2009/12/14

Wir machen heimlich Krieg

Man kann dem Obergegelthaber der Bundeswehr wenigstens das Eine zu Gute halten - er hat das Kind beim Namen genannt. Nicht richtig zwar, aber immerhin. Kriegsähnlich. Krieg. Und warum hat er das gemacht? Weil man ja schon so ein bisschen erklären muss, wenn man den Finger am Abzug dann auch krummmacht. Das wars dann aber auch schon. Der Rest geht unter in peinlicher Verantwortungsschieberei und Datumsgeschacher. Was wir ja gewohnt sind. Genauso gewohnt, wie das unsere Oberhirtin Merkel die Zähne nich auseinander kriegt und weder muh noch mäh dazu wimmert. Souveränität verlangt Arsch in der Hose. Ja, und wie halten wir's denn nun, liebe Regierung, sagen wir dem Volk das sich sein Staat im Krieg befindet oder basteln wir weiterhin hohle Phrasen zurecht? Gestorben wird ja anscheinend so oder so. Aber vielleicht würde dann noch alles viel komplizierter werden, viel weniger aussitzbar. Vielleicht würden dann so ein paar Leute mal nach Krieg googeln und bemerken, das wir da noch alte Kerbhölzer rumstehen haben und sich fragen ob da noch Kerben draufgehen und ob die da überhaupt dazukommen müssen und ob das mit dem Blümchen-bei-Opa-aufs-Grab-stellen sich gerade nicht irgendwie blöd anfühlt. Weil er ja damals von einer Splittergranate zerfetzt worden war. So steht das jedenfalls in dem Brief den der Kommandeur seiner Einheit damals an Oma geschrieben hatte. Und dieses "zerfetzt" taucht ja im Moment so oft auf in den Nachrichten. Und in den Träumen. Und in den Dörfern.

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