Ein Sein im krassen Gegensatz zwischen Lebenshunger und Zerstörung. Niemand hält das ewig aus - dieses Ausharren in ständiger Wachsamkeit dieses "war is boring - until it's not". Die Menschen mit denen ich Kontakt hatte waren einerseits müde davon, hatten da oft auch eine Ernstheit, Traurigkeit und Wut aber ganz besonders offensichtlich - eine ungebremste Lebensfreude in dem jeweiligen unbeschwerten Moment.

Im Keller der robotron-Kantine Arbeiten aus dem hier und jetzt einiger Agentur Ostkreuz-Fotograf*innen. Oben mehr der Blick ins früher. Im Keller ist es kalt - nicht nur wegen der Feuchte und dem Beton. Es sind verschwommene Schemen von Portraits, dem Grauen in den Geschichten. Eine 101jährige, Krieg, Stalin und nun wieder Krieg. Eine über 80jährige, eingehüllt in Wintermantel neben dem Gasherd in der Küche, das einzige was wärmt. Und es gibt Filmschnipsel, Fragmente die wehtun. Nach drei Wochen ein paar Meter durch die Wintersonne Kiews gehen. Um dann wieder in die vermeintlich sichere Wohnung zurückzukehren, mit dem sichersten Platz auf einer Matratze im Flur, abseits von Glasscheiben und Badspiegel, das warten im Dunkeln und Einsamkeit. Das Überleben einer alten Frau.

Europa wäre am Arsch ohne diese Resilienz. Und wir sind es einfach schuldig, alles zu tun, um dieses Land zu unterstützen. Wir könnten nicht, was diese Menschen da aushalten und leisten. Und dabei all die Herzlichkeit behalten, wie sie mir begegnet ist.

zur Tiefgarage
zur Tiefgarage

04 September 2026

Sommerloch

Der August hat mich verschluckt. Augen reiben, sich selbst zwicken, doch doch. 

Drei Abende, drei Städte, drei Konzerte, ein CSD, eine Ausstellung.

Alligatoah
Alligatoah


Nick Cave & The Bad Seeds

Neues entdecken, Zeit und Alltag vergessen, nicht wissen welcher Wochentag ist, gucken und stauen und aufsaugen.

Planschen
Planschen


Ankommen, glücklich & dankbar sein, ein Kopf der sich mit dem Körper über das Erlebte um die Wette freut, keine nervige Post im Briefkasten, ein paar Tage chillen, Konzert um die Ecke.

Kraftklub
Kraftklub

Dieses Sommerloch war einfach unglaublich schön.

01 September 2026

DD-HH

Es wird noch ne Weile brauchen, das alles zu verarbeiten.

Karte
Spot-Tracker-Karte

Die Kilometer und Zahlen sind mir egal, nichts tat (körperlich) weh und (fast) alles war schön. Es sind die Begegnungen, die Gerüche, die Geräusche, die Gefühle entlang der Tage und Nächte. 

22 Tage
4.760,5 km
96.587 Kalorien
ein paar Momente



27 Juli 2026

Hartweizengold

Ob es eine Nudelpreisbremse geben wird? Wahrscheinlich eher Soylent Green.

this is fine 

falsche Kreuze

Fakten, LOL, schon lange nicht mehr. Mindestens seit Corona. Selbst die Betroffenen solche Studienergebnisse akzeptieren würden - ich bin mir mittlerweile sicher, dass es an der Trotzhaltung "gegen etwas/alle/diedaoben/Ausländer/Linke/Grüne/etc." zu sein, nichts ändern würde. 

"...würden Menschen dort im Durchschnitt jährlich rund 1.600 Euro pro Kopf an Einkommen verlieren; zudem könnten rund 10.000 Arbeitsplätze verloren gehen. Die Einkommensverluste durch eine AfD-Politik könnten in Sachsen-Anhalt bis zu doppelt so hoch ausfallen wie im Bundesdurchschnitt."

AFD ist ein Kult, ein faschistischer. Und der funktioniert nicht über Rationalitäten, Wahrheiten oder Fakten. Auch wenn es jeden treffen würde - so bleiben sie dabei, sich in die Kacke zu wählen - aus Prinzip, aus Protest, aus Zusammengehörigkeitsgefühl, aus zu-irgendwas-dazu-gehören-Wunsch.


Ob sie's merken würden, wenn man zeitgleich mit neben dem Kackhaufen gesetzten Kreuz die Kohle einzieht? So nämlich.

