2007/07/04

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Die Sache mit der Rationalität hat mich für mich noch ne Weile beschäftigt. Männer sind ne undefinierbare Mischung aus Rationalität und Gefühl. Frauen? Wohl weniger rational. Und wenn schon, die Balance aus beidem machts aus. Keines darf das andere dominieren. Hab ich mich zu sehr verloren in Technik, in Glauben an Kontrollierbarkeit, abgestumpft? Neue Seite des ganzen, naja neu eigentlich nich, deutlich vielleicht, oder endlich akzeptiert. Ich habe gute Erinnerungen, die will ich auch bewahren, die machen das Ganze aber auch so schwer. Und was ist mit den schlechten, was sind die schlechten? Meine eigenen? Die, die ich als letztendlich als schlechte zurückgelassen? In mich schauen, nicht selbst belügen, akzeptieren. Als erstes. Tut gut dann. Und weh.

Hintermirlassen. Mich auf mich reduzieren. Muss ich jetzt, kann ich jetzt, will ich jetzt. Was bleibt? Der Willen, da rauszukommen fängt an zu wachsen. Kann und will es nicht verdrängen. Aber mich stellen. Mir zuliebe. Hat mich und andere so kaputt gemacht. Schuld.

Das wird kein leichter Weg, aber ich muss ihn nicht allein gehn. Gutes Gemüse gibts beim Biohändler. Und die guten Seiten? Wo gibts die? Wohl nur als harten Weg zu sich selbst. Hilfe anzunehmen sich selbst zu stellen ist keine Peinlichkeit. Bin so weit vom Weg abgekommen. Das ist bitter. Auch wenn ich nicht allein war, bin ich diesen irgendwann nur noch selbst gegangen. Egoist. Das macht einsam innerlich, beide. Bin ich fähig zurückzufinden auf einen gerechten Weg? Einen der nicht nur gerecht erscheint, sondern einen der rein ist? Die Frage kann nur der Weg beantworten. Die Sache mit dem "Ich will es besser machen". Ich weiss jetzt das ich muss, fühle das ich kann, ja will. Um meiner selbst willen.

Ich stehe vielleicht erst am Anfang. Ich kann die Strecke und das Profil nicht überblicken. Aber das ist egal. Wird sicher ein hartes Stück Arbeit. Ich habe endlich den Mut dazu, gibt eh blos diesen einen Weg. Trotz? Nein, aufrichtiges Wollen. Wann habe ich das zum letzten mal in mir gespürt? Lange her, zu lange. Aber ich freu mich drauf, irgendwie. Es tut gut sich wieder mit sich selbst auseinanderzusetzen. Auch wenn das, was da zu Tage tritt, nicht immer schön ist. Aber so sind Spiegel nun mal. Mit jedem Tag komm ich meiner Hälfte etwas näher, sehe, verstehe, begreife. Wenn Dich das erschreckt was Du siehst, dann wirds höchste Zeit. Die nehm ich mir jetzt.

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