2007/07/20

extreme

Extreme. Ich bin also extrem. Hm. Mal durchspielen. Wenn ich das mal wertungsfrei gelten lasse, dann hieße das ja extrem in fast allen Bereichen zu sein, konkreter wurde die Aussage ja nich getroffen. Also extrem. Ja und. Ich kann zurückschauen und das mal für schon immer gelten lassen. Ich war in vielem anders. Ungewohnt, vielleicht auch deshalb interessant. Aber wäre ich das gewesen was ich war, wenn ich nich schon immer diese Art des, sagen wir mal Pegelhubs gehabt habe? Aber erst mich verändern und dann das Ergebnis nicht mögen. Funzt eben nich. Es gibt keine Aussergewöhnlichkeit aus Normalität heraus. Also ich wäre nie ich gewesen, wenn das nicht in mir gewesen wär. Und ist. Klar überwiegen die positiven Eigenschaften durch die Neuheit sowieso. Den negativen, wenn sie denn überhaupt schon ausgeprägt sein konnten musste man sich nie stellen, die mussten noch gar nicht wahrgenommen werden. Tja, aber mir jetzt diese Dinge zum Vorwurf zu machen is ein wenig billig. Weils Verrücktheit eben nicht zum Nulltarif gibt. Es gibt kein grosses Musikstück, kein grosses Theaterstück, kein grosses Buch oder Bild, welches aus Harmonie oder Ruhe heraus entstanden ist. Sie will nicht mehr mit meinen Problemen sein. Hm. Aber solange die bunten Federn gutgetan haben, spielten die keine Rolle? Und dann, wenn´s Kraft bedeutet hätte? Naja die Sache kennen wir ja. Der leichte Weg. Der sichere Hafen. Die Kraft reichte also nicht dazu, von Angesicht zu Angesicht Dinge anzusprechen. Also blieb als Ausweg nur aufgeben, auf anderes hoffen, ja vielleicht sogar suchen. So isses ja nu auch, die Kraft die Entscheidung zu treffen, hat sie erst dann fällen können, als der andere Hafen in Sicht war, die Kraft woanders hergeholt, nicht aus sich selbst. Aber selbst dann war sie nicht stark genung das auszusprechen. Also einfach wieder der leichte Weg. Aber vielleicht kann sie auch gar nicht anders, hat es nie anders gelernt, vorgelebt bekommen. Vielleicht habe ich auch immer die starke Frau in ihr sehen wollen, die sie gar nicht sein konnte, vielleicht auch gar nicht sein kann.

Apropos: "Wie schnell die Zeit vergeht", Rockabillymafia "was ich mal an ihr geliebt hab war nun nicht mehr an ihr dran". War schon komisch das. Was ist Schönheit? Klar ist sie schön, aussen. Bis jetzt war sie insgesamt schön, aber gut zu sehen, das der innerliche Teil weg ist. Ja fast ein wenig Hässlichkeit, ihrerseits als Schutz, gut für mich, mal nicht die Hülle sehn zu müssen. Da funktioniert die Partyhülle und das süsse Lächeln irgendwann nicht mehr.

Und warum bitte muss auf einmal mit zweierlei Mass gemessen werden? Um es sich leichter zu machen?! Für sich die Entscheidung treffen, weglaufen, nicht mehr in die Augen sehen können, sich die Meinung von Freunden holen, und dann erwarten dass ich in der Ecke sitz? Abwart? Alltag weitergeht? Hm. Bullshit. Gleiches Recht für jeden. Wenn der Mensch begreifen, verstehen, wissen will, muss er reden, braucht er Informationen. Und das soll nicht auch mir zustehen? So´n Quark, ich kann nicht ohne reden, begreifen, reflektieren. Einspruch abgelehnt.

Klar dass es der einfache Weg ist, wenn ich so schnell wie möglich in allem aus Ihrem Leben bin. Der Kampf um den Freundeskreis, den Kontakt zur Familie, die Gläser? Keine Ahnung, muss ich nich verstehen, im Grunde nur noch lächeln. Über diese Hilflosigkeit. Schutzmechanismus? Wahrscheinlich. Wird damit wirklich alles leichter? Bin ich damit einfacher weg? Klar is das ne Möglichkeit sich die negativen Dinge hervorzuholen um sichs leichter zu machen. Aber doch nur um nich an die guten denken zu müssen. Aber ist das überhaupt möglich? War ja nicht grad n Kurztrip. Wieviel steckt also von Ihr in mir? Wieviel kann ich überhaupt ändern? Will ich überhaupt? Kann sie überhaupt? Das ist spannend. Weil wir ja beide schon ein verdammtes Produkt unsrer Umgebung sind. Weiss bloss das ich mich dummerweise auch mal auf den leichten Weg eingelassen hab. Klar bin keine neunzehn mehr, wo ich mich unüberlegt in Dinge stürzen muss, Entscheidungen bewusster treffen, reifen lassen, genauer durchdenken. Klingt alt? Vielleicht, würd eher sagen erwachsener, reifer. Habs mit dem leichten Weg probiert, gemerkt das dies nicht meiner ist. Auch ne Erkenntnis. Ich finds überhaup nicht verwerflich nen Plan, nen Lebensentwurf zu haben, oder an diesem zu bauen. Vor zehn jahren war ja alles offen. Ist es jetzt auch, aber man hat ja gewisse Ansprüche, auch an sich selbst. Deswegen schau ich mir die Optionen etwas genauer an. An Konsequenzen denken, vielleicht auch mal nen Plan B entwickeln. Bei so vielen Dimensionen bleiben immer noch genug für mich übrig.

Apropos ich. Ich wäre nur noch ich-bezogen. Na und gibt doch kein uns mehr. Was denn nun? Hm, also is ja schliesslich mein Leben. Aber is schon süss, wie sich jemand in Dinge reinsteigert die so nie existent waren. Ich hätte über die Wohnung und den Umzug etc. bestimmt. Hallo? Ich glaub es hackt. Wenn sie so bequem war nich ne eigene Meinung dazu zu haben und diese dann auch zu äussern kann ichs ja nich ändern. Mal wieder die absolute Unfähigkeit ihre Gedanken sichtbar zu machen. Aber dazu wars dann wohl eh schon zu spät.

So, Woche ausklingeln lassen. Jetzt. Tschüss.

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