2007/07/13

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Fr. 13.07.07 Hm jetzt wo ich das schreib fällts mir auf. Igendwie komisch, machen sonst Maschinen für einen, Signaturen, Header, Displays, digitale Wasserzeichen. Okay, also ein Unglückstag....
hm mal sehn, eigentlich wollt ich bloss nach Berlin fahrn und n bisschen Kino+Feiern. Und essen. Hab Hunger. Hat mich fast vier Kilo gekostet der Scheiss. Na klar. Wenn ich weniger wieg als sie, trennt sie sich von mir. Hat sie immer rumgealbert. Muss lächeln. Kam zwar andersrum aber is letztlich egal.

Warum es mir gut geht? Weil ich lebe. Sachen machen. HEAT: "Ich brauche das Adrenalin, es hält mich wach." Schönes Zitat, passt im Moment ganz gut zu meinem Inneren. Bloss nich aufhören. Mit allem. Mittelfristig ist das Ziel für GTZ oder DED wegzugehn. Von mir aus immer und immer wieder. Immer so für zwei oder drei Jahre. Ich schick die Bewerbungen raus, rechne vielleicht nicht sofort mit Erfolg. Deshalb die kurzfristige Variante um die mittelfristige zu ermöglichen. Fitmachen. Ja. Ich brauch Ziele, und manchmal auch Grenzen, auch zeitlich. D.h. ich will Ende ´08 fit sein. Für die Regenerativen. Dafür will die Skillz tunen, die mich schon so weit gebracht haben, den Ehrgeiz wecken. Richtung Projektarbeit, parallel die Sprachenbaustelle angehen. Der Roni hat ja auch mit VHS-Portugisisch Brasilien unsicher gemacht. Egal.
Wichtig ist diese Ziele zu haben, was draus zu machen.

Und genau deshalb ist das mit der verlorenen Liebe auch voll okay, in dieser Hinsicht zumindest. Ich habe einen Zug gesehen, den ich nicht verpassen will. Und deshalb ist es jetzt vielleicht verwunderlich, dass ich nicht leide, leiden muss. Ich hätte all diese Optionen nicht noch mal herausgekramt und würde sie nie so ernsthaft prüfen können, wenn ich ich nicht da wäre, wo ich jetzt stehe. Für eine Beziehung nimmt sich jeder zurück, in irgendeiner Weise. Hab ich auch getan. War auch gut so, bereue es nicht, waren schöne Zeiten. Aber genau deshalb nehme ich mir diese Zeit jetzt eben. Deshalb gehts mir grad so gut in dieser Hinsicht. Ich weiss jetzt dass ich so weit gewesen wäre, etwas ernsthaftes draus zu machen. Und das werd ich mir bewahren. Wenns denn eben nicht sein soll, nicht jetzt oder wann auch immer, juckts mich nich wirklich. Es ist viel spannender meinen Weg zu finden. Das kam schon etwas überraschend in mir auf. Darf ich so denken, fühlen? Egoistisch sein? Nein, da es gar nicht egoistisch ist. Es ist einfach normal. Ich trage für niemanden mehr eine Verantwortung. Ich bin ich. Ich bin frei. Und das is verdammt viel wert.
Kann mein Fernweh mit meinem Beruf verbinden. Hallo! Is das geil oder is das geil?! Und meine Unzufriedenheit, das Gefühl nicht wirklich gutes tun zu können damit auch in Angriff nehmen. Eben: Es besser machen.

Ich meine, es bewegt mich schon sehr tief all die liebgewonnen in mir gewachsenen Empfindungen aufzugeben. Momente. Stunden auf der Couch, Kochen mit-und füreinander. Einfach jemanden in der Nähe habe. Eine Nähe die nich räumlich sein musste, aber trotzdem soviel war. Oft unbewusst. Und deshalb vermisse ich. Aber das ist meins. Etwas in mir. Etwas leises, grosses, von dem ich mich langsam entferne. Innerlich langsam.

Aber das Tempo des Lebens ist nun mal, hm, mörderisch klingt zu hart, halt heftig. Aber egal. Und ich mein hey, warum sollte ich scheisse drauf sein? Ich habe eine grosse Liebe gehabt. Aber wir haben sie verspielt. Verdaddelt. Die Ungezwungenheit unserer Jugend hat uns das leicht gemacht. Abmarsch. Schön das erlebt haben zu dürfen. Schade das verloren zu haben. Aber vielleicht gut jetzt. Kann nochmal auf los zurück. In so vielem. Ich hab richtig Bock auf diese Welt. Sie ist es Wert geliebt zu werden. Mit dem was ich tu, bin, sein wollte, werde.

Zwei Kometen, die sich trafen. Den Bruchteil einer Sekunde verlängerten. Fast 11 Jahre. Wie in Matrix. Die schnellste Szene zur langsamsten gemacht. Zur intensivsten. Es gibt nur eine erste grosse Liebe. Und sie war schön. Doch Kometen haben einen Antrieb. Sie können nichts dafür. Die Begegnung war schön, nicht ohne Bleibendes, wie auch? Wir wollten halt nie ernsthaft sein. Und das war gut. Hat jedem so viel gegeben.

Jetzt bin ich für mich ernsthaft ohne ernsthaft zu sein. Ernsthaft in dem wo ich nachlässig war, nicht, wo ich zu ernst geworden. Ich mag Hasseröder eigentlich nicht wirklich, aber es erinnert mich gerade an die Fahrt nach Berlin zum Boss-Hoss-Konzert. Tipsy und eines der überraschendsten Konzerte. Schön.

Ich bin auch nicht böse oder stinkig. Ein wenig enttäuscht. Das sie mir nicht mehr vertrauen wollte. So innerlich weggeschlichen, zu sagen was so unausweichlich. Tragisch ein wenig. Wie dieses Plattencover mit dem zugenähten Mund. Jemandem die Wahrheit zu sagen ist immer nichts leichtes, für beide. Aber letztlich, wenn aus Ehrlichkeit heraus erwachsen, kann keine Wahrheit unerträglich sein. Hart zwar, aber nicht unerträglich. Nur Wahrheit nach Verschwiegenem ist wirklich schwer ertragbar. Schmeckt bitter. Aber auch das ist irgendwann okay, aber etwas mit dem ich nicht sein muss. Das Leben ist so vieldimensional. Jede Tür, jeder Moment. Alles neu. Alles so anders. Jetzt. In einem Augenblick. Morgen. Immer.

All die alten Gedanken und Ideen müssen nochmal her. Nichts überstürzen. Erfahrung vielleicht? Betrachten. Durchatmen. Anfühlen und dann Annehmen, das, wo man selbst hängen bleibt. Weg von allzu Rationalem. Nicht Gefahr laufen, sich nur von Gefühlen leiten zu lassen. Alles was da ist. Die Essenzen des Lebens aufsaugen. Wirken lassen. Wie ein guter grüner Tee. Der erste Aufguss ist im Nachklang bitter. Es oft nicht wert. Aber hätte ich nie probiert wüsste ich nicht um den zweiten oder dritten. Der vierte beruhigt. Aber alles ist ein Blatt, eine Ernte, ein Gefühl.

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