04 Januar 2013

Frühjahrsputz

Ich hab hier mal im Hintergrund aufgeräumt. Vorne bleibt das alles erstmal so - ich würds genauso wieder aussehen lassen. Wer hier grobe Schnitzer findet darf die gerne melden, ich hab da recht ungekonnt im Template rumgewuselt. Ich will mich da aber auch nicht zu sehr einmischen, wichtig ist was vorne raus kommt. Und wenn Google böse wird und das zu sehr nervig wird auf blogspot rumzumachen zieh ich das Ding hier ab und pflanz nen neuen Baum.

Wie Tchibo den Osten eroberte

Es war einmal..... eine Kaffeebude die eine grooooßen Markt dazubekam, quasi über Nacht. Sie hieß Tchibo und er hieß DDR.

Irgendwie tauchten diese Teile an jeder Ecke auf. jedes Kind pappte sich damals zwei, drei, zehn solcher Aufkleber auf das Mifa-Rad und hoffte heimlich ein bisschen darauf einen der zehn (oder waren es elf?) Mercedes 190 zu gewinnen. das war der Deal - papp dir einen dieser gelben runden Sticker irgendwo sichtbar hin und gewinne einen Mercedes! Hallelujah, Briefkästen, Bollerwagen, Trabbis ... irgendwie wurde alles beklebt was nur irgendwo für alle sichtbar war. Keine schlechte Werbeidee. Jeder wusste das derjenige der dieses "Oh, frische Bohnen!" spazierentrug vielleicht bald mit einem Benz rumfuhr. Ich habe nie mitbekommen ob die Autos wirklich verlost wurden, aber gefühlt waren die gelben runden Aufkleber noch Jahre später auf jedem Dorf, Pferdewagen oder Schulhof zu sehen. Verblichen zwar aber mahnend - "hey, wir haben Euch so richtig schön instrumentalisiert und ihr habt euch gefreut wie sonstewas. Ihr habt gedacht ihr könnt n Auto gewinnen, theoretisch schon. Aber viel wichtiger - eure Oma trinkt jetzt den richtigen Kaffee.".

So richtig viel mach ich mir nicht auf diesem Kaffee, wenn dann genieß ich was besseres oder Tee, aber eine tolle Lehrstunde in Sachen Marketing war es damals allemal. Und die Benz sind bestimmt schon verschrottet oder in Afrika zerbastelt worden.

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02 Januar 2013

Account Scheduled for Deletion

2013, gute Vorsätze hin oder her - man kann ja mal aufräumen. 2012, war nicht viel los hier - 'tschuldigung. Das lag wahrscheinlich daran, dass ich viel unterwegs war. Mehr auf dem Fahrrad gesessen als über das Fahrrad geschrieben. Mehr gereist als über das Reisen geschrieben. Mehr gearbeitet als über das Arbeiten geschrieben. Ich muss mich dafür nicht rechtfertigen, noch muss ich mir solche großen Gedanken machen wie Ronny. Ich muss einfach mal ausmisten und sortieren. Und dann ab und zu wieder was in die Tasten klimpern.
 Aber vorher ausmisten. In 14 Tagen hat Herr Zuckerberg ein wenig mehr Platz auf seinen Servern und ein deaktiviertes Profil weniger in der Statistik.

