05 August 2013

Chiba Kevlar - diesmal ohne "Pro" dafür aber vielleicht mit "haltbar"

Es ist ja schon ein wenig enttäuschend gewesen, die Handschuhe damals nach ein paar Tagen zurückgegeben gemusst zu haben. Die Pro Mission von Shimano haben sich recht wacker geschlagen, bis jetzt. Aber es geht echt keinen Kilometer weiter mit uns - ausgeleiert, durchgerieben, die Pads zur Seite gequetscht.



 Es ist also Zeit für ein paar neue. Doch da gibt es nicht mehr viel Auswahl. Shimano hatte wohl herstellungsseitig Probleme mit irgendwelchen erhöhten Scahdstoffkonzentrationen und es vielleicht deswegen auch gar nicht weiter probiert ein paar vernünftige Handschuhe auf den Markt zu werfen. Die neuen Mission habe ich mal angeguckt, so richtig gefielen die mir nicht und die Chicron-Einsätze konnte ich auch nicht beurteilen. Also dann nochmal bei Chiba geguckt. Haben die doch tatsächlich auf mein gemecker gehört und ihre Handschuhe überarbeitet. Heissen nur noch "Kevlar", also ohne "Pro", halten dafür aber vielleicht mal. Sehen schon mal etwas vernünftiger im Schnitt aus. Fein. Größentabelle gecheckt und eine L bestellt. Angekommen, ausgepackt und mimimimi - die passen, zumindet um den Handballen. Am Handgelenk sind die Teile aber ne ganze Nummer zu klein. Also dann jetzt doch mit ner XL unterwegs. Mal sehen wie lange. Wehe!


04 August 2013

WC Shop 24 - es geht um Scheisse

Ich bin ja nicht der "meine-Handtuchhalter-müssen-farblich-zur-Zahnbürste-passen"-Tüp. Aber als neulich diese seit Einzug vorhandene Plasteklobrille nen Riss bekam habe ich mich mal nach nem neuen Klodeckel umgesehen. Da ich Bambus ja grundsätzlich mag hätte einer aus dunklem Bambus ganz wunderbar gepasst. Nach ein bisschen gesuche im Netz auch einen gefunden, bei WC Shop 24. Die scheinen das ganze Netz vollgekippt zu haben, jedenfalls findet sich jede noch so erdenkliche Lobeshymne auf jedem Hinterwäldlerportal über die Bude. Geklickt, bestellt, bezahlt. Und geliefert bekommen. Allerdings nicht in dunklem Bambus sondern in hellem. Nach drei Mails zu meiner Unzufriedenheit kam dann auch mal eine Rückmeldung. Ein Paketaufkleber. Also das Scheissding zur Post gebracht. Nach ein paar Tagen dann:

"...heute haben wir Ihren WC Sitz zurückbekommen. Leider mussten wir feststellen, dass wir Ihnen aktuell keinen anderen "Bambus Dunkel" liefern können. Gern können Sie sich einen anderen WC Sitz aus unserem Shop aussuchen oder wir erstatten Ihnen das Geld... "

Ich glaub es hackt! Der Scheisshausdeckel war zum Zeitpunkt dieser Nachricht und ist nach wie vor laut WC Shop 24 lagernd lieferbar, sowohl auf Amazon, Ebay, als auch im Shop. Aus Scheisse Gold machen ist ja okay, aber ohne vorsätzliche Kundenverarsche!

26 Juli 2013

Eine Perversion von Handel

Irgendwie habe ich den Kram zwei mal lesen müssen. Die Finanzkrise ist ja ein Alltagmittel der Entschuldigung für schwachsinnig gefährliches Handeln mit Geld geworden. Da scheint es gerade zynisch logisch, dass sich ein evil player wie Goldman Sachs auch mal um handfeste Werte statt Geld, Optionen, Aktien, oder Wetten kümmert. Die haben ein echt smartes Geschäft mit Aluminium entdeckt. Und sich dazu vor ein paar Jahren eine Metalllagerungsbude gekauft. Die haben Lagerhäuser. Und darin kann man Metall einlagern wenn man es kauft um es später mal zu verkaufen - ein normales Geschäft wie es zuhauf getätigt wird. Und ein einträgliches - kostet ja Miete. Blöd bloß, wenn auf einmal jemand in einer Metropole wie Detroit über zwei Dutzend Lagerhäuser besitzt und fleissig hunderttausende Tonnen Aluminium einlagert. Dann lagern da ruck-zuck ein Viertel des globalen Aluminiumhandelsvolumens in einer Stadt.

