2008/11/03

Republikaner

Republikaner haben bei mir immer schon ein Zucken im Wurfarm verursacht. Zum Glück haben die hierzulande nicht mehr viel zu melden. Nicht ohne an diesen Satz unlösbar ranklatschen zu müssen, das dies dank nie aussterbender Deppen ja NPD und DVU übernehmen. Soviel zu dieser Seite des Puerto-Rico-Grabens. Auf der anderen Seite stehen die Reps sich nun Auge in Auge mit den Demokraten gegenüber. Man gönnt sich die teuersten Wahlschlachten um dann - unabhängig vom Ausgang - im gleichen Stil in Rüstungsindustrien und Ressourcenkriege zu investieren. Das wird sich kaum ändern, ob nun ein alter Sack mit hirnblonder Sozius oder Mr.Nice den Finger am Drücker hat. Allerorten spriessen Musikvideos, Kampagnen und Aufrufe aus dem Boden, fast ist man versucht zu meinen, die "Greatest Nation" hat den Dreh endlich raus. Doch viel zu tief ist das ganze System kontrolliert von Regeln abseits der politischen Spielwiesen.

Es ist einfach nur ein schmieriges Spiel an dessem Ende man sich das kleinere Übel stehend wünscht. Und das ein paar unverdorbene Seelen Lust darauf bekommen, auszutesten, ob das was sich ihr Staatsgebilde nennt nicht vielleicht doch mehr bietet als "the same but still the same". Und wieweit steht es uns eigentlich noch zu, über das Theater fremder Bühnen zu urteilen, wenn die eigenen Marionetten ihre Fäden zu den eigentlich Spielbestimmenden, also uns verloren haben? Ja, Politik ist zäh, eklig und voller Deals. Ein grosser Teil der Berufsmarionetten sind nichts anderes gewöhnt, sie haben nichts anderes gelernt in ihren Studentenparlamenten und Jungparteiorganen. Darf das als Entschuldigung gelten? Und ja, Ideale sind schön, aber eben nicht realistisch. Ideale sind auch nicht zwingend klug oder gar weise. Aber sie können der Antrieb sein, das maximal machbare Gute zu tun. Wir sehen immer nur einen Teil des Ganzen, hinterfragen aber auch zu wenig. Und müssen wir nicht spätestens dann aufschreien, wenn das Offensichtliche nicht schmeckt? Wie hoch ist unsere Lethargiefähigkeit? Wann kotzt uns unser Zusehen eigentlich wirklich an? Nur hin und wieder? Dann, wenn wir uns dabei ertappen mal wieder umzuschalten und unsere Beruhigungspillen im Abendprogramm suchen, aber auch da keine Ablenkung mehr finden?

Verdammt, es gehört mittlerweile wieder mehr dazu, Teil einer Demokratie zu sein, als einmal aller vier Jahre Jemandem sein Vertrauen durch zwei sich kreuzende Striche zu signalisieren.



PS: Ick wünsch mir trotzdem Michelle als First Lady. Und Snoop Dogg auf Baracks Geburtstagsparty im Garten des Weissen Hauses.

1 Kommentar:

Weltregierung hat gesagt…

Snoop smokin dem bigass blunts in da whitehouse Foyer!

- Grussregierung.