Magura HS33 - Butterschrauben und Käsenippel

Nein. Wir stellen jetzt mal nicht die Scheibenbremsenfrage. Glaubenskriege bitte draussen bleiben. Ich fahre mit HS33 EVO aus 2008 am Reiserad. Das ist bisher alles superprima ausreichend und auch nicht so verschleissfördernd wie manch einer predigt. Ausserdem isses ne gute Bremse. Wenn da nicht diese grottigen Details wären. Da kannst Du ne hydraulische Felgenbremse für nen dreistelligen Eurobetrag erwerben und dann packen die dem Stück Schrauben bei, mit denen man in der Volkswirtschaft nicht mal Luftschlösser montiert hätte. Ehrlich - die Flachkopfschraube zur Befestigung der EVO-Adapter ist ein Witz. Die ist, gerade falls man unterwegs mal da ran muss und nicht superduper Werkstattbedingungen hat, extrem schnell verschlissen weil ihre Inbustiefe etwa nur halb soviel wie bei einer herkömmlichen Schraube beträgt. Das enttäuscht.
Und lässt einen die Dinger rausschmeissen und nicht gegen die unverschämt teuren Ersatzschrauben von Magura ersetzen, sondern gegen V2A Schrauben nebst V4A-U-Scheiben. Bei den Teilen vergniddelt nix so schnell wie beim Orginalspielzeug.
Wo wir zum zweiten Schwachpunkt kommen - der roten TPA-Bremsbelagsnachstellrad. Das Rad ist eine Mutter. Aus Kunstsoff. In dieser Mutter steckt eine kleine Gewindestange die den Bremskolben "vorspannt". So weit ja ganz okay. Aber auch hier - warum Kunststoff? Wenn die Teile ne Weile in Benutzung sind sehen die versifft und zerkratzt aus und sind nicht wirklich griffig, sollte mal etwas Öl oder Fett an den Fingern sein (kommt ja beim Bauen mal vor). Noch viel nerviger ist es, sollte man mal die Nachstellung einen Tick zu weit gedreht haben und dabei die Gewindestange aus dem Rädchen oder auf dessen letzten Gewindegang gekommen sein - gute Nacht. Das Gewinde war dann mal. Und genau dann wenn man natürlich kein Ersatzrädchen dabei hat (ein Schelm der Arges dabei denkt, dass auch diese vom Hersteller in einem nicht billigen Ersatzteilset angeboten werden) kann man die Bremsbeläge nicht nachstellen. Man hat dann gerade unterwegs mal wieder die Arschkarte gezogen. Und sucht nach einer besseren Lösung. Die könnte so aussehen - Verstellrädchen aus Aluminium. Gibts von Chorrillas. Links die Magura-Kunstoffteilchen, rechts die Alternative:

30 Dezember 2012

Ich steh auf Latex [updated]

Mein Weihnachtsgeschenk über dass ich mich am meisten gefreut hab - ein Stück Latex. Okok, nein ich meine nicht etwas für gewisse Stunden sondern einen Überzieher für mein bestes Stück - den Sattel meines Reiserades. Ebenfalls von Gilles Berthoud - der Sattelschützer "Rub-ber". Ich glaub das Teil is cool. Vielleicht bekomm ich ja zu Ostern noch einen für's Dreckrad. ;)

Für Sie und Ihn.

Auf nem Gilles Berthoud Aspin.


Auf nem Gilles Berthoud Mente. [update 10.11.2013] So. Nach einem Jahr Benutzung war's das wohl mit dem Teil. In den letzten Wochen hatte ich einen kleinen Riss in dem Schutz entdeckt, vorn an der Sattelnase. Ich habe das Teil hauptsächlich auf dem Aspin genutzt. Der hat eine aufgeschraubte Lederdecke, an den Schrauben findne sich kleine Messingunterlegscheiben. Nun habe ich dasmal genauer angeguckt und finde auf der Innenseite des latexüberziehers Abdrücke die genau auf die Scheiben passen. Innerhalb dieser Abdrücke ist das latex sehr porös geworden und hat die Risse, mittlerweile zwei größere bekommen. Hm, wenn man ein wenig sucht bekommt man genügend Hinweise darauf, dass Latex durch den Kontakt mit kupferhaltigen Metallen zerstört wird. Vor dem Kontakt mit Messing wird an vielen Stellen in den Benutzungs- und Pflegehinweisen gewarnt - hier oder hier. Ich bin enttäuscht und werde mich mal mit Gilles Berthoud in Verbindung setzen. mal sehen was die Franzosen dazu meinen.