2008/09/24

this place called home

manchmal muss es etwas weniger werden um als mehr zu erscheinen. weniger virtualität. mehr realität. um der wahrnehmung willen, die es so schwer hat in unseren tagen. sie wirkt bisweilen abgekämpft, schlaflos, überfrachtet mit all den informationen. will nicht untergehen im rauschen der datenströme. sie braucht luft, frische kalte luft. gerne auch regen, wenn´s sein muss auch viel davon und direkt ins gesicht. wind wäre auch nicht schlecht. ist sogar gut. das heisse jucken unter der roten haut. die zusammengekniffenen augen. wasser, das von der nase tropft. du lächelst. weil es so absurd erscheint sich ausgerechnet daran zu erfreuen. aber dann schaust du hinab auf die schuhe, siehst die tropfen abperlen, spürst die füsse dich tragen und möchtest am liebsten in jede pfütze treten. der welt zum beweis - dass es dich gibt, dass du´s kannst und mit dir wieder zu rechnen ist. da stört es auch nicht, das deine schritte noch unbestimmt sind, sich die richtung sich selber vorgeben. lass sie laufen, sagst du dir. es ist schliesslich nicht das schlechteste was sie können.

und irgendwie passen dann auch diese zeilen vom morgen in die ohren. du hast sie aufgesogen bei deinen alltäglichkeiten - als du noch nicht wusstest, dass sie dich nochmal besuchen würden. und dann merkst du, dass du die strasse noch lange nicht zu ende gegangen bist. weil das ende der strasse dich nach hause bringen sollte. und du so gar keinen bezug zu eben diesem hast. es dich ja schliesslich erstmal finden müsste. und du dir gerade auch so gar kein bild davon machen kannst, was dieses wohl für dich heisst. bett oder wohnung, ne strasse oder `n kiez, ort oder land? alles offen kann ganz schön viel sein. und man sollte sich da auch ruhig ein wenig von überwältigen lassen dürfen.



Peter Fox - Haus am See

Hier bin ich gebor'n und laufe durch die Strassen!
Kenn die Gesichter, jedes Haus und jeden Laden!
Ich muss mal weg, kenn jede Taube hier beim Namen.
Daumen raus ich warte auf ne schicke Frau mit schnellem Wagen.
Die Sonne blendet alles fliegt vorbei.
Und die Welt hinter mir wird langsam klein.
Doch die Welt vor mir ist für mich gemacht!
Ich weiss sie wartet und ich hol sie ab!
Ich hab den Tag auf meiner Seite ich hab Rückenwind!
Ein Frauenchor am Strassenrand der für mich singt!
Ich lehne mich zurück und guck ins tiefe Blau,
schliess die Augen und lauf einfach gradeaus.

Und am Ende der Strasse steht ein Haus am See.
Organgenbaumblätter liegen auf dem Weg.
Ich hab 20 Kinder meine Frau ist schön.
Alle kommen vorbei ich brauch nie rauszugehen.

Ich suche neues Land
mit unbekannten Strassen, fremden Gesichtern und keiner kennt meinen Namen!
Alles gewinnen beim Spiel mit gezinkten Karten.
Alles verlieren, Gott hat einen harten linken Haken.
Ich grabe Schätze aus im Schnee und Sand.
Und Frauen rauben mir jeden Verstand!
Doch irgendwann werd ich vom Glück verfolgt.
Und komm zurück mit beiden Taschen voll Gold.
Ich lad' die alten Vögel und Verwandten ein.
Und alle fang'n vor Freude an zu weinen.
Wir grillen, die Mamas kochen und wir saufen Schnaps.
Und feiern eine Woche jede Nacht.

Und der Mond scheint hell auf mein Haus am See.
Organgenbaumblätter liegen auf dem Weg.
Ich hab 20 Kinder meine Frau ist schön.
Alle kommen vorbei ich brauch nie rauszugehen.

Und am Ende der Strasse steht ein Haus am See.
Organgenbaumblätter liegen auf dem Weg.
Ich hab 20 Kinder meine Frau ist schön.
Alle kommen vorbei ich brauch nie rauszugehen.

Hier bin ich geborn, hier werd ich begraben.
Hab taube Ohr'n, nen weissen Bart und sitz im Garten.
Meine 100 Enkel spielen Cricked auf Rasen.
Wenn ich so daran denke kann ichs eigentlich kaum erwarten...

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