PS: andere Bundesländer mitgemeint

gendern nicht nötig

Nachrichten auf, Laune, Nachrichten zu. Um die Wette heucheln & Überwachungswahnwettstreiten, die nächsten Wochen dann wie immer eine Instrumentalisierung der einzelnen Tat. Davon wird sich nicht eine betroffene Person sicherer fühlen. Nicht, solange die Klöckners und Merzen Flaggen und Sichtbarkeit als Zirkus abtun.

Ich hab eine einzige Zeitschrift seit der ersten Ausgabe abonniert - die Fahrstil. Mittlerweile nur noch zwei Ausgaben im Jahr, aber dafür jede ein kleines Kunstwerk. Die haben irgendwann vor ein paar Jahren dieses Endura-Jersey im Shop gehabt und seitdem rollt das mit mir immer mal wieder draußen rum. Oft ein bisschen zu warm, die Rückentaschen ein wenig zu hoch, der Kragen ein Stück zu unluftig - aber die vielleicht schönste Regenbogen-Adaption der Weltmeisterstreifen die es je gab. LOVE = LOVE. 

Ich trag das schon immer mit einer gewissen Beklemmung, einer Hemmung. Es fühlt sich immer ein bisschen anmaßend an. Seit Anfang an waren alle möglichen bunten Leute in der Tekkno-Szene unterwegs, es hat niemanden speziell interessiert, gestört oder erstaunt - es war so halt normal. Es hat sich auch niemand explizit auf die Fahnen malen müssen, warum auch? Berlin war das auch lange Zeit völlig wumpe, es gab eh irgendwie nix, was es nich gab. Das sich das verändert hat, die blauen Kackhaufen und ihre Mini-Krahs das angreifen, ist eben auch Resultat der sauerländischen Verlogenheit ganz oben.

Die Leute verstecken sich und wer sie sind wieder mehr. Fällt halt nicht auf, wenn man das eh nicht beachtet hat vorher. Vor drei Jahren an einer Tanke kurz vor Wolfsburg wurde mir Kloppe angedroht, einfach wegen des Regenbogens. So völlig aus dem nix, mit nem Eis im Mund und ner Cola in der Hand am Rad stehend - abgefuckter Moment. Seitdem ist das jedes Mal im Kopf wenn ich das anziehe. Es gibt auch Strecken, die würde ich damit auch schlichtweg nicht machen. Und dann gibt es aber auch das komplette Gegenteil von diesen Shice-Momenten. Morgens, halb verpennt an der Fähre wartend bis alle ausgestiegen sind und man endlich rauf kann um über 'n Fluss zu kommen. Ein random Menschy, das Rad schiebend beim Aussteigen, strahlt und bedankt sich dafür, das man das Trikot anhat. Viel zu schnell und unerwartet um irgendwie anders als mit 'nem Lächeln drauf zu reagieren. Aber halt viel zu Grübeln danach.

Es geht auch überhaupt nicht darum, wer der Täter war und was der "Grund" war. Egal ob Nazi oder Religionsspinner. Es geht eigentlich darum, dass Menschen, für die diese Streifen mehr als nur eins von verschiedenen Radtrikots ausmacht, sich nicht sicher fühlen können sich zu zeigen. Und das kommt bei "Nachrichten an, Laune, Nachrichten zu" gerade null vor.

Radioeins hat gestern darauf verzichtet, das geplante Programm durchzuziehen (zum Glück, weil ich da wahrscheinlich eh was anderes angemacht hätte als mir die 100 besten Schlager & Chansons zu geben). Der Programmtag war stellenweise bedrückend traurig aber gleichzeitig wahrscheinlich das Beste was man an Halt und Haltung transportieren kann.

Nur die Nachrichten haben mich jedes Mal innerlich ein bisschen protestieren lassen. Da "fuhr kein Auto in die Menge" - da wurde ein Auto von einem Fahrer gezielt in die Menge gefahren. Dieser himmelweite Unterschied, in den normalen Unfallmeldungen zigmal so gelesen und gehört - und immer noch kein bisschen richtig. Autos fahren (zum Glück noch) nicht selbstständig, da sitzt jemand drin und fährt das Auto, vrdmmt! Der mittlerweile ganz bewusste Hinweis darauf, die Nationalität nicht zu benennen - geschenkt. Wodurch so eine Nachrichtenmeldung tatsächlich nicht falsch wird - klar sagen, dass das Auto von einem Mann gefahren wurde.

25 Juli 2026

🔥

Spanien steht eigentlich noch auf der Liste. Bisher nur ein paar mal für dort gewesen, bis auf ein mal vor fast zwanzig Jahren danach nur zum Arbeiten und '22 dann doch nicht beim NCT mitgefahren. Nachdem die letzten vier Sommer irgendwie immer etwas mit südlichen Kilometern zu tun hatten, warum eigentlich nicht zumindest ein Stückchen woanders hin?

Spanien bleibt zwar irgendwie aber macht das alles noch Sinn?


Die Runde um Frankreich war ja auch schon ein paar Tage im Rauch, Dune du Pilat musste ich damals von Norden anfahren , anders als ich eigentlich wollte. Die Bucht von Arachon, Cape Feret - damals alles noch fahrbar. Durchs Medoc hätte ich eigentlich nicht gedurft, das war schon abgeflattert. Zu viele Touristen die rauchen oder durchs unbedachte Picknicken das ganze hätten abfackeln können. Ich bin Samstagabend auf komplett leeren Wegen endlose Kilometer durch verdorrte Farne gefahren. Keine Mücken, keine Feuchte. Nur braune Blätter, staubiger Zuckersand und ein aufziehendes Gewitter.

Der ganze Bums wird wohl so weitergehen. Ziemlich erschreckend wie T.C. Boyle das in "Blue Skies" so brutalnormal vorweggenommen hat. Das ist sie also, die Welt mit der wir alt werden sollen. Kognitive Dissonanz als Gesellschaftsleistung - mehr zugelassene Autos als je zuvor, wieder mehr Fläche versiegelt, wieder weniger Artenvielfalt, wieder mehr Flugreisen, wieder mehr Primärenergieverbrauch und wieder mehr Fossilverbrauch.

Irgendwann hab ich mal sarkastisch meine FOMO formuliert - was schaff ich eigentlich noch anzugucken bevor es abgebrannt, überflutet oder durch Kriege zerstört worden ist? Konsequent gedacht müsste ich so schnell wie möglich ne Runde durch Spanien radeln. Oder die Ecken in Frankreich und Italien und Griechenland und... so weiter. Auch wenn ich eigentlich ganz gut mit >40°C klar komme, richtig erholsam ist das am Ende ja alles nicht wirklich.

Dann eben einen Bogen, erstmal möglichst weit gen Osten und dann irgendwie gegen den Uhrzeigersinn see- und heimwärts. Schön, wenn man den ganzen Krempel irgendwann durchgespielt hat und alles was für einen so am ehesten funktioniert beisammen hat. Ich weiß allerdings nich, ob ich das schon mal so hybsch drapiert hab:


  • Kask Valegro mit Orafol Oralite 5710 & Eichhörnchen
  • Arschrakete v3 X-Pac VX21 / Vaude-Laminat aus Überprpduktion / Mesh / 3M Velcro /
  • Auffliegermeshbag / 3M Velcro
  • 2x 750ml Specialized Purist Watergate
  • Cumulus XLITE200, Cumulus Bivybag, Thermarest Neo Air
  • BBB Kabelschloss mit Tasche, Werkzeugtasche,  TopTube-, Frame- & Bar-Bag alle X-Pac VX21 / 3M Velcro / YKK AQUAGUARD usw.
  • Buff & Buff-Mütze, Merino Handschuhe 
  • Mavic HiViz Weste, Gore Regenshorts, Gore Regenjacke
  • Xero Z-Trail EV Lagoon Sadalen
  • Reisepass, Ausweis, KK-Karte, Visakarten, Geld
  • Portemonnaie X-Pac VX21 / 3M Velcro 
  • Lezyne CNC Pressure Drive
  • 4x Sapim CX-Sprint mit Polyax 14mm
  • 2x Satz Bremsbeläge, 2x TB2 Reifenflicken
  • 2 Conti Reifenheber, Swisstool Inbus mit Bits, Ventiladapter, Putzlappen
  • verschiedene TipTop-Patches, Sandpapier, Vulkanisierflüssigkeit, Kettenöl
  • Schaltauge, Schaltzug, Speichenschlüssel, Kettenschlösser
  • Lifu J-Tool, Opinel Carbon, Kugelschreibermine, Ventileinsatz, Feuerzeug, Isolierband
  • Sonnencreme, Assos Chamoiscreme, PJK-Salbe, Hydrocortisol 0,5%, verschiedene Pflaster
  • Mückenzeug, Rettungsdecke, Feuchttücher
  • Zahnbürste, Zahncreme, paar 400er Ibus, Paar Kohletabletten, paar Micropur-Tabletten, Wattenstäbchen, Zahnzwischenraumreinigungsbürste, Nagelfeile, Kanüle, Sicherheitsnadel, Ohrstöpsel, kleines Stück Kernseife
  • Cumulus Daunenweste, Tifosi Tyrant Sonnenbrille & Klargläser
  • Norröna Cargo-Shorts, Icebreaker Merino-Unterhose, Endura Baabaa Merino-Langarmshirt, Merino-T-Shirt, Badehose
  • 2x Schwalbe SV15 50mm, verschiedene Kabelbinder, SPOT-Tracker, Garmin 1030+, 2x USB-Kabel, Forumslader-Ladeelektronik für USB, 2fach Voltcraft USB-Netzteil, Zendure Powerbank, 2x CR2032, 4x AAA, 2x AA alles Energizer Ultimate Lithium
  • Specialized S-Works Road mit Shimano hot-mold Einlagen
  • 2 Paar Socken, Gore Knielinge, Skins Armlinge
  • Sportful R&D Cima SPF Jersey, Sportful R&D Jersey, kurze Shimano Handschuhe, Assos Mille GT Bib

