07 Oktober 2026

[ʁɛzɔnants]

Ich glaub das erste Mal hat mich das so richtig derbe geflasht als N damals unsere Freundschaft beendet hat. Das waren drei, vielleicht vier Zeilen. Einfach so nahbar wie die anderthalb Jahrzehnte davor und dann blieb einfach so eine Dankbarkeit für diese Zeit und nichts daran hatte Schwere oder tat weh.

Irgendwann im Frühjahr eine Entschuldigung von C, gerade keine Kapazität zu haben für ein Treffen. Da blieb einfach ein Mitgefühl für die kräftezehrenden Umstände zurück, keine Schwere und nichts tat weh.

Vor ein paar Wochen die zaghaft unsichere Frage von G ob des möglichen Fragens - eine aufgeschriebene Unsicherheit, ein verwortetes Bedürfnis, eine formulierte Bitte. Nichts daran hatte Schwere oder tat weh.

Der eine Seite lange Brief von B - der vielleicht hunderte Male aufgeschobene Versuch, ein schon lange arbeitendes Gefühl zu zeigen und den Wunsch nach Kontakt in den übersprungenen Schatten gemalt. Nichts daran hatte Schwere oder tat weh.

Ich musste bei jedem dieser Momente daran denken, wie mir mal vor etlichen Jahren jemand dieses "show, don't tell" mitgab. Das resoniert immer noch unheimlich.

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