Es ist nämlich dooferweise so, dass die Menge so groß ist, dass die Preise für alle die auf Aluminium angewiesen sind durch diese Hamsterung künstlich erhöht werden. Sowas zieht man ja nicht für ein paar Dollar auf, sondern eher für ein paar Dollar mehr. So knapp 5 bis 6 Milliarden Dollar. Nun möchte man meinen, dass Ressourcenzugang irgendwie reguliert ist und man bestimmt nicht einfach so alles an sich reissen kann um den Markt zu bestimmen. Richtig. Die müssen ganze 3.000 Tonnen pro Tag aus den Lagerhäusern ausführen (bis letztes jahr waren es nur 1.500 Tonnen). Damit es nicht zur Verknappung kommt. Blöd, dass die Menge für eine Stadt gilt und nicht für eine Anzahl Lagerhäuser oder auf einer vorhandenen Lagermenge hochskaliert wird. Das heisst, dass in Detroit pro Lagerhaus vielleicht knapp 100 Tonnen pro Tag rausgehen müssen. Klingt viel ist aber fast nix. Diese Lagerhäuser sind Detroits altes Rückgrat aus seinen Stahl- und Autozeiten. Die sind dafür gebaut Unmengen von Material rein- und rauszubekommen. Gemessen an normalen Arbeitspensum in der Logistikbranche ist der Output quasi nicht messbar. Obendrein gibt es noch die Krönung der Perversion - angelandet wird das meiste per Bahn. Logisch, kann man ja auch echt viel Masse effizient mit bewegen. Ausgelagert wiederum wird per LKW. Und dann noch nicht mal zum Endkunden der daraus etwas fertigen will und mittlerweile auch schon ma etliche Monate auf Aluminiumlieferungen warten darf. Sondern in eines der anderen Lagerhäuser.

Das hat irgendwie leichte Züge eines Hütchenspiels. Im Moment lagern in Detroit knapp 1,5 Millionen Tonnen Aluminium, Tendenz steigend. Ich mein, Dagobert in seinen Golddukaten - okay. Aber auf sowas muss man erstmal kommen. Ich hab irgendwie den falschen Job.

Reuters 2011
India Times 2011
New York Times 2013





22 Juli 2013

Best of Tour de France 2013

Vergesst Gas6 und den ganzen Scheiss der da nochmal durch die Ventilatoren geflogen kommt, hier die harte Tour, bei 0:19!

 

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14 Juli 2013

Wenn's dreckig wird...

Wo sich was leicht drehen soll muss man schmieren. Blöd nur, dass da wo sich was drehen soll und geschmiert wird auch allzu oft Dreck ansammelt. Je nach Geldbeutel kann man sich dann die superduper labyrinthgedichteten Lager von xyz kaufen oder eben öfter saubermachen. Auseinanderbasteln, auswaschen, schmieren, zusammenbasteln. An meinem zweiten Rad gabs damals noch jede Menge stinknormaler Lager, nix mit Patronenlager als Innenlager, normale Umlenkröllchen im Schaltungskäfig, ein Schraubgewindesteuersatz der simplen Art. Und es gab jeden Tag auf den 56km Schulstrecke je anderthalb Kilometer Sandweg, morgens und nachmittags. Ergo durfte ich spätetsens jedes zweite Wochenende die Kiste zerlegen und säubern. Das nervt, aber schult. Zum einen, weil man gute von weniger guten Bauteilen unterscheiden lernt und zum anderen weil man sich überlegt was man vielleicht ohne viel Aufwand verbessern kann.

An meiner Alltags- (und Dreck-) kiste ist ein schlichter Cane Creek C2 Steuersatz verbaut. Der hält mit einem Tausch der Lagereinsätze nun schon das 14te Jahr. Nicht schlecht für ein mittelteures Bauteil. Der Tausch war (blöderweise) notwendig geworden, weil nach einem winterlichen Komplettzerlegen der Steuersatz in der Montage ein wenig zuviel Spiel bekommen hatte und im Frühjahr recht fix die Lagerschalen ihre Spuren weghatten. Wär mir das nicht durchgerutscht, hätte der vielleicht auch so die Zeit überdauert. Hauptsächlich dank eines kleinen Stofffetzens.

Nun ist der zwar gedichtet um Dreck so gut es geht draußen zu halten, gerade bei nem MTB ist es aber kaum zu vermeiden doch mal so richtig schön fett durch Wasser und Schlonz zu toben. Was dementsprechend ausgiebig in Richtung untere Lagerschale geschleudert wird. Als lebensverlängernde Massnahme bietet sich an, ein Stück Neopren als Spritzschutz zu verbasteln. Das kann von nem alten Shorty sein oder aus nem Reperaturset stammen, nix weltbewegendes. Dann einfach eine Kreisscheibe mit dem Innendurchmesser etwas kleiner als der Gabelschaft und Aussendurchmesser etwas größer als der unteren Lagerschale ausschnippeln. Dann beim Zusammenbau auf den Gabelschaft schieben und über den auf dem Gabelkopf sitzenden Lagerkonus (9) stülpen. Dass is'n bissl stramm und wölbt sich evtl ein wenig, aber das muss so (soll ja dichten). Dann wie gewohnt oder nach Anleitung den Rest zusammenbasteln und fertig ist das Verhüterli.

Steuersatzaufbau des C2, ist aber so ziemlich dasselbe bei anderen Modellen.

Neoprenfetzen, hier in hippem Pink-Schwarz.

 
Typischer Schlonzbewurf.

Verhüterli von der Seite - mach's mit.

Von oben.