21 Juli 2026

20 Juli 2026

hibbelig

Es ist zäh und irgendwie bin ich sowas von reif dafür - Urlaub. Slowenien ist jetzt knapp über ein Jahr her.  Spreewald war toll  aber zu kurz.  Brückentage und ne Handvoll schöner Wochenenden. Der Winter war lang und das Jahr begann verkorkst noch bevor es sich zeigen konnte.

Wird Zeit. Ein Monat lang nicht wissen wo man die nächste Nacht schlafen wird, wer oder was einem begegnet. Was mit Bergen und mit Meer.



[Fernwehauslöseautomatik]

4x4


[Geburtstagspartyplattenkoffercontent]

Urvertrauen

Faszinierend, auf brutale Weise. 2026 und es braucht solch einen langen Artikel um an der Oberfläche zu kratzen. Alles längst zig-mal durchgearbeitet, verschriftlicht, ver-interviewt und ver-podcastet. Von schlauen Menschen seziert, SoziologInnen meist. Da wurdezudem noch tiefer geguckt, in die Ursachen und Symptome, die Hinter-, Unter- & Ab-Gründe. Klar fallen die schicken Straßen auf, die Häuser mit den dicken Autos davor - all das gibt es und begegnet mir auf jeder Fahrt in zig Orten immer wieder. Auch ich frag mich jedes Mal, was sie denn wollen, warum so komplett lost und blaubraun wählen? Das finstere an anekdotischer Evidenz ist halt auch ganz besonders, dass man Armut kaum sieht. Das Auge bleibt eben an den schönen Fassaden hängen. Wie es zum Teil dahinter aussieht oder in der Seitenstraße, in den Viertel wo die Geschossbauweise mit fleckigem Rauhputz die beherbergt, die schon längst keine Hoffnung und kein Vertrauen mehr haben. Aber auch die, die gerade so noch klarkommen. Für die jetzt Erwerbsarbeit  vielleicht gerade so ausreicht zum Leben. Die, die heute schon wissen, das Altsein Überleben bedeutet. So schön roadtrip-romantisch diese Bestandsaufnahme sein mag, man muss die bitteren Zahlen der Vollständigkeit halber dazu packen. Das nd hat die Zahlen ein wenig aufbereitet,

"Demnach droht rechnerisch in Ostdeutschland mehr als jedem und jeder zweiten Beschäftigten nach 45 Jahren in Vollzeit im Alter eine Rente an der Armutsgefährdungsgrenze, bundesweit mehr als jedem und jeder dritten.".

Das wissen die Menschen ja heute schon. Auch wenn da auf etwaige Lohnanpassungen hingewiesen wird - sorry, das ist ein Pfeifen im Walde. Von der Einkommensungleichheit Ost/West & Mann/Frau mal abgesehen - Lohnerhöhungen sind da leider so gar kein Automatismus. Für wen das per se im Vertrag schon mal gar nicht auftaucht, es keinen Tarif gibt oder keinen anderweitigen Hebel gibt, für den ist eine solche "Anmerkung" einfach verletzender Hohn.

"Demnach ist ein Bruttomonatsentgelt von 3771 Euro nötig, um einen Rentenzahlbetrag in der Höhe der Armutsgefährdungsschwelle zu erreichen. Bartsch hatte von der Regierung wissen wollen, was man aktuell in Vollzeit verdienen muss, um nach 45 Beitragsjahren eine gesetzliche Rente auf so einem Niveau zu erhalten. Die Armutsgefährdungsgrenze lag laut Statistischem Bundesamt 2025 bei 1446 Euro brutto. Statistisch als armutsgefährdet gilt man mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung."

Und die Realität sieht eben auch so aus, dass für die Betroffenen vergleichsweise wenig bis keine Erbschaftsvermögen vorhanden sind und für Sicherheit sorgen könnten. Wie viele Millionen Menschen müssen mit diesen Ängsten leben und gleichzeitig wissen 5000 andere Menschen nicht, wie viel sie noch fressen sollen ohne an ihrem Reichtum zu ersticken.

"5.000 „Superreiche“ besitzen hierzulande 27,3 Prozent des gesamten Finanzvermögens – das sind 1.100 mehr als noch im Vorjahr"

Ich kann immer noch nicht akzeptieren, dass etwas Gewinn bringen soll und dieser Gewinn dann nicht unter denen aufgeteilt wird, die dafür erst gesorgt haben. Und ich kann auch nicht akzeptieren, dass Gewinn und Wachstum die einzig gültigen Maßstäbe sein sollen, auf die wir uns als Gesellschaft einigen können. Sorry, über dreißig Jahre und keine Antworten auf so etwas zu haben, ist keine Politik, mit der man Vertrauen schafft oder Urvertrauen erhält. Mit korrupten Parteien und Lobby-PolitikerInnen eh nicht.

Hab ich dieses Urvertrauen noch? Irgendwie nicht. Nicht in die Politik, in einzelne PolitikerInnen schon. Wie mit den Menschen - grundsätzlich verbocken wir das als Menschheit, aber mir machen diejenigen Mut, die sich dagegen stemmen.

17 Juli 2026

Der Nachname ist Programm

Wo Himmler draufsteht ist Himmler drin. Und wo CDU draufsteht ist längst AFD drin. Ob NDR oder jetzt ZDF - wo ÖRR draufsteht sitzen halt auch Nazis drin.


Sommerabende

Drei Halbsätze in zwei Wochen, ein paar Links, ein Gefühl einander zu verstehen. Ein Wiedersehen, Umarmen, Ausatmen. Stunden und endlose Sekunden. Über Räder, Menschen und Momente. Über Touren, Tracks und Technik. Über Liebe, Zweisamkeit und Vertrauen. 

Weil der Mangold weiter eskaliert und der Backofen eh zu tun hatte - Quiche. Während die Tomaten durstig saufen, der Salat sich reckt und die grüne Hölle weiter wuchert. 

Fuck, was sind diese Abende mit Mauerseglern, Byte.fm und ein paar leeren Flaschen wertvoll. Kurze Nacht voraus, tiefes Lieben innendrin.


16 Juli 2026

15 Juli 2026

I don’t believe in luck

So you can have mine

14 Juli 2026

🐦

Mittagspause. Die Bemmen in der Hand, eine Runde um den alten Hafen, ein bisschen aufs Wasser gucken, an der kleinen Werft vorbei, der ehemaligen Kneipe, den zerfallenden Kleingärten. Ein halbschattiges Plätzchen, die Beine baumeln an der Kaimauer. Kein Hunger, kein Appetit, zaghafte Bisse, Grübelei zwischen den kräuselnden Wellen.

In den Büschen flattern schimpfend Meisen und Spatzen. Ich störe hier. Das Brot krümelt in den Fingern, etwas landet ein paar Meter weiter. Sie sind neugierig, hüfen, abwartend, skeptisch. Es dauert ein wenig bis sie picken, hektisch aufflattern, wiederkehren.

Das Brot ist alle und ich weiß nicht, wer hier wen gefüttert hat. 🤍

schief

Weil hier ein paar Gedanken drin sind, die ganz gut passen zu dem was innerlich umtreibt.

Woher komme ich, wer bin ich, was hat mich geprägt? Warum bin ich hier, warum fühle ich mich dazwischen, was zieht in mir?

Ich kann Ost-Folklore nichts abgewinnen, ich kann tatsächlich auch nicht einstimmen in latentes Gejammere. Irgendwo zwischen dem was braunblau auf der Gefühlsebene instrumentalisiert und dem was tatsächlich dringend geändert werden muss. Die kurze Utopie von Freiheit haben vielleicht doch weniger Menschen in Erinnerung als man so meint. Wer damals zu jung war kannte die Realitäten davor noch nicht genug und wer zu alt war hatte zu schnell andere Sorgen. Zeit, zu träumen oder zu hoffen hatten irgendwie nur wenige.

Der Kapitalismus hat seine Ostkolonie bekommen und aufgefressen, isso. Da war ein Absatzmarkt, ein Anspruch auf Alteigentum und eine Gelegenheit andere runterzumachen um sich selbst als unfehlbares System zu definieren. Dass es die Leben von Millionen Menschen entwertet hat - Kollateralschaden halt. Und an dem ganzen Fallout hat bis heute niemand im Westen ernsthaft Interesse.

Ohne Schieflagen kein Faschismus, ohne Kapitalismus keine Schieflagen.