2007/12/11

sound barrier

2007. nich dass ich jetze sentimental werden muss und in den allgemeinen rückblick-taumel verfallen muss - dass überlass ich gerne anderen. is auch fast ein bissl unmöglich, kommste ja ganz fix vom ganzen zum millionstel. also nur ein paar fetzen die sich mal wieder im treibgutrechen meiner hirnmühle verfangen haben und mal rausgefischt werden sollten - sonst läuft irgendwann kein frischwasser nach und der generatorraum wird überflutet.

´77 - ´07. 30. ham ne menge leute ihre probleme mit. scheitern innerlich an einer schallmauer, die doch irgendwie gar nicht existiert. oder doch? isses der abschied von JUGEND2.0, nach der offiziellen entlassung auf die erwachsenenwelt als teeny? oder ein bewussteres wahrnehmen der eigenen situation im bezug auf seine umwelt? zwischen 28 und 32 durchlaufen die meisten eine selbstkritische reflektierende phase, wobei das auslösende moment nicht das alter ist. vielmehr die typische veränderung der sozialen und menschlichen bezugspunkte. und die laufen gewissermaßen an einer zeitschiene ab. das verbindende element sozusagen. am filmreifsten sind die zehnjährigen klassentreffen, vom gescheiterten bis zum auf-die-kacke-hauer und unscheinbaren zufriedenheitswunder versammelt sich irgendwie alles. da wird ausgelotet wie sehr der eigene lebensverlauf - ja was eigentlich - dem ideal entspricht? bullshit. im grunde ist das doch alles ein grosses vergleichen auf der glüchlichkeitsskala. im grunde unmöglich, aber unausgesprochene selbstzweifel lassen den geist unweigerlich vergleichen. soweit so gut - oder zumindest nich schlimm. hängt einzig vom bewussten umgang damit ab. is natürlich schon doof wenn dann ein aufwachen einsetzt, gefühle aufkommen das eigene leben gemessen an anderen entwicklungen auf einmal so vertan oder kompliziert aussieht. ich nehms mal vorweg - ich hab kein problem wies alles so läuft... würd jeden scheiss genauso machen. ich muss keiner vertanen chance nachtrauern, weil so richtig vergeigte sachen gabs da auch garnich. sicher gehts immer nochn bissl mehr, intensiver, anders - aber so insgesamt bin ich zufrieden. es läuft. es brauch nich viel um glücklich zu sein. wahrscheinlich ist das das grosse problem der heutigen zeit - die illusion einer 'upgradable.world' - neue version verfügbar, verbesserte funktionen, fehler behoben, alle bugfixes integriert und für ganz eifrige gibts auch noch die betas. aber so einfach funktionieren menschen nich. schlichter code hat seine eigene schönheit.

tja und irgendwie is ja schon was richtungsweisenderes dran als an den jahrestagen zuvor. die meisten ziehen bilanz über alle unproblematischen momente der rückliegenden jahre, unbeschwertheiten werden überbewertet anstatt sie geniessend revue passieren zu lassen. führt dann durchaus zu problemen wenn man das gefühl nicht los wird, etwas verpasst zu haben, zeit verspielt zu haben. man nimmt zeit anders war. der eine bewusster, der andere ängstlicher. kommt irgendwie drauf an wie zufrieden man ist. wer sich dann an seinem umgebenden 'first.life' orientiert, hat schlechte karten. die weide hinter dem zaun ist immer grüner als die eigene. man kann durchaus verstrahlt durchs leben zischen und trotzdem eine gesunde ernsthaftigkeit haben. gehört dazu. hat der menschheit in den letzten hundertausenden jahren das überleben gesichert. und das wird sich nicht ändern. das leben ist kein ponyhof. zumindest nicht so einer wie er heutzutage von werbestrategen suggeriert wird. hat mir jemand vor kurzem in die ohren gelegt: "what comes up must come down". dem ist nichts hinzuzufügen. ich hab nichts gegens träumen, aber es gibt immer noch eine realität. und wir leben halt in einer zeit und gesellschaft wo diese realität uns aufgrund ihrer komplexität immer etwas mehr abverlangen wird als den menschen der vorangegangenen generationen. und eben immer gegenwärtig sein wird. je früher man das an sich ranlässt um so besser kann man damit umgehen. was nicht heisst faule kompromisse zu machen oder sich arrangieren zu müssen. zumindest muss ich das nicht uneingeschränkt. willst du "nutte des systems" sein und in der farblosigkeit verschwinden, oder sichtbar bleiben? bist du sichtbar für dich selbst wenn du in den spiegel schaust? es gibt keine schuld ausserhalb meiner selbst für mein leben. ich habe nichts verpasst. einfach - alles schick.

und bitte - dreht doch nich gleich frei wenn´s mal wieder nich läuft - ihr habts doch in der hand (gehabt) und damit isses euer ding ob´s funzt! nich mehr und nich weniger. aber eben doch soviel.

"sag ja zu...(ukwis)...aber warum sollte ich das machen?" muss ich nich, möcht ich nich. könnte, hatte es ja - aber abgelehnt. war leicht zu bekommen, war ideal, war sicher richtig im ziel und ansatz aber eben auch system pur. doch es gibt eben auch unkalkulierbarkeiten. und es ist gut wenn ein bauchgefühl gewinnt. alles andere kann ich mir bestimmen. "du bist nicht dein job. du bist nicht das geld auf deinem konto, nicht das auto, das du fährst, nicht der inhalt deiner brieftasche und nicht deine beschissene cargo-hose. du bist der singende, tanzende abschaum der welt!" (ich persönlich hab nix gegen cargo-hosen - aber etwas gegen diese stylisch-schmierigen yuppiesäcke in ihren designer-cargo-coole-scheisse-war-die-teuer-lappen). aber es ist gut dass es die gibt... it seperates them from the cool one.

"found my soul on the way to hell." fühlt sich gut an - "there is no risk when you feel happiness".

the sounds - night after night:

"Night after night you say you move on
tomorrow, tomorrow
Now, what's holding you back?
I don't know, I don't know."

now I